Im millionenschweren Prozess um die Insolvenz der Großmetzgerei Sieber hat eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs die Chancen des beklagten Freistaats Bayern erhöht. Das Oberlandesgericht München vertagte sich am Donnerstag zwar lediglich, doch aller Voraussicht nach wird es im Herbst und Winter in die Beweisaufnahme gehen. Zuvor hatte es eher schlecht für den Freistaat ausgesehen. In dem Prozess verklagt der Insolvenzverwalter der Metzgerei Bayern auf mehr als 12 Millionen Euro. Der Betrieb hatte Insolvenz anmelden müssen, nachdem Bayern den Verkauf seiner Waren verboten hatte. In der ersten Instanz war er damit gescheitert, das Gericht hatte zuletzt allerdings deutlich gemacht, dass es das Verbot als rechtswidrig ansehen könnte - das hätte wohl einen Niederlage des Freistaats bedeutet. Hier kommt nun der EuGH ins Spiel: Aus einer Entscheidung Ende Juni in einem ähnlichen Fall könnte hervorgehen, dass die exakten Grenzwerte nicht entscheidend sind. Sollte das Gericht dieser Auffassung folgen, würde das den Weg für einen ganzen oder teilweisen Sieg des Freistaats öffnen.
Kochelsee: Gestohlenes Boot nach fünf Jahren wieder aufgetaucht
Ein gestohlenes Segelboot vom Kochelsee ist nach über fünf Jahren wieder aufgetaucht. Schleierfahnder der Polizei entdeckten das Boot jetzt auf einem Anhänger an einer Autobahnraststätte der A8 bei Rohrdorf. 2017 wurde das Segelboot samt Anhänger als gestohlen gemeldet. Jetzt hat es wohl jemand auf dem Parkplatz abgestellt und ist dann weitergefahren. Die Polizei will nun herausfinden, wie und weshalb das Boot auf das Gelände der Rastanlage kam, und sucht Zeugen.
In Penzberg hat die Suche nach einem vermissten Mann ein gutes Ende genommen. Der 62-Jährige ist wohlbehalten wieder aufgetaucht. Er war gestern Vormittag aus einem Seniorenheim verschwunden. Die Polizei ortete daraufhin das Handy des Vermissten. Die Spur führte allerdings zu einer 23-Jährigen, die das Handy vor zwei Tagen am Stadtplatz Penzberg gefunden hatte. Heute Morgen dann die Entwarnung. Der 62-Jährige wurde an einer Tankstelle in Bad Tölz gefunden. Er wurde von den Beamten zurück ins Seniorenheim gebracht.
Bei einem schweren Unfall auf der B2 bei Krün sind heute Mittag mehrere Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, stießen auf Höhe Bärnbichl ein Motorrad und ein Auto zusammen. Vor Ort sind zahlreiche Rettungskräfte. Auch ein Hubschrauber ist im Einsatz. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Ein Gutachter ist an der Unfallstelle.
"Pro Krankenhaus Schongau" startet landkreisweites Bürgerbegehren
Das Aktionsbündnis Pro Krankenhaus Schongau macht ernst: Die Mitglieder starten ein landkreisweites Bürgerbegehren gegen den Bau eines geplanten Zentralklinikums im Landkreis. Das Aktionsbündnis will mit der Unterschriftensammlung den Erhalt der beiden Krankenhäuser Schongau und Weilheim erreichen. Die zuletzt eingereichte Petition habe im Kreisrat wenig Gehör gefunden, sagte eine Sprecher von Pro Krankenhaus Schongau. Nun sei es an der Zeit, dass die Menschen ihre Meinung durch ein Bürgerbegehren offiziell abgeben. Bis Anfang September will das Aktionsbündnis Unterschriften sammeln. Notwendig sind dazu 5 Prozent der stimmberechtigten Landkreisbürger – also etwa 5.500 Unterschriften. Wenn das Bürgerbegehren erfolgreich sei, dann würden im nächsten Schritt in allen Gemeinden Listen zum Bürgerentscheid ausliegen.
