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News für den 01. August 2022
Pähl: Zu viel Kuhfladen - Minister zahlt Bußgeld für Bauern
Der Bußgeldbescheid, den ein Landwirt in Pähl wegen zahlreicher Kuh-Fladen erhalten hat, schlägt weiter hohe Wellen. Heute hat sich Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger in den Streit eingeschaltet. Vor Ort überreichte er dem Landwirt 130 Euro – die Höhe des Bußgelds, das der Bauer zahlen soll. Dies führe deutlich zu weit, kritisierte Aiwanger. Das Landratsamt, bei dem sich ein Anwohner wegen der Hinterlassenschaften beschwert hatte, forderte die Gemeinde Pähl zum Handeln auf. Der Kuhfladen-Streit könnte aber schon bald Geschichte sein. Der betroffene Bauer baut einen neuen Stall und muss dann seine Herde nicht mehr durchs Dorf treiben.
Wolfratshausen: Mann kracht mit Auto in Schaufenster
In Wolfratshausen ist ein 80-jähriger Autofahrer heute in das Schaufenster eines Reformhauses gekracht. Wie die Polizei mitteilt, wollte der Mann rückwärts ausparken und verlor wegen eines Fahrfehlers dann die Kontrolle über seinen Wagen. Verletzt wurde niemand. Der Gesamtschaden liegt bei über 12.000 Euro.
Brandanschlag führt zu Einschränkungen im Netz Ammersee-Altmühltal
Im Werdenfelser Land sind derzeit zahlreiche Bahnstrecken gesperrt. Unter anderem wegen Reparaturarbeiten. Jetzt führt auch noch ein Brandanschlag zu Einschränkungen im Netz Ammersee-Altmühltal. Das meldet die Bayerische Regiobahn BRB. Durch den Vandalismusschaden komme es unter anderem zu Signalausfällen. Die Reparaturarbeiten werden laut BRB bis morgen dauern. In dieser Zeit müssten Fahrgäste zwischen Augsburg und Weilheim mit großen Verspätungen und Zugausfällen rechnen.
Mögliches Sexualdelikt in Tutzing - Kripo sucht Zeugen
In Tutzing ist eine 36-jährige Frau möglicherweise Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden. Die Polizei hat in diesem Zusammenhang jetzt einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 19-Jährige soll die Frau am Wochenende in der Nähe des Bahnhofs zunächst unsittlich berührt haben. Im Verlaufe des Abends sei die Bekanntschaft weiter zudringlich geworden und hätte sie mehrfach gegen ihren Willen im Intimbereich berührt. Der junge Mann wurde vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft erlies einen Haftbefehl gegen den 19-Jährigen. Die Kripo sucht nach Zeugen.
Icking: Einbruch in Tankstelle - Diebe erbeuten hohen Geldbetrag
In der vergangenen Nacht ist die Tankstelle an der B11 in Icking Ziel eines Einbruchs geworden. Bisher unbekannte Täter gelangten in den Innenraum der Tankstelle und klauten einen Würfeltresor. Vorher hatten sie die Videoüberwachungsanlage außer Betrieb gesetzt. Die Polizei Wolfratshausen konnte Spuren sichern, die zur Ermittlung der Täter führen könnten. Bei dem Einbruch wurde ein fünfstelliger Geldbetrag entwendet. Die Beamten suchen nach Zeugen.
Bevölkerungszuwachs im Oberland durch ukrainische Geflüchtete
Die Einwohnerzahlen in Bayern sind im ersten Quartal 2022 so stark angestiegen, wie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1972 nicht mehr. Laut des Bayerischen Landesamts für Statistik ist das eine Auswirkung des Kriegs in der Ukraine. Dem Trend folgt auch das Oberland. In den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech sind im ersten Quartal dieses Jahres jeweils mehr Menschen dazugekommen als noch im Vorjahr.
