Nach Prozess zum Zugunglück bei Burgrain - GDL fordert Bahnreform
Der Prozess um das tödliche Zugunglück bei Burgrain ist gestern mit Freisprüchen für die beiden Angeklagten zu Ende gegangen. Mit dem Abschluss des Verfahrens fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) jetzt eine radikale Bahnreform mit klarer Trennung von Netz und Konzern. „Das Urteil zeigt: Schuld hat ein über Jahrzehnte kaputt gespartes Bahnsystem“, sagte der bayerische GDL-Bezirksvorsitzende Uwe Böhm. Einzelne Eisenbahner dürften nicht für diese strukturellen Defizite und die Bahnpolitik verantwortlich gemacht werden. Die Finanzierung müsse verlässlich sichergestellt sein. Außerdem müsse ein stärkerer Fokus auf Erhalt und Sicherheit des bestehenden Netzes liegen.