Radsport-EM: In Landsberg startet das Straßenrennen der Frauen
Im August kommt im Oberland ein bisschen Tour de France Flair auf. Im Rahmen der European Championships München starten gleich zwei Radrennen in der Region. Am 14. August fällt in Murnau der Startschuss für das Straßenrennen der Männer. Für die Frauen geht es am 21. August in Landsberg los. Von dort geht es für die Fahrerinnen vorbei am Ammersee über Wolfratshausen nach München. In Dießen ist unter anderem eine Fanmeile geplant. Über das Rahmenprogramm informieren die Organisatoren heute in Landsberg.
Der Kampfmittelräumdienst hat die Abwurfbombe erfolgreich entschärft. Alle evakuierten Personen dürfen in ihre Häuser zurückkehren.
### Erstmeldung ###
Heute Morgen ist auf einer Baustelle im Rotkehlchenweg im Geretsrieder Stadtteil Gartenberg erneut Weltkriegsmunition gefunden worden. Nach ersten Einschätzungen handelt es sich wieder um eine 75 Kilogramm schwere Fliegerbombe. Um den Fundort wurde ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 300 Metern definiert. Der Kampfmittelräumdienst soll in dieser Stunde am Einsatzort eintreffen. Es wurden Verkehrssperren rund um den Fundort im Rotkehlchenweg eingerichtet. Erst am Dienstag war auf genau derselben Baustelle eine Fliegerbombe entdeckt und entschärft worden.
Baugebiet mit Wohnungen und Gewerbe Thema im Wielenbacher Gemeinderat
Die Gemeinde Wielenbach treibt die Planungen für das neue Baugebiet im Norden des Dorfes voran. Auf dem Areal soll Platz für Gewerbe und Wohnungen entstehen. Für die Wohnbebauung ist eine Fläche von rund 5.500 Quadratmetern vorgesehen. Geplant sind rund 30 Wohneinheiten für etwa 100 Menschen. In welcher Form der Wohnraum entstehen soll will der Gemeinderat unter anderem heute Abend entscheiden. Also ob Einfamilienhäuser, Reihenhäuser oder mehrere Wohneinheiten gebaut werden.
Der vermisste 62-Jährige aus Penzberg ist wohlbehalten wieder aufgetaucht. Wie die Polizei nun mitgeteilt hat, wurde der Mann heute Vormittag in Bad Tölz angetroffen. Eine Streife der Penzberger Polizei brachte ihn zurück ins Seniorenzentrum.
Staatssekretärin Manuela Rottmann in Murnau zu Gast - es geht um die Moore im Landkreis
Das Murnauer Moos, das Loisachmoos in Benediktbeuern oder das Wiesfilz im Pfaffenwinkel. Das Alpenvorland beheimatet zahlreiche Moorflächen in Bayern. Wie wichtig die Wiedervernässung der Moore ist, wollen die Kreistags-Grünen in Garmisch-Partenkirchen heute Staatssekretärin Manuela Rottmann bei einem Besuch vor Ort zeigen. Dabei soll es auch um die „Nationale Moorschutzstrategie“ gehen. Die Moore speichern große Mengen Kohlenstoff und helfen laut Experten die Klimaerwärmung abzuschwächen. Im Freistaat soll bis 2040 ein Viertel der Moorflächen renaturiert werden.
35-Jähriger unter Drogeneinfluss bei Garmischer Polizei
Das war eine denkbar schlechte Idee. Ein 35-Jähriger ist in Garmisch-Partenkirchen pünktlich mit dem Auto zu einem Polizeitermin erschienen. Weil sich der Mann aber auffällig verhielt, führte die Polizei einen Drogentest durch. Der verlief laut Beamten positiv. Da der 35-Jährige also unter Drogeneinfluss zur Inspektion gefahren war, musste er den Führerschein abgeben und zu Fuß nach Hause gehen.
Nach Zugunglück in GAP: Bürgermeister:innen schreiben Brief an die Deutsche Bahn
Es sind deutliche Wort in Richtung der Deutschen Bahn. Alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie der Landrat haben sich in einem Brandbrief an das Unternehmen gewandt. Der Zustand der Strecke der Werdenfelsbahn sei katastrophal, schreiben die Unterzeichner. Die Bahnlinie sei die Lebensader für viele Pendler, Gäste und Schüler – derzeit aber praktisch kaum vorhanden. Sie bemängeln zudem, den so wörtlich, chaotischen Schienenersatzverkehr. Die Kommunikation sei außerdem so gut wie nicht vorhanden und die Verkehrswende im Landkreis so schlicht nicht erreichbar. Im Schreiben wird die Deutsche Bahn umgehend zum Handeln aufgefordert. Außerdem verlangen die Unterzeichner einen persönlichen Dialog und konkrete Zeitabläufe für die Umsetzung der Maßnahmen.
