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News für den 04. April 2023
Ab sofort auch Kurzhaarfrisuren bei Trachlerinnen im Oberland erlaubt
Trachtlerinnen im Oberland dürfen ab sofort auch kurze Haare tragen. Im Gegensatz zu anderen Ortsverbänden in Bayern, die die Regelung schon vor längerer Zeit durchgesetzt haben, entschieden sich die 31 Verbände zwischen Ettal und Wallgau erst jetzt dazu. Die 60 Jahre alte Satzung schrieb bislang Frauen Zopf und Dutt vor und erlaubte höchstens ein Haarteil, um auf die gewünschte Länge zu kommen. Grund für die jüngste Entscheidung waren drei junge Mädchen aus Farchant, die sich weigerten bei einem Auftritt mitzumachen, weil ihre Lehrerin, mit einer Kurzhaarfrisur, nicht teilnehmen durfte.
Meisterpreise der Bayerischen Staatsregierung gehen auch ins Oberland
Auf einem Festakt der Industrie und Handelskammer für München und Oberbayern haben vier Absolventen aus dem Oberland den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung erhalten. Manuel André Suder aus Wolfratshausen (geprüfter Fachwirt für Versicherung und Finanzen) und Michael Walser aus Egling (geprüfter IT-Projektleiter) sowie Martina Mayer aus Murnau (geprüfte Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen) und Konstantin Graf aus Garmisch-Partenkirchen (geprüfter Betriebswirt) gehören zu den über 180 geehrten Absolventen. Im Prüfungsjahr 2022 hatten über 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fortbildung zum Meister, Fachwirt, Fachkaufmann oder Betriebswirt erfolgreich abgeschlossen. Trotzdem fehlen laut dem IHK-Fachkräftemonitor Bayern aktuell über 230.000 Fachkräfte in Bayern.
Heute in den frühen Morgenstunden waren im Stadtgebiet Bad Tölz einige Haushalte ohne Strom. Laut der Stadtwerke wurde bei Grabarbeiten „Am Krottenbach“ ein Kabel beschädigt. Deshalb ist in der Bairawieser-, Jahn-, Scharnhorststraße und am Krottenbach der Strom ausgefallen. Gegen 9 Uhr vormittags war der Störung behoben.
Gestern Nachmittag ist ein Radfahrer bei einem Unfall in Peißenberg schwer verletzt worden. Ein 67-jähriger Weilheimer übersah den vorfahrtsberechtigten 57-jährigen Radfahrer an einem Kreisverkehr in der Hochreuther Straße. Durch den Zusammenstoß wurde dieser schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden.
Die Vermisste aus Benediktbeuern konnte heute am späten Vormittag nur noch tot in der Loisach im Benediktbeurer Moor gefunden werden. Beamte des Kriminaldauerdienstes haben die Ermittlungen übernommen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es laut der Polizei nicht.
Urprüngliche Nachricht:
Seit Sonntagnachmittag wird eine 57-Jährige aus Benediktbeuern vermisst. Sie ist circa 160 cm groß und sehr schlank. Über ihre Bekleidung ist nichts bekannt. Unterwegs ist sie mit einem schwarzen Audi Q2. Zeugen, die Angaben zum Aufenthaltsort oder dem Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei Bad Tölz zu melden.
Die 16. Auflage der Schul-Kino-Woche in Bayern ist nach zehn Tagen mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen. Insgesamt 196.000 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte haben an der landesweit größten Filmbildungsinitiative teilgenommen und das Klassenzimmer mit dem Kinosaal getauscht. Mit dabei waren auch einige Kinos im Oberland: Unter anderem in Weilheim, Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen. Zur Auswahl standen 80 Filme, die auf Unterrichtsfächer und lehrplanrelevante Themen aller Jahrgangsstufen und Schularten abgestimmt waren.
