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News für den 12. Januar 2026
Nach Schussvorfall in Schongau - 42-Jähriger kämpft weiter um sein Leben
Nach einem rätselhaften Schussvorfall in Schongau kämpft ein 42-jähriger Mann weiterhin um sein Leben. Er war am Samstagmorgen mit einer schweren Schussverletzung aufgefunden und per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Die Polizei ermittelt gegen einen 62-jährigen Bekannten, der im Verdacht steht, trotz der offensichtlichen Verletzung keine Hilfe geleistet zu haben. Der Mann wurde vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Der genaue Ablauf des Geschehens ist weiterhin unklar.
Polizei warnt vor Schockanrufwelle - Weilheimerin verliert fünfstellige Summe
Im Oberland meldet die Polizei aktuell eine ganze Welle von Schockanrufen. In Wildsteig registrierten die Beamten am Wochenende gleich mehrere solcher Betrugsversuche. Die Kriminellen erkundigten sich dabei nach Geld- und Sachwerten und nach den Wohnverhältnissen der Opfer. Laut Polizei durchschauten die Bürgerinnen und Bürger die Masche und legten auf. Zu spät durchschaut hat die Masche am Freitag eine 84-jährige Weilheimerin. Sie wurde von angeblichen Polizeibeamten angerufen, denen sie letztlich Bargeld in niedriger fünfstelliger Höhe übergab. Auch im Raum Penzberg und Geretsried warnen die Beamten zurzeit vor einer Häufung solcher Betrugsfälle.
Durchfahrverbot in Farchant: Bürgermeister zieht eine erste Bilanz
Ein Durchfahrtsverbot entlang einer Bundesstraße – deutschlandweit einmalig. In Farchant gilt diese Regelung seit den Weihnachtsferien jeweils von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen. Zeit, um ein erstes Fazit zu ziehen und das fällt laut Bürgermeister Christian Hornsteiner zweigeteilt aus.
„Die verkehrsreichen Tage wie am 27. Dezember, da war nicht nur bei uns in der Region viel Verkehr, sondern im kompletten Alpenraum. Dann entsteht einfach viel Verkehr und da ist die Reisewelle auch wieder durch Farchant durchgeflossen“.
Positiv allerdings:
"An den verkehrsreichen Tagen hatten wir auch auf den Nebenstraßen kein Chaos. Da ist man jederzeit in Farchant durchgekommen, obwohl auf der Hauptstraße Verkehr war“.
Wichtig sei jetzt, dass die Navigationssysteme künftig anzeigen, dass hier ein Durchfahrtsverbot gilt. Soweit sei man aber noch nicht, so Hornsteiner.
Knappe Blutreserven: welche Blutgruppe zurzeit besonders gefragt ist
Im Oberland werden dringend Blutspenden benötigt. Die Bestände sind in den vergangenen Wochen in ganz Deutschland deutlich gesunken. Das meldet das Universitätsklinikum Leipzig. Es fehlen demnach vor allem Blutkonserven der Blutgruppe 0 Rhesus positiv. Gründe für den aktuellen Engpass sind laut Medizinern eine Erkältungswelle, die potenzielle Spender ausfallen lässt und das Winterwetter. Das beeinträchtige sowohl die Spendenbereitschaft als auch die Durchführung von Blutspendeterminen.
Stiftung: Winter setzt Wildtieren zu - wie wir helfen können
Der eisige Winter macht's den Wildtieren im Oberland gerade richtig schwer - gefrorene Böden und Gewässer, dazu die Kälte, das kostet die Tiere viel Energie. Eichhörnchen kommen nicht mehr an ihre Vorräte ran, Singvögel finden kaum noch Futter. Die Wildtier Stiftung sagt: Am wichtigsten ist, die Tiere nicht zu stören - also auf den Wegen bleiben, Hunde anleinen und Rückzugsräume respektieren. Wer helfen will: Vögel und Eichhörnchen freuen sich über Futter und eisfreie Wasserstellen.
Geretsried: Mann liegt bei Kälte hilflos im Gebüsch - Junger Mann wird zum Lebensretter
Ein junger Mann aus Geretsried ist wohl zum Lebensretter geworden. Der 26-Jährige entdeckte am Wochenende einen Rentner, der hilflos im Gebüsch lag. Der Mann alarmierte sofort die Polizei. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass der 87-Jährige zwar unverletzt war, aber aufgrund der Kälte und seines Zustands dringend Hilfe benötigte. Er wurde anschließend in die Obhut seiner Tochter übergeben. Nur durch das schnelle und aufmerksame Handeln des jungen Mannes konnten weitere gesundheitliche Schäden verhindert werden, so die Polizei.
In Söcking brennt ein E-Auto - in Antdorf kommt es zu einem Wohnhausbrand
Der Brand eines E-Autos hat in Söcking am Wochenende für großes Aufsehen gesorgt. Laut Einsatzkräften gab es am Samstagabend ein explosionsartiges Geräusch. Anschließend wurde die Windschutzscheibe des Fahrzeugs auf ein Hausdach geschleudert. Das Elektroauto brannte komplett aus. Verletzt wurde niemand. Der Schaden liegt bei rund 60.000 Euro. Ursache ist wohl ein technischer Defekt.
