Die täglichen News zusammengefasst für Lesbarkeit und Accessibility.
News für den 29. Juni 2022
Tunnel Farchant wieder teilweise befahrbar
Stundenlang im Stau gestanden sind heute viele Verkehrsteilnehmer auf der Strecke zwischen Oberau und Garmisch-Partenkirchen. Grund ist die Sperrung des Tunnel Farchant. Jetzt sollte langsam ein bisschen Entspannung einkehren. Denn wie das Staatliche Bauamt Weilheim gegenüber Radio Oberland mitgeteilt hat, ist der Tunnel heute bis 20 Uhr wieder normal befahrbar. Gleiches gilt für morgen Früh zwischen 6 und 10 Uhr. Dazwischen muss der Tunnel erneut gesperrt werden, denn der Fehler ist noch nicht abschließend behoben.
Prozess um Starnberger Dreifachmord: Verteidiger wollten Freilassung von Mitangeklagtem
Im Prozess um den Dreifachmord von Starnberg wollten die Verteidiger des Mitangeklagten jetzt eine Freilassung ihres Mandanten erwirken. Sie beantragten den Haftbefehl aufzuheben oder zumindest auszusetzen, das schreibt der Merkur. Das Landgericht hat den Antrag abgelehnt und orientiert sich in seiner Erklärung am Geständnis des Hauptangeklagten. Dieser hat bereits zugegeben die Starnberger Familie mit Schüssen getötet zu haben, um an die Waffensammlung des Sohnes zu kommen. Das Gericht geht davon aus, dass der Mitangeklagte ihn zum Tatort gefahren und von dort abgeholt hat und wusste, dass er mindestens den „Sohn töten wollte“. Auch der Waffenverkauf sei Teil des gemeinsamen Tatplans gewesen.
Schloss Elmau bereit für weitere politische Gipfeltreffen
Nach dem zweiten G7-Gipfel auf Schloss Elmau kann sich Schlossherr Dietmar Mueller-Elmau auch ein anderes hochrangiges Treffen in seinem Haus vorstellen. „Wir freuen uns auf jeden Gipfel, der bei uns stattfinden kann“, so Mueller-Elmau weiter. Auch er ist der Meinung, dass es der bisher entspannteste Gipfel gewesen sei. Für die Region erwartet der Schlossherr durch den Gipfel einen positiven Werbeeffekt.
Schongau: Kein Steg und keine Badeinsel mehr am Lido
Der Schongauer Stadtrat hat in seiner Sitzung gestern Abend entschieden, dass es den Steg und die Badeinsel am Lido nicht mehr geben wird. Das rechtliche Sicherheitsrisiko sei zu hoch, so die Stadt auf Nachfrage. Im Lech könne jederzeit Treibholz herumschwimmen und daran könnten sich die Badegäste dann verletzen. Die Idee regelmäßige Treibholzkontrollen durchzuführen, musste aus Kostengründen verworfen werden. Jetzt wird geprüft, ob es möglich ist, statt den Plastikelementen einen festen Holzsteg zu bauen.
Gestern Nachmittag ist es in Geretsried wieder zu einer Welle von Trickbetrugsversuchen gekommen. Innerhalb von nur 20 Minuten haben die Polizei drei Meldungen erreicht. In jedem der Fälle habe eine Frau mit weinerlicher Stimme eine Notsituation vorgetäuscht. Die Angerufenen sollten jeweils hohe Geldsummen überweisen – aber keiner der drei ist auf den Betrug hereingefallen. Die Polizei nimmt diese Versuche aber zum Anlass wieder darauf hinzuweisen, dass in unsicheren Situationen einfach aufgelegt werden soll. Außerdem sollte auch die echte Polizei informiert werden.
Über 380.000 Personenkontrollen: Bundespolizei mit G7-Einsatz zufrieden
383.000 Personenkontrollen hat die Bundespolizei während des G7-Gipfels auf Schloss Elmau durchgeführt. Und ist dabei auch auf Menschen mit offenem Haftbefehl gestoßen. Während dem Gipfeltreffen im Oberland wurden 463 Haftbefehle vollstreckt. Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann, spricht von einem „ruhigen Einsatzverlauf“. Der G7-Gipfel 2022 war damit noch friedlicher als der im Jahr 2015.