Bergsteiger verletzt sich an der Benediktenwand schwer
Bei einem Unfall an der Benediktenwand ist ein Bergsteiger schwer verletzt worden. Der 38-Jährige war am Dienstag am sogenannten Maximiliansteig unterwegs. Im steilen Gelände verlor er laut Polizei die Orientierung und stürzte rund 30 Meter tief ab. Dabei kam er auf einem Absatz zum Liegen, bevor es erneut 100 Meter in die Tiefe gegangen wäre. Ein Hubschrauber brachte den Mann mit Verletzungen an Händen und Beinen in eine Klinik.
Mutmaßlicher Drogendealer aus Wielenbach vor Gericht
Vor dem Landgericht München muss sich ab heute ein mutmaßlicher Drogendealer aus Wielenbach verantworten. Der 28-Jährige soll im Raum Weilheim über mehrere Jahre hinweg mit Betäubungsmitteln gehandelt haben. Insbesondere mit Amphetamin, Marihuana und Methamphetamin. Dem Mann werden mehr als 30 Fälle zur Last gelegt, in denen er die Drogen gekauft und gewinnbringend weiterverkauft haben soll.
Temperaturen im Juli zu warm - Regen dagegen zu wenig
Die Temperaturen im Juli waren im Oberland im Schnitt deutlich zu hoch. Außerdem gab es übermäßig viel Sonnenschein und die Regen-Bilanz fällt bitter aus. Die Menschen in der Region haben im Juli ordentlich geschwitzt und die Natur hat nach Wasser gelechzt. Im Vergleich zum langjährigen Mittel war der vergangene Monat auf der Zugspitze mit 5,1 Grad um fast 3 Grad zu warm. Der Monatsrekord wurde aber nicht gebrochen. Der datiert mit einer Durchschnittstemperatur von 6,5 Grad aus den Jahren 2006 und 2015. Besonders fleißig war die Sonne. Die Wetterwarte verzeichnete 208 Sonnenstunden. Ein Plus von fast 20 Prozent zum langjährigen Mittel. Mit 85,6 Litern Niederschlag pro Quadratmeter, erreichte der Juli gerade mal die Hälfte der durchschnittlichen Monatsmenge.
Klettern, rutschen, wippen: für Kinder in Wolfratshausen gibt es eine neue Attraktion. Der Spielplatz an der Mehrzweckhalle in Farchet ist saniert und die neuen Spielgeräte sind einsatzbereit. Das schreibt die Stadt Wolfratshausen. Die Kommune investierte rund 65.000 Euro in die Neugestaltung. Seit 2018 wurde der Spielplatz umgebaut.
Oberlandesgericht München verhandelt über Geretsrieder Großmetzgerei Sieber
Das juristische Tauziehen um die Pleite der Geretsrieder Großmetzgerei Sieber geht in die nächste Runde. Vor dem Oberlandesgericht München wird heute weiterverhandelt, ob der Freistaat Bayern durch seine Maßnahmen im Listerien-Skandal die Insolvenz verschuldet hat. Zuletzt hatte es im Berufungsverfahren keine Entscheidung gegeben. Nun sollen weitere Rechtsfragen geklärt werden. Experten gehen davon aus, dass der Fall am Ende vor dem Bundesgerichtshof landen könnte.
Sie versuchen es immer wieder und sind leider auch immer wieder erfolgreich. Falsche Polizisten die ältere Menschen um ihr erspartes bringen. In Starnberg ist jetzt eine 76-Jährige auf Betrüger hereingefallen. Am Telefon gaben sich die Kriminellen als Polizisten aus. Sie gaukelten der Seniorin vor, ihr Vermögen in Sicherheit bringen zu müssen, wegen einer angeblichen Diebesbande in der Nachbarschaft. Die Starnbergerin holte Goldmünzen und Schmuck im Wert von mehr als 100.000 Euro aus ihrem Bankschließfach und deponierte die Gegenstände vor ihrem Haus. Dort wurden die Wertsachen von einer unbekannten Frau abgeholt. XY NR.