Zweistellige Minusgrade waren im Oberland zuletzt keine Seltenheit. Und auch wenn einzelne Gewässer bereits eine Eisschicht aufweisen, warnt die DLRG aktuell davor diese zu betreten. Gerade nicht-freigegebene Eisflächen können lebensgefährlich sein. Allein im letzten Winter musste die DLRG in Bayern zu über 200 Einsätzen ausrücken. Tipps, wie Sie sich im Notfall verhalten sollten, finden Sie bei uns im Netz.
Was ist zu tun, wenn man selbst im Eis eingebrochen ist?
• Laut um Hilfe rufen.
• Ist man allein unterwegs und eingebrochen, sollte man sich nicht mehr als nötig bewegen, um so wenig Körperwärme wie möglich zu verlieren. Das Wasser ist an der Nullgradgrenze, daher kann die Bewusstlosigkeit schon nach wenigen Minuten eintreten.
• Vermeiden, dass man unter das Eis gerät.
• Bei einer dünnen Eisdecke das Eis so weit abbrechen, bis es trägt, sich dann in Bauch- oder Rückenlage flach auf das Eis hochziehen und auf dem Bauch zum Ufer kriechen. Durch die Verteilung des Körpergewichts auf eine größere Fläche vermeidet man ein weiteres Einbrechen.
Was ist zu tun, wenn man eine eingebrochene Person retten will?
• Die Person beruhigen und deutlich machen, dass man Hilfe holt.
• Sofort Hilfe rufen unter Notruf 112. Dabei den Unfallort nennen und wie lange die Person bereits im Wasser ist.
• Der eingebrochenen Person niemals aufrechtstehend, sondern auf dem Eis liegend helfen, da die Gefahr besteht, selbst einzubrechen.
• Der eingebrochenen Person niemals die Hand reichen, da man selbst ins Wasser rutschen könnte. Der verunglückten Person nur mit einem festen Gegenstand helfen, den man auch loslassen kann, zum Beispiel Äste, ein Seil oder ein Kleidungsstück.
• Die verunglückte Person am Ufer ruhig lagern und zudecken. Wenn sie bewusstlos ist, die Atmung kontrollieren.