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News für den 10. Dezember 2021
Uffing hat über Hitler Ehrenbürgerschaft entschieden
Ein dunkles Kapitel der Ortsgeschichte hat gestern der Gemeinderat in Uffing behandelt. Die Ehrenbürgerschaft von Adolf Hitler. Ein Journalist forderte den Gemeinderat auf, dem Diktator die Ehrenbürgerwürde nachträglich abzuerkennen. Dies sei allerdings nicht möglich, da dieser Titel mit dem Tod des Geehrten automatisch erlischt, sagte der 2. Bürgermeister gegenüber Radio Oberland. Der Gemeinderat bedauerte aber den Beschluss von 1933 und distanzierte sich davon. Offen geblieben ist die Frage, wie im Eingangsbereich des Rathauses gezeigt werden soll, dass Hitler mal Ehrenbürger war. Dies soll in einer der ersten Sitzungen im neuen Jahr geklärt werden, heißt es.
Diese Nachricht freut viele Skiliftbetreiber im Oberland und auch Wintersportler. Die Staatsregierung hat bei den Corona-Regeln in Skigebieten nachjustiert. Kleinere Gondeln dürfen nun mit bis zu 75 Prozent ausgelastet werden. Ursprünglich war vorgesehen, dass Gondeln nur zu einem Viertel besetzt werden dürfen. Das gilt jetzt nur noch bei größeren Anlagen mit einer Kapazität von mehr als zehn Personen pro Einheit. Diese Regelung soll ab morgen gelten. Keine Begrenzungen gibt es für Seilbahnen und Lifte, bei denen die Fahrgäste unter freiem Himmel sind, also etwa für Schlepplifte.
Die Polizei in Murnau warnt vor Betrügern. Ein 77-Jähriger aus der Marktgemeinde wurde in den vergangenen Wochen mehrfach angerufen von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. In einem Gespräch wurde dem Rentner vorgegaukelt, dass sein PC mit einem Virus infiziert sei. Der Murnauer rückte persönliche Daten heraus, dadurch konnten die Täter auf seinen Computer zugreifen. Zudem generierte der 77-Jährige mehrere TANs und übermittelte diese an die Betrüger. Nach dem Gespräch wurde der Mann misstrauisch und informierte die Polizei. Aber es war schon zu spät. Knapp 5.000 Euro hatten die Täter bereits vom Konto abgehoben.
Die Planungen für ein neues Gesundheits- und Therapiezentrum in Bad Bayersoien nehmen immer konkretere Formen an. Im Gemeinderat werden heute Abend die überarbeiteten Pläne für das Projekt vorgestellt. Entstehen soll das Zentrum auf dem früheren Kurhaus Areal. Die Gemeinde verkaufte die Fläche an einen Investor. Der will künftig unter anderem homöopathische Anwendungen anbieten. Der Baubeginn ist für das Jahr 2022 geplant.
In der Realschule Schongau ist am gestrigen Nachmittag ein Drohanruf hinterlassen worden. In diesem wurde angekündigt, dass heute ein Schüler mit dem Messer auf andere Schüler losgehen würde. Sofort kamen starke Polizeikräfte, um die Schule zu sichern. Schon bei den ersten Ermittlungen wurde klar, dass durch den Anruf der Schüler zu Unrecht beschuldigt wurde. Bereits in den letzten Wochen war mehrmals versucht worden durch Anrufe bei Behörden den Jugendlichen in ein schlechtes Licht zu rücken. Der Anrufer konnte noch nicht ausfindig gemacht werden. Gegen ihn wird jetzt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt.
Landkreis TÖL-WOR: 17 Millionen Euro aus Schlüsselzuweisungen
Die Kommunen im Landkreis Bad-Tölz - Wolfratshausen erhalten im kommenden Jahr knapp 17 Millionen Euro an staatlichen Mitteln aus den Schlüsselzuweisungen. Das hat Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber mitgeteilt. Bad Tölz, Geretsried, Greiling und Wackersberg bekommen am meisten, nämlich jeweils Millionenbeträge. Die Schlüsselzuweisungen verbessern die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kommunen und können frei eingesetzt werden. Rund 22 Millionen Euro fließen direkt an den Landkreis.
Während eines Saunabesuchs Alkohol trinken ist aus gesundheitlichen Gründen keine gute Idee. Und wer zwischen den Aufgüssen so viel trinkt, dass er aus der Sauna wankt, sollte danach definitiv in kein Auto mehr einsteigen. Eine 46-Jähriger aus Starnberg fuhr nach seinem Saunabesuch aber trotzdem nach Hause. Ein Zeuge meldete das aber der Polizei. Und die traf den Mann dann kurz danach zuhause an. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,76 Promille. Die Beamten stellten den Führerschein des Mannes sicher.