Hochwasserausbau: Straße zwischen Murnau und Schwaiganger wird höher gelegt
Jetzt geht es los: nach jahrelanger Planung wird ab heute die Staatsstraße zwischen Murnau und Schwaiganger hochwassersicher ausgebaut. Das Teilstück soll erhöht und künftig auf einem Damm verlaufen. Dazu muss der Untergrund mit Betonstopfsäulen und einem darüber liegenden Tragsystem stabilisiert werden. Bis in den Herbst hinein wird nun ein Bohrplanum am Rand der Fahrbahn erstellt. Dafür muss Torf ausgegraben werden, der zur Renaturierung wiederverwendet wird. Die Staatsstraße bleibt während der Maßnahme für den Verkehr geöffnet. Anfang 2023 wird die Strecke dann komplett gesperrt, um die Straße zu erhöhen und daneben einen Geh- und Radweg zu bauen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 8,8 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen Ende 2023 abgeschlossen sein.
Polizeibekannter 14-Jähriger begeht Einbruch in Garmisch-Partenkirchen
Gestern Vormittag ist ein 14-Jähriger in einen Schreibwarenladen in der Schornstraße in Garmisch-Partenkirchen eingebrochen. Er brach eine Glastür auf und klaute ein Sparschwein mit rund 50 Euro. Der Junge ist bereits Polizeibekannt – und weil es nicht sein erster Einbruch war, erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall.
Suche nach vermisstem Schwimmer im Starnberger See geht weiter
Die Suche nach einem vermissten Schwimmer im Starnberger See geht weiter. Laut der Kreiswasserwacht Starnberg lässt sich der Ort, an dem eine Person untergegangen ist, aber nur sehr schwer konkret lokalisieren. Zudem führen mögliche Strömungen dazu, dass der Untergegangene nicht senkrecht nach unten sinken, sondern unter Umständen viele Meter weit weggetrieben wird. Der 32-Jährige war gestern nach Aussagen von Freunden, die ihn auf einem Schlauchboot begleitetet hatten, rund 300 Meter vom Ufer bei Berg entfernt von einem Motorboot überfahren worden und untergegangen. Das Boot wurde bereits von der zuständigen Staatsanwaltschaft sichergestellt, nun soll es ein unfallanalytisches Gutachten geben. Laut Wasserwacht stoppte der Fahrer des Motorbootes sofort und beteiligte sich an der Suche nach dem Vermissten.
Die Stadtwerke Weilheim prüfen ihr Wassernetz regelmäßig auf mögliche Lecks. In der Münchner Straße ist nun eins in einem Rohr Höhe der Fußgänger Ampel entdeckt worden. Um den Schaden zu beheben, wird ab heute der Verkehr und der Stadtbus umgeleitet, so heißt es. Die Maßnahme dauert voraussichtlich bis morgen Abend. Die Haltestellen Unterer Graben Ost und West sind an den Tagen aufgehoben – ein Zustieg in den Bus ist nur an den Haltestellen Bürgerheim möglich. Bei längeren Hitzeperioden können sich die Wasserrohrbrüche häufen, so die Stadtwerke. Der Grund: Die Böden ziehen sich zusammen und durch die Erdbewegungen können Risse in den Rohren entstehen.
Am Samstagnachmittag ist unter anderem das SEK in Geretsried-Gartenberg angerückt. Wie die Polizei gegenüber Radio Oberland bestätigt hat, war sie zu einer Sachbeschädigung mit Bedrohungslage gerufen worden. Ein 33-jähriger Geretsrieder, der in der Kellerwohnung seiner Eltern lebt, hatte in einer psychischen Ausnahmesituation damit begonnen, das Mobiliar im Haus zu zerstören. Anschließend bedrohte er seine Eltern. Weil sich der polizeibekannte 33-Jährige in seiner Kellerwohnung verbarrikadierte, wurde das Sondereinsatzkommando hinzugerufen. Der Mann konnte daraufhin laut Polizei widerstandslos festgenommen und in eine psychiatrische Klinik eingeliefert werden. Verletzt wurde niemand.
In der Arzbacher Straße in Bad Tölz erneuern die Stadtwerke aktuell die Strom- und Wasserleitungen. Deshalb muss der Bauabschnitt Höhe der Asklepios Stadtklinik ab heute komplett gesperrt werden. Rund zwei Wochen lang können ab dem Max-Höfler-Platz bis zur Zufahrt des öffentlichen Parkplatzes nur Anlieger in die Baustelle fahren. Eine Umleitung ist eingerichtet.