In Bayern herrschte letztes Jahr der höchste Krankenstand seit 25 Jahren. Das zeigen die neuesten Zahlen der AOK. Die mit Abstand meisten Krankmeldungen entfielen auf Atemwegserkrankungen. Die Oberland-Landkreise liegen dabei aber etwas unter dem bayernweiten Durchschnitt von 6,1 Prozent. Der Krankenstand der erwerbstätigen AOK-Versicherten war im Landkreis Weilheim-Schongau mit 5,9 Prozent am höchsten. Im Landkreis Starnberg war er mit 4,8 Prozent am niedrigsten.
Die Stadt Weilheim erweitert den Spielplatz Huosiring. Hier entsteht der erste Spielplatz in Weilheim für Alle. Es werden neue Spielelemente zum Klettern, Balancieren, Rutschen und ein neuer Sandkastenbereich aufgebaut, heißt es. Ein Großteil der neuen Elemente ist inklusiv geplant und wird auch für Kinder mit Einschränkungen nutzbar sein. Für die Eltern soll es eine Sonnenliege zum Entspannen geben. Wenn das Wetter mitspielt und der neue Rasen gut anwächst, ist der Spielplatz Anfang Juli wieder geöffnet, so die Stadt.
IHK-Regionalausschuss Weilheim-Schongau im Bus unterwegs
Der IHK-Regionalausschuss Weilheim-Schongau vertritt die Interessen von rund 9.000 Unternehmen im Landkreis. Er fordert ein berechenbares und stabil verfügbares Verkehrsangebot für die Wirtschaft in der Region. Deshalb findet in diesen Minuten eine Busfahrt mit einem Hybrid-Bus durch Weilheim und Penzberg statt. Teilnehmer sind unter anderem die Landrätin des Landkreises Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausens Landrat. Themen sind unter anderem der Beitritt des Landkreises zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund, kurz MVV.
Wer heute auf der B2 im Tunnel Pöcking unterwegs ist, sollte besonders aufpassen. Die Bayernwerke arbeiten an den Trafostationen und stellen den Strom ab. Deshalb fällt die Beleuchtung aus. Zwischen 7 und 18 Uhr ist der Tunnel deshalb dunkler als sonst. Das Staatliche Bauamt Weilheim bittet um Vorsicht.
"Wunderheiler" aus Wolfratshausen soll Mädchen vergewaltigt haben - ab heute vor Gericht
Vor dem Münchner Landgericht beginnt heute ab 9.15 Uhr der Prozess gegen einen 64-Jährigen aus Wolfratshausen. Der Angeschuldigte bezeichnet sich selbst als Wunderheiler und Schamane. Im April 2022 hatte er Kontakt zu einer Familie, bei der er Therapien mit Massagen und Atemübungen durchführte.
Dabei soll er eine damals 14-Jährigen mehrfach sexuell missbraucht haben. Er fuhr unter anderem mit ihr in einen Wald, um sie dort zu behandeln. Dort musste sich das Mädchen nackt ausziehen. Der 64-Jährige versuchte sie dabei sexuell zu erregen. Außerdem soll der Mann die 14-Jährige auf einem Campingplatz vergewaltigt haben.
Mann vor Gericht - er soll Geldautomaten in Starnberg ausgespäht haben
Vor dem Münchner Landgericht muss sich ab heute ein 35-Jähriger verantworten. Er soll Teil einer Gruppe gewesen sein, die sich im Jahr 2017 zusammengeschlossen hatte, um eine Vielzahl von Geldautomaten in München und Umgebung zu sprengen. Unter anderem hatte sich die Gruppe eine Wohnung in Gilching gemietet. Von dort aus fuhr einer der Männer nach Starnberg, um diverse Banken auszuspähen. In der Gilchinger Wohnung wurden die Tatverdächtigen im Oktober 2018 schließlich auch festgenommen. Dem 35-Jährigen wird schwerer Bandendiebstahl mit Sachbeschädigung vorgeworfen.