Außerdem erfasste die Polizei den Angaben nach bis Dienstagmitternacht 111 Waffendelikte, 3572 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, 433 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und 157 Urkundendelikte.
Herrschinger beim European Youth Olympic Festival dabei
Für rund 190 Nachwuchsathletinnen und Athleten geht es Ende Juli in die Slowakei – nämlich zum European Youth Olympic Festival. Und da ist auch das Oberland vertreten. Der Volleyballer Laurenz Pius Florian Welsch vom TSV Herrsching geht ab dem 24. Juli in die Wettkämpfe. Beim Olympic Festival reisen 3600 Nachwuchstalente aus 50 verschiedenen Ländern in die Slowakei und messen sich dort in zehn Sportarten. Wie zum Beispiel Badminton, Basketball oder eben Volleyball.
Bayerische Politik und Polizei fordern: Kein weiterer G7-Gipfel im Freistaat
Nach Ministerpräsident Markus Söder fordert jetzt auch die Polizeigewerkschaft, dass der nächste G7-Gipfel nicht mehr in Bayern stattfindet. Das hat der Landesvorsitzende Jürgen Köhnlein nach dem zweiten Treffen in Folge auf Schloss Elmau gesagt. Der Einsatz sei gut gelaufen und die Strategie aufgegangen. „Die Belastung der Einsatzkräfte war aber auch ohne Randale enorm“, so Köhnlein weiter. Wenn es nach dem bayerischen Landesverband der Polizeigewerkschaft gehe, sollen künftig andere Bundesländer Ausrichter des G7-Gipfels sein.
Auch Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Elisabeth Koch ist gegen einen weiteren Gipfel in der Region. „Denkbar ist alles, wünschenswert wäre ein dritter G7-Gipfel in diesem Format in meinen Augen nicht“, so Koch weiter. Sie betonte, dass das Treffen friedlich und harmonisch verlaufen ist. Die Einschränkungen habe sie aber als „eher grenzwertig“ empfunden.
Penzberg: vor 50 Jahren hat Roche den Grundstein gelegt
Heute vor genau 50 Jahren hat der Pharmakonzern Roche in Penzberg den Grundstein für den Standort im Oberland gelegt. Das nimmt das Unternehmen zum Anlass, heute einen Blick zurückzuwerfen. In einem Pressegespräch wird zum Beispiel ein Historiker der Ludwigs-Maximilians-Universität München einen Vortrag zur Geschichte des Standorts halten. Aber auch die Bürger wurden zuletzt schon in die Feierlichkeiten involviert. Am vergangenen Wochenende fand das gemeinsam mit der Stadt organisierte Bürgerfest statt.
Ermittlungen nach Garmisch-Partenkirchner Bahnunglück gehen weiter
Über drei Wochen ist das tödliche Bahnunglück bei Garmisch-Partenkirchen her. Jetzt verdichten sich die Hinweise, dass Mängel am Bahndamm den Zug zum Entgleisen gebracht haben. Das schreibt der Merkur. Deshalb hat die Bahn etliche Langsamfahrstellen eingerichtet, fünf davon bei der Werdenfelsbahn. Rund um die Unfallstelle müssen rund 700 Meter Schienen sowie 500 Schwellen erneuert werden. Zudem sind neue Oberleitungen nötig. Die alten Schienen und Schwellen hat die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.
Der Farchanter Tunnel bleibt weiterhin gesperrt. Schon seit gestern Abend ist der Tunnel dicht, Grund sind Reparaturarbeiten an der Funkanlage für Rettungskräfte. Wie das staatliche Bauamt Weilheim gegenüber Radio Oberland mitgeteilt hat, wurde die Fehlerquelle zwar gefunden, allerdings dauern die Arbeiten zur Behebung des Problems weiter an. Der Tunnel kann deshalb frühestens am Nachmittag im Zeitraum zwischen 14 und 16 Uhr wieder geöffnet werden. Sobald es eine konkretere Informationen gibt erfahren Sie das natürlich hier bei uns.
