Von Sonntag an gilt im Bahnverkehr ein neuer Fahrplan: Auch in diesem Jahr bringt dieser ein paar Veränderungen für das Oberland mit sich. Die wohl Größte tritt dabei erst zum neuen Jahr in Kraft. Ab dem 1.1.2026 wird der Landkreis Garmisch-Partenkirchen Teil des MVVs. Außerdem wird es mit dem Alpenbus zwischen Murnau und Rosenheim in Zukunft eine wichtige neue Ost-West-Verbindung geben ohne Umwege über München. Gestrichen werden dafür die ICE-Verbindungen zwischen Garmisch-Partenkirchen und Hamburg bzw. Berlin. Dafür gibts aus dem Werdenfelser Land in Zukunft eine Direktverbindung in den Südwesten nach Saarbrücken. Im Nahverkehr der Bahn ändert sich dagegen nichts.
Was Bahnreisende aus dem Oberland sonst noch wissen sollten:
Keine Preiserhöhung im Fernverkehr
Anders als in den Vorjahren hebt die Bahn die Preise im Fernverkehr diesmal nicht an. Auch bei den Bahncards ändert sich nichts. Im Nahverkehr haben die unterschiedlichen Verkehrsverbünde teils bereits im Laufe des Jahres höhere Kosten für Tickets festgelegt. Auch Nutzerinnen und Nutzer des Deutschlandtickets müssen ab Januar mehr zahlen: 63 Euro statt wie bisher 58 Euro.
Schnellere Taktung
Künftig im Stundentakt sollen schnelle ICE-Züge in rund vier Stunden zwischen München und Berlin via Nürnberg, Erfurt und Halle fahren. Ein neuer Sprinter sei morgens von Stuttgart (7.03 Uhr) nonstop nach Nürnberg (an 8.57 Uhr) unterwegs und von dort ohne Halt weiter nach Berlin (11.47 Uhr), retour um 16.12 Uhr ab Berlin via Nürnberg (19.01 Uhr) nach Stuttgart (20.57 Uhr) – und damit laut DB zwischen Nürnberg und Stuttgart in Rekordfahrtzeit von weniger als zwei Stunden.
Mehr Züge von München ins Ausland
Ab München, Rosenheim, Prien, Traunstein und Freilassing gibt es künftig mehr Direktverbindungen – nahezu zweistündlich – nach Klagenfurt und nach Graz. Um 10.16 Uhr fährt ein Eurocity (EC) ab München via Villach direkt nach Ljubljana und Zagreb.
Der ICE aus München via Augsburg nach Amsterdam fährt künftig zwei Stunden früher um 14.20 Uhr ab München mit Ankunft in Amsterdam um 21.29 Uhr. Neu geht es um 18.35 Uhr ab München über Nacht mit Schlaf-, Liege- und Sitzwagen direkt in die polnische Stadt Przemysl an der ukrainischen Grenze.
Touristische Anbindungen
Änderungen gibt es bei touristischen Reisezielen: Die umsteigefreie Anbindung von Garmisch-Partenkirchen an den Fernverkehr erfolge künftig an Wochenenden mit einer neuen ICE-Direktverbindung ab Saarbrücken (5.36 Uhr), Mannheim (7.11 Uhr), Stuttgart (7.57 Uhr), Ulm, Günzburg (9.10 Uhr), Augsburg (9.42 Uhr) und München (10.27 Uhr) – mit Ankunft um 12.05 bzw. 12.35 Uhr in Garmisch-Partenkirchen. Die Züge halten ebenso in Tutzing, Weilheim und Murnau.
Aus Richtung Hamburg und Berlin sollen Umsteigeverbindungen in München von ICE-Zügen zum eng getakteten Regionalverkehr bestehen bleiben.
Änderungen im Regionalverkehr
Der Fahrplanwechsel wirkt sich auch auf den Regional- und S-Bahn-Verkehr aus. Durch das Deutschlandticket seien insbesondere auf touristisch stark frequentierten Linien die Fahrgastzahlen stark gestiegen, so die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG). Deswegen sei etwa die Kapazität auf der Strecke München-Salzburg erhöht worden. Im Gegenzug gebe es an anderer Stelle Einsparungen.
Alpenbus nimmt Fahrt auf
Von Murnau über Bad Tölz bis nach Rosenheim: Mit dem Fahrplanwechsel schaffen die neuen ExpressBus-Linien eine direkte Ost-West-Verbindung – ganz ohne den Umweg über München. So werden Orte entlang der Alpenkette sowie zahlreiche Ausgangspunkte für Aktivitäten im Voralpenraum deutlich leichter und entspannter mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Fahrplan 2026 im Netz verfügbar
Die neuen Verbindungen des Fahrplans 2026 sind in der Fahrplanauskunft auf www.bahn.de sowie im DB Navigator abrufbar.