In der Nacht von Freitag auf Samstag ist es in Mittenwald zu einer Auseinandersetzung in einem Club gekommen. Wie die Polizei jetzt mitgeteilt hat, waren zwei Brüder im Alter von 22 und 24 Jahren mit einem 21-Jährigen aneinandergeraten.
Eine Streife der Polizei Garmisch-Partenkirchen konnte die Situation vorerst beruhigen. Die Brüder zeigten sich aber weiter aggressiv und erhielten deshalb einen Platzverweis. Einige Stunden später ging eine Mitteilung ein, dass im Bereich der Dammkarstraße Schüsse gefallen waren und einer der Brüder dort gesichtet wurde. Gestern Morgen wurden deshalb die Wohnungen der beiden durchsucht. Dabei wurden eine Gaspistole und weiteres Beweismaterial gefunden. Gegen die Brüder wird nun ermittelt.
Umstrukturierung der Polizei in Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen
Ab August gibt es die Polizeiinspektion Mittenwald nicht mehr in ihrer jetzigen Form. Denn: Es wird umstrukturiert. Die Inspektion in Mittenwald wird künftig in die Inspektion in Garmisch-Partenkirchen integriert. Und in Mittenwald wird im Gegenzug eine Grenzpolizeistation errichtet. Gestern sind die Pläne offiziell vorgestellt worden. Wichtig war es den Beamten deutlich zu machen, dass die Dienststelle in Mittenwald nicht komplett geschlossen wird. Das war teilweise in der Bevölkerung vermutet worden.
Ziel ist es, die verfügbaren Kräfte effizienter und neu strukturiert einzusetzen - und das ohne Sicherheitsverlust.
Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wird aktuell der Antrag zur Entnahme des Wolfs, also dem Abschuss des Tieres, von der Regierung von Oberbayern geprüft. Auch der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen fordert ein Wolfsmanagement. Und heute Abend nimmt auch die Gemeinde Spatzenhausen in seiner Sitzung Stellung zu dem Thema. Denn der Wolf treibt sich auch regelmäßig rund um den Ort herum, so Bürgermeisterin Aloisia Gastl. Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist eine 30er Zone in der Wohnsiedlung rund um die Zugspitzstraße in Hofheim. Und: Ein Thema ist auch der Blaues Land Bus.
Für Volleyballspieler des Bundesligisten WWK Volleys aus Herrsching geht es heute Abend um alles. Die Mannschaft spielt daheim im Audi Dome gegen die Powervolleys Düren. Es ist das zweite Duell in der Viertelfinal-Serie im Rahmen der Playoffs. Am Ende steht die Deutsche Meisterschafft. Beim Hinspiel in Düren verloren die Herrschinger, heute muss ein Sieg her, sonst ist die Saison beendet. Gewinnen die Volleys dann würde es das alles entscheidende dritte Match am Ostersonntag in Düren geben.
Der ADAC rechnet über Ostern mit Staus auf vielen Autobahnen in Bayern. Im Vergleich zu den Corona-Jahren dürfte der Reiseverkehr um die Feiertage wieder deutlich zunehmen, heißt es. Besonders auf den Zufahrtsstrecken zu Urlaubsgebieten in den Alpen sei mit dichtem Verkehr und Stau zu rechnen. Deshalb ist auch das Oberland betroffen – vor allem die A95 und die B2 in Richtung Garmisch-Partenkirchen.
Herrsching: Sanierung der Martinskirche startet bald
Nach Ostern beginnt die Sanierung der alten Martinskirche in Herrsching. Laut des zuständigen Pfarrers Simon Rapp muss vor allem an der Statik des Kirchendachs und des Turms gearbeitet werden.
Ein weiteres Problem ist der Glockenstuhl. Auch hier stehen umfangreiche Sanierungen an. Denn aufgrund einiger Schwachstellen unter anderem am Mauerwerk dürfen die Glocken nicht mehr geläutet werden. Die Kosten der Sanierung sollen maximal bei 400.000 Euro liegen, heißt es. Bis spätestens Mitte August soll die Sanierung abgeschlossen sein.