Vierschanzentournee: Preisgeld für Gesamt-Sieger wird verfünffacht
Die Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen wird in diesem Jahr ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Der Sieger darf sich aber auf eine saftige Erhöhung des Preisgeldes freuen. Auf den Gesamtsieger der Jubiläumsausgabe in diesem Winter warten 100.000 Schweizer Franken – umgerechnet etwa 96.000 Euro. Bisher betrug das Preisgeld für den besten Tournee-Skispringer 20.000 Franken. Also lediglich ein Fünftel. Offen ist weiter, ob und wann eine Vierschanzentournee für Frauen eingeführt wird. Dieses Jahr haben die Skispringerinnen erstmals einen Wettbewerb an Neujahr, allerdings in Slowenien und nicht in Garmisch-Partenkirchen.
Schulbusunnfall in Penzberg - Kinder bleiben unverletzt
Viele Schutzengel hatten gestern Kinder in einem Schulbus bei Penzberg. Der 55-jährige Busfahrer streifte einen entgegenkommenden LKW. Dabei wurde das Fenster der linken Bus-Seite teilweise zerstört. Die Kinder im Bus wurden nicht verletzt. Und auch der Fahrer sowie der 60-Jährige im LKW blieben unverletzt.
Rangerführung "Mit den Rangern auf Tour" in Bad Kohlgrub am 19.12.2021
Mit (Schnee-)Schuhen rund um die Hörnlegipfel Vielfältigkeit ist das Motto des Kohlgruber Hörnles. Auf Tour mit dem Ranger kann man sich auf eine tausendjährige Zeitreise vom frühen Mittelalter bis ins Internetzeitalter begeben. Eng verwurzelt ist die Geschichte von BadKohlgrub am Fuße des Hörnles mit dem Angebot natürlicher Rohstoffe des Berges. Für Glashütten wurde Holz gerodet und so geschaffene Freiflächen als Alm genutzt. Über viele Jahrhunderte entstand dadurch eine Kulturlandschaft, die eine besondere Artenvielfalt beheimatet. Mit dem Bau der Hörnleschwebebahn fanden mehr und mehr Menschen den Weg in die wunderbare Bergwelt. Zu allen Jahreszeiten bietet das Hörnle gleichzeitig Freiraum für Erholungssuchende und wichtigen Lebensraum für Wildtiere.
Landesgartenschau 2032: Starnberger beteiligen sich bei Online-Dialog
Die Planungen für eine Bewerbung um die Landesgartenschau 2032 in Starnberg laufen auf Hochtouren. In dieser Woche gab es dazu einen ersten Online-Dialog mit Bürgern. Rund 50 Starnbergerinnen und Starnberger diskutieren mit und brachten ihre Ideen ein. Herzstück der Bewerbung soll die Neugestaltung der Seepromenande sein. Aber auch die Ortsteile Söcking und Percha bieten Potential, so der Tenor nach dem ersten Online-Treffen. Erste Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen sollen am kommenden Montag im Stadtrat diskutiert werden. Ende Februar soll es dann einen weiteren Bürger-Dialog geben.
Studie: Starnberger haben höchste Kaufkraft pro Kopf im kommenden Jahr
Die Menschen im Oberland werden einer Prognose zufolge im kommenden Jahr deutlich mehr Geld im Portemonnaie haben. Die Konsumforscher der Nürnberger GfK rechnen mit einem nominellen Anstieg der Kaufkraft von rund 1.000 Euro pro Kopf auf durchschnittlich 24.800 Euro. Das ist ein Plus von 4,3 Prozent. Deutlich darüber liegt der Landkreis Starnberg. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von fast 35.000 Euro stehen den Starnbergern 40 Prozent mehr als dem deutschen Durchschnitt zur Verfügung.
Corona: Inzidenz in Weilheim-Schongau weiter unter 1.000 - Weiter Todesfälle
Der Landkreis Weilheim-Schongau liegt den zweiten Tag in Folge unter der 1.000er Marke. Das RKI meldet heute früh einen Inzidenzwert von 741,2. Bleibt der Landkreis drei weitere Tage unter 1.000, könnten ab Dienstag die verschärften Corona-Regeln für Hotspots beendet werden. Derweil meldete der Landkreis sechs weitere Todesfälle in Verbindung mit Covid19. Und auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind drei Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben. Ein weiteres Todesopfer beklagt der Landkreis Bad-Tölz – Wolfratshausen.
