Schäftlarn: Zwei S-Bahnen kollidieren - ein Toter, 18 Verletzte
In Schäftlarn sind gestern Nachmittag zwei S-Bahnen zusammengestoßen. Der Unfall ereignete sich im Bereich des S-Bahnhofs Ebenhausen-Schäflarn. Ein 24-jähriger Fahrgast kam ums Leben, 18 Menschen wurden verletzt. Sechs von ihnen schwer, unter ihnen sind auch die beiden Lokführer.
+++ Update 16:00 Uhr +++
Das S-Bahn Unglück war wohl nach ersten Erkenntnissen keine Folge eines technischen Defektes. Laut Innenminister Herrmann würden sich jetzt wohl die weiteren Ermittlungen darauf konzentrieren, inwieweit menschliches Versagen vorgelegen habe. Beispielsweise könnte einer der Lokführer ein Haltesignal überfahren haben. Die Bergung der Züge soll wohl erst morgen beginnen, zuvor müssen noch Gutachter den Unfallort untersuchen.
+++ Update 15:00 Uhr +++
Beim S-Bahn Unglück in Schäftlarn war wohl einer der Züge verspätet. Laut einem Sprecher der Bundespolizei München hatte die Bahn in Richtung Wolfratshausen 10 Minuten Verspätung, der Grund dafür sei noch unbekannt. Und auch ob es einen Zusammenhang zu dem Unfall gebe, sei noch völlig offen. Anwohner hatten zu Protokoll gegeben, dass einer der Züge vergleichsweise lange am Bahnhof gestanden hatte. Die Deutsche Bahn hat sich zu den Neuigkeiten noch nicht gemeldet.
+++ Update 12:00 Uhr +++
Nach dem schweren S-Bahn-Unfall sind die Fahrtenschreiber beider Triebwagen sichergestellt worden. Zudem seien bereits mehrere Menschen von der Polizei zum Hergang des Unfalls vernommen worden, sagte ein Sprecher am Dienstag. Für den Dienstagmittag oder -nachmittag erwartete der Polizeisprecher einen größeren Bergungskran an der Unfallstelle in Schäftlarn.
+++ Update 11:00 Uhr +++
Die Zahl der Schwerverletzten ist von fünf auf sechs gestiegen. Unter ihnen sind auch die beiden Lokführer.
+++ Update 09:00 Uhr +++
Am Tag nach dem schweren S-Bahnunfall sind noch viele Fragen ungeklärt. Im Fokus dürfte die Ursachenforschung stehen. Wie konnte es zu dem Unglück kommen, bei dem ein Fahrgast starb und 18 Menschen verletzt wurden? Gutachter haben Unfallort am Morgen ihre Ermittlungen wieder aufgenommen.
+++ Update 06:30 Uhr +++
Nach dem S-Bahn-Unglück ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft. Zu klären ist, ob es menschliches Versagen oder ein technischer Defekt war. Bis in die Nacht hinein waren etwa 680 Einsatzkräfte an dem Bahndamm beim Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn mit Rettungs- und Bergungsarbeiten beschäftigt. Die Bundesstraße B11 ist in diesem Bereich gesperrt. Die Bahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Für Angehörige der Unfallopfer hat die Deutsche Bahn außerdem eine Hotline geschaltet.
+++ Update 21:35 Uhr Erstes Statement von Söder und Schreyer +++
Tief betroffen über den Unfall zeigten sich Ministerpräsident Markus Söder und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer am Abend in einer ersten Reaktion auf den Unfall. Söder schrieb bei Twitter: «Wir trauern mit den Angehörigen und wünschen allen Verletzten des S-Bahn-Unglücks schnelle Genesung.» Söder fügte hinzu: «Danke an all die Rettungskräfte für ihren schnellen Einsatz.»
Verkehrsministerin Kerstin Schreyer besuchte den Unfallort noch am Abend, «Ich bin tief betroffen, weil ja so viele Menschen Leid erfahren», sagte sie vor Ort. Das Wichtigste sei jetzt, dass die Verletzte und Angehörige betreut und unterstützt würden. Zu möglichen Konsequenzen wollte sie sich nicht äußern. «Wir müssen erst mal die Unfallursache feststellen. Wenn wir die kennen, können wir daraus die Schlussfolgerungen ziehen.»
Schreyer sprach auch den vielen Helfern und Rettungskräften ihre Anerkennung aus. «Wir können riesig stolz sein, dass wir so tolle Menschen haben, die ganz schnell geholfen haben», erklärte sie.
+++ Info von der DB 19:30 Uhr +++
Die S-Bahnen der Linie S7 in Richtung Wolfratshausen fahren bis Großhesselohe Isartalbahnhof und wenden dort vorzeitig.
Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Wolfratshausen und Großhesselohe Isartalbahnhof ist eingerichtet.
Die zuständigen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. Über die Ursachen des Unfalls kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden.
Sonder-Hotline der DB für Angehörige unter: 0800 3 111 111
+++ Update 19:25 Uhr +++
Laut der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 16.35 Uhr.
Nach ersten Erkenntnissen waren 95 Fahrgäste in den Zügen.
14 wurden beim Zusammenstoß verletzt. Ein Mensch starb. Die Ermittlungen laufen.
Die Bahnstrecke, sowie die angrenzende B11 sind derzeit gesperrt.