Kuhfladen-Streit in Pähl: Aiwanger kommt vorbei und will Strafe zahlen
In Pähl ist eine Diskussion über Kuhfladen entfacht. Zuletzt war eine Straße in der Gemeinde so dicht mit den Hinterlassenschaften verschmutzt, dass sich ein Anwohner bei den Behörden beschwert hat. Jetzt soll der Bauer 100 Euro plus Gebühren zahlen. Dazu äußerte sich auch Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer, selbst Landwirt: „Eine Verschmutzung bis zu einem bestimmten Grad ist kein Problem.“ Hier aber wäre der Anwohner „ohne in die Scheiße zu treten gar nicht aus der Straße herausgekommen“. „Das Maß war klar und deutlich überschritten“, sagte Grünbauer und ergänzte: „Bei aller Liebe zur Landwirtschaft.“
Jetzt schaltet sich aber auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in den Kuhfladen-Streit ein. Er wolle notfalls das Bußgeld gegen den Landwirt übernehmen. „Ich kann die Kühe halt nicht mit dem Hubschrauber auf die Weide fliegen und ihnen auch keine Windel anlegen. Das passiert eben, dass die Kuh auf die Straße scheißt“, sagte der Minister.
Aiwanger wird sich am Montag selbst ein Bild von der Situation machen und nach Pähl fahren. Der Wirtschaftsminister möchte den Landwirten vor Ort die Möglichkeit geben zu erklären, wie es zum Streit gekommen ist und wie es weitergehen soll. Aiwanger: „Ich möchte für das grundsätzliche Verständnis für die Weidetierhaltung werben. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Rohstofflieferant. Die Weidehaltung ist essenziell für den Erhalt der Kulturlandschaft und prägt das touristische Bild Bayerns. Diese Botschaft wollen wir vermitteln.“