Gebrannt hat es auch in Antdorf. Dort kam es in einem Einfamilienhaus zu einem Feuer. Auslöser war wohl eine defekte Elektroheizung. Verletzte gab es keine. Die Schadenshöhe wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.
Warnung vor Glatteis im Oberland – Integrierte Leitstelle ist vorbereitet
Das ganze Oberland blinkt heute auf der Warnkarte rot. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer unwetterartigen Glatteislage. Wenn der Regen später auf die kalten Böden trifft, kann das zu Blitzeis und rutschigen Straßen führen. Der Schwerpunkt bei uns im Oberland wird der Vormittag sein. Die Warmfront zieht von West nach Ost. Zuerst sind die Regionen in Weilheim-Schongau und Landsberg betroffen. Dort gilt die Unwetterwarnung ab etwa 8 Uhr, weiter östlich im Raum Bad Tölz - Wolfratshausen ab Mittag. Die Integrierte Leitstelle Oberland ist vorbereitet. Auf Abruf steht zusätzliches Personal bereit, sagte ein Sprecher gegenüber Radio Oberland.
Tirol: Fußballturnier in Reutte eskaliert - Verletzte nach Prügelei
Der Blick zu unseren Nachbarn nach Tirol. In Reutte ist ein Hobby-Fußballturnier am Wochenende völlig aus dem Ruder gelaufen. Nach einem Foul eskalierte die Lage. Es kam zu Tumulten zwischen den Spielern und den Zuschauern. Ordner mussten eingreifen. Die Bilanz: bei der Prügelei wurden zwei Männer verletzt. Die Gastmannschaft aus Memmingen musste außerdem von der Polizei aus der Kabine eskortiert werden. Im Einsatz waren mehrere Streifen aus dem Bezirk Reutte.
Biathlon: Selina Grotian bangt um Olympia - Ruhpolding wohl letzte Chance
Biathletin Selina Grotian aus Mittenwald muss um ihren Olympia-Traum zittern. In der Verfolgung beim Weltcup in Oberhof landete die 21-Jährige gestern auf Rang 23. Rund ein Monat vor den Winterspielen hat Grotian die Olympia-Norm damit noch immer nicht in der Tasche. Die nächste und wohl letzte Chance gibt es für die Mittenwalderin beim Weltcup ab Mittwoch in Ruhpolding. Besser gelaufen ist es für den Murnauer David Zobel. Als Schlussläufer führte er gestern die Männer-Staffel auf Platz fünf.
Volle Punkteausbeute für den SC Riessersee und den EC Peiting am Wochenende in der Oberliga-Süd. Nach dem Überraschungserfolg am Freitag im Derby gegen Tölz gewann der SCR auch gestern Abend. Mit einem 2:1-Sieg in Lindau holen die Werdenfelser wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze. Dem EC Peiting gelang der dritte Sieg in Folge. Mit einem 4:2 am Abend in Stuttgart. Die Tölzer Löwen bleiben zuhause eine Macht. Der ECT feierte mit einem 5:3 gegen Höchstadt den dritten Heimsieg in Serie.
Feneberg-Pleite: Was die Insolvenz für Mitarbeiter und Kunden bedeutet
Es ist eine Hiobsbotschaft für Mitarbeiter und Kunden. Die Supermarkt-Kette Feneberg ist pleite. Das Allgäuer Familienunternehmen hat Insolvenz angemeldet und flüchtet unter den Schutzschirm. Das heißt: der Geschäftsbetrieb läuft zunächst weiter und es wird an einem Sanierungsplan gearbeitet. Betroffen sind rund 3.000 Angestellte. Das Schutzschirmverfahren hat auch Auswirkungen für zahlreiche Kunden. Alle Gutscheinkarten und Gutscheine können ab sofort nicht mehr eingelöst werden. Feneberg hat im Oberland fünf Filialen. In Landsberg, Altenstadt, Steingaden und zwei in Peißenberg.
Lebensgefahr: Wasserwacht warnt vor Betreten der Eisfläche am Wörthsee
Sturm, Schnee, Regen, mal mild, mal kalt – die Wetterkapriolen wirken sich auf auch die teils gefrorenen Gewässer im Oberland aus. Das Eis am Wörthsee beispielsweise verschwindet und bricht immer mehr auf. Die Wasserwacht warnt und sagt: das Betreten der verbliebenen Eisfläche ist lebensgefährlich. Lebensgefahr herrscht auch auf der Eisfläche im Loisach-Isar-Kanal. Sie darf auf keinen Fall betreten werden, teilt die Uniper Kraftwerke GmbH mit.
Lawinengefahr: Wie die Lage in den Bergen im Oberland und Tirol ist
Der Neuschnee vom Wochenende hat auch Folgen in den Bergen. Im Oberland ist die Lawinengefahr erheblich. Das meldet der Lawinenwarndienst Bayern. In den Ammergauer und Werdenfelser Alpen etwa gilt die Gefahrenstufe 3 von 5. Das heißt: Lawinen können besonders an Steilhängen leicht ausgelöst werden. Statistisch ereignen sich bei Gefahrenstufe 3 die meisten Lawinenunfälle. Bei unseren Nachbarn in Tirol herrscht teils große Lawinengefahr. Das entspricht Warnstufe 4.