Die Gemeinde Tutzing will mit einem neuen Gutachten die Grundlage dafür schaffen, vom thailändischen König eine Zweitwohnungssteuer für dessen Residenz Villa Stolberg in Tutzing verlangen zu können. Das schreibt der Münchner Merkur. Dabei geht es um die Frage, welchen Betrag die Gemeinde zugrunde legen kann, wenn kein Gutachter die Villa für eine valide Einschätzung betreten kann. Der Bürgerverein Tutzinger Liste hatte der Gemeinde vorgeworfen, sich seit Jahren einen insgesamt sechsstelligen Betrag entgehen zu lassen.
Corona: Impfmarathon am Impfzentrum GAP - Erstimpfungen im Tölzer Kreis
An vielen Orten im Oberland gibt es weitere Sonderimpfaktionen. Morgen und am Sonntag wird im Impfzentrum im Landkreis Garmisch-Partenkirchen praktisch durchgeimpft. Mit kurzen Unterbrechungen jeweils von 9 bis 22 Uhr. Angeboten werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen. Einen Termin braucht man nicht, das Landratsamt rechnet aber mit langen Wartezeiten. Für Erstimpfungen bietet morgen das Landratsamt Bad-Tölz – Wolfratshausen einen Sonderimpftag an. Von 10 – 16 Uhr an den Impfzentren Wolfratshausen und Bad Tölz. Und auch die Marktgemeinde Dießen bietet heute und morgen Corona-Impfungen an. Die Termine im Blauen Haus waren aber so schnell weg, dass bereits weitere Impfaktionen geplant werden.
Ski-Alpin: Weidle am Wochenende in St. Moritz im Einsatz - Gratz in Val d’Isére
Für Kira Weidle vom SC Starnberg geht es morgen und am Sonntag in St. Moritz auf die Piste. Denn dort findet der Super-G der Damen statt. Laut einem Statement von Weidle sei das zwar nicht ihre Lieblingsdisziplin, aber ihre Form passe und sie hoffe auf bessere Ergebnisse als in Lake Louise. Dort fuhr die 25-jährige einmal auf den 25. Und den 7. Platz. Und für Fabian Gratz vom TSV Altenau steht morgen ein Riesenslalom in Val d’Isére an.
Eishockey: SCR trifft auf Rosenheim - ECP spielt gegen Weiden
Für die beiden Eishockey-Oberland Teams, den SC Riessersee und den EC Peiting, geht es heute wieder auf’s Eis. Die Weiß-Blauen treffen auf die Starbulls Rosenheim und die Pfaffenwinkler auf die Blue Devils Weiden. Der SCR konnte nach mehreren Niederlagen in Folge das letzte Spiel gegen Passau mit sechs zu eins für sich entscheiden. Die Peitinger starten nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Lindau und Deggendorf in ihre nächste Partie. Los geht’s für den EC Peiting um 20 Uhr und für die Garmisch-Partenkirchner um 19.30 Uhr.
Impfzentrum in Feldafing - Zweitimpfungen ohne Termin im Impfzentrum GAP
Die Impfangebote im Oberland werden weiter ausgebaut. Der Landkreis Starnberg öffnet in der kommenden Woche ein weiteres Impfzentrum. Am Mittwoch soll bei der Bundeswehr in Feldafing wieder der Betrieb aufgenommen werden, kündigte Landrat Stefan Frey (CSU) im Kreisausschuss an. Damit gibt es neben Herrsching und Gauting drei Stellen, wo außerhalb von Arztpraxen Impfstoffe gegen das Coronavirus gespritzt werden. Und ab dem kommenden Montag bietet das Impfzentrum des Landkreises Garmisch-Partenkirchen sogenannte Open-House-Termine für Zweitimpfungen an, also Impfungen ohne Termin. Jeweils vormittags und nachmittags.
Ein Münchner Auktionshaus versteigert heute erneut ein Bild von Gabriele Münter. „Berglandschaft mit Haus“ heißt das Werk der Murnauer Malerin. Der Wert des Ölbildes aus dem Jahr 1910 wird auf bis zu 350.000 Euro geschätzt. Bemerkenswert: Vor genau vier Jahren wechselte genau dieses Münter-Bild schon einmal den Eigentümer. Damals für rund eine halbe Million Euro. Jetzt will der Sammler die Berglandschaft offenbar wieder loswerden. Münter gilt als eine der bekanntesten Vertreterinnen des Expressionismus in Deutschland und war Mitbegründerin der Malergemeinschaft „Der blaue Reiter“.