Schon seit Herbst vergangenen Jahres ist die neue Berufsschule in Weilheim in Betrieb – jetzt ist das Millionenprojekt nochmal Thema im Kreisausschuss. Denn: die meisten Arbeiten sind abgeschlossen und damit herrscht bei der aktuellen Gesamtkosten-prognose bereits eine relative Kostensicherheit. Aktuell geht das Landratsamt von rund 72,9 Millionen Euro und damit von einer Kostensteigerung von gerade einmal 3,5 Prozent aus. Knapp 15 Prozent der Aufträge müssen noch final abgerechnet werden – deswegen könnte die Gesamtsumme noch angepasst werden.
Weitere Kritik nach Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen
Knapp zwei Monate nach dem Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten ist noch immer unklar, wann auf der Strecke wieder Züge rollen. Auch zur Schadenshöhe äußerte sich die Deutsche Bahn bisher nicht. Experten kritisieren die Verzögerungen.
Wenn die Baustelle Priorität hätte, wäre das binnen weniger Wochen fertig, sagte der Professor für das Fachgebiet Schienenfahrzeuge an der TU Berlin, Markus Hecht, der Deutschen Presse-Agentur. Er brachte zudem Sensoren ins Spiel, die Veränderungen am Gleis frühzeitig anzeigen und so Unfälle verhindern helfen könnten.
Thomas Strang, Experte für Kommunikation und Navigation am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, kritisiert die Informationspolitik der Bahn. Die Öffentlichkeit habe ein berechtigtes Interesse, informiert zu werden, auch über Zwischenstände. Der Sanierungsstau aus Jahrzehnten lasse sich nicht kurzfristig beheben, sagte Strang. Er sprach sich deshalb für Messtechnik an normalen Zügen aus. Mit preiswerten Sensoren könnten bei regulären Fahrten permanent mögliche Schwachstellen frühzeitig erkannt werden.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Unglück gegen vier Mitarbeiter der Deutschen Bahn wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Dabei sind zwei Fahrdienstleiter im Visier der Ermittler.
Es sind Sommerferien im Oberland – passend dazu hat die Rigi Rutsch’n in Peißenberg einen Badebus organisiert. Er fährt immer montags und mittwochs in den Ferien, und zwar über Eberfing, Etting, Polling und Oderding. Bei schlechtem Wetter entfällt der Bus. Alle Infos dazu finden Sie online auf www.rigirutschn.de
Sprit-Geld für Schulbusse im Landkreis Weilheim-Schongau
Ende des Monats läuft der staatliche Tankrabatt aus – und dann dürfte der Sprit wieder spürbar teurer werden. Das merken auch die Busunternehmer im Oberland. Deswegen könnte es für die Schulbus-Betriebe im Landkreis Weilheim-Schongau auch weiterhin eine finanzielle Spritze geben. Darüber spricht heute der Kreisausschuss. Demnach sollen die Unternehmen bis Ende 2022 einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent bekommen. Die Mehrkosten für den Landkreis würden sich auf knapp 21.000 Euro belaufen.
Ältere Damen fällt auf Schockanruf rein - Betrüger erbeuten gut 60.000 Euro
Eine über 70-Jährige aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist vergangene Woche Opfer eine Schockanrufs geworden. Die Dame verlor an ihrer Haustür Bargeld und Wertgegenstände im Wert von über 60.000 Euro an die Telefonbetrüger. Die Frau bekam Ende letzter Woche am frühen Nachmittag einen Anruf. Am anderen Ende er Leitung gab eine Person vor, ihr Enkel zu sein. Anschließend erklärte eine weibliche Stimme, dass der Enkel einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Um nicht ins Gefängnis zu müssen, müsse er eine Kaution bezahlen. Wenige Minuten nach dem gut 45-minütigen Telefonat erschien ein unbekannter Mann an der Haustür, der die „Kaution“ ohne großen Wortwechsel entgegen. Kurze Zeit später rief die über 70-Jährige selbst die Polizei. Die Täter konnten flüchten.