PETA fordert Kutschenverbot im Landkreis Weilheim-Schongau
Am Wochenende ereignete sich in Bernried ein Kutschenunfall, bei dem drei Leute mittelschwer beziehungsweise leicht verletzt wurden. Die Tierrechtsorganisation PETA appelliert jetzt angesichts dieses Vorfalls in einem Schreiben an Landrätin Andrea Jochner-Weiß, ein Verbot von Pferdekutschen im Landkreis Weilheim-Schongau einzuführen. Die Tierrechtsorganisation warnt seit vielen Jahren vor den Risiken bei der Nutzung von Pferden vor Kutschen. „Pferde sind Fluchttiere, daher ist es generell fahrlässig, sie vor Kutschen einzusetzen. Schon das kleinste Erschrecken kann eine Tragödie auslösen“, so PETA.
Etliche Orte im Oberland bekommen finanzielle Unterstützung vom Freistaat
Florian Streibl, Mitglied des bayerischen Landtags aus Oberammergau, zeigt sich erfreut darüber, dass der Freistaat erneut Zuweisungen zur finanziellen Unterstützung von Kur- und Fremdenverkehrsorten im Jahr 2022 gewährt. Den größten Zuschuss bekommt mit fast 300.000 Euro Garmisch-Partenkirchen. Bad Tölz, Mittenwald und Grainau bekommen jeweils über 100.000 Euro. Die genauen Zahlen für alle geförderten Orte im Oberland finden Sie auf unserer Homepage. Die finanzielle Unterstützung dient im Wesentlichen dafür, pandemiebedingte Einnahmeverluste bei Kurbeiträgen ein Stück weit auszugleichen.
Über Wochen hinweg konnten sich die Menschen rund um Garmisch-Partenkirchen mit ihren Fragen zum G7-Gipfel an die Bürgerbüros wenden. Wie der Gipfel selbst, hat auch das jetzt ein Ende. So werden die Informationsstellen in Garmisch-Partenkirchen und Krün heute geschlossen. Genauer gesagt am späten Nachmittag um 17 Uhr. Und auch das Bürgertelefon der Bundes- und der Bayerischen Polizei wird am Abend abgestellt – und zwar eine Stunde später um 18 Uhr. Laut dem G7-Plaungsstab haben die vielen Nachfragen gezeigt, wie wichtig ein solches Bürgerinformationsangebot ist.
Großeinsatz Peißenberg: Totes Ehepaar in Wohnung gefunden
Ein Großeinsatz, zwei Tote. Gestern Nachmittag wurde in Peißenberg im Bereich der Hans-Böckler-Straße alles abgesperrt, Sondereinsatzkommandos waren vor Ort. Es gab Gerüchte über einen Amoklauf und eine Schießerei. Laut dem Merkur soll die Polizei in einer Wohnung die zwei Leichen eines älteren Ehepaars gefunden haben. Vieles deute auf einen erweiterten Suizid hin, die Ermittlungen laufen aber noch, so die Polizei. Es hat wohl im Vorfeld einen Anruf bei der Polizei gegeben, in der die Tat angekündigt wurde.
Wenn Sie uns im Raum Garmisch-Partenkirchen heute Vormittag mal kurz nur schlecht oder gar nicht empfangen, dann bitte nicht wundern. Dabei handelt es sich um Wartungsarbeiten an einem Sendemast. Davon betroffen ist unsere UKW-Frequenz 106,2. Zwischen 10 und 11 Uhr soll der Mast für rund 10 Minuten abgeschaltet werden.
G7: Innenminister Herrmann bedankt sich bei Einsatzkräften
Mit dem gestrigen Abend ist auch der G7-Gipfel auf Schloss Elmau offiziell zu Ende gegangen. Innenminister Joachim Herrmann ist mit dem Einsatzverlauf sehr zufrieden. „Viele tausende Einsatzkräfte haben für einen störungsfreien Ablauf gesorgt“, so Herrmann. Bayern habe sich in der Weltöffentlichkeit als weltoffenes und sicheres Gastland präsentiert. Sein Dank galt den Polizeibeamten aus Bayern, Deutschland und den Nachbarländern. Aber auch den vielen Ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr, des BRK und der Bundeswehr.
Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind neun Rinder in Panik ein steiles Gelände hinabgestürzt – sechs der Tiere haben den Unfall nicht überlebt. Was die Panikreaktion der Jungrinder in der Jachenau ausgelöst hat, ist noch nicht klar. So eine Sprecherin des Landratsamts. Eines der gestorbenen Tiere sei zunächst schwer verletzt worden, musste aber nach dem Sturz am vergangenen Mittwoch notgetötet werden.