Die täglichen News zusammengefasst für Lesbarkeit und Accessibility.
News für den 17. Juni 2022
Bub ertrinkt fast am Eibsee in Grainau
Im Eibsee wäre gestern fast ein 10-jähriger Bub ertrunken. Das hat die Wasserwacht mitgeteilt. Der Junge und seine Mutter spielten zusammen im Wasser – was dabei nicht ersichtlich war: Beide waren absolute Nichtschwimmer. Der Bub verlor den Boden unter den Füßen und konnte sich nicht mehr über Wasser halten. Seine aufgelöste Mutter war in diesem Fall keine große Hilfe. Aufmerksamen Passanten, welche die Wasserretter sofort alarmierten, ist es zu verdanken, dass der Junge noch am Leben ist. Nach der Erstversorgung und der Stabilisierung des Patienten, wurde der 10-Jährige ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht.
Elmau: Ukrainischer Präsident Selenskyj nimmt virtuell bei G7-Gipfel teil
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt virtuell am G7-Gipfel auf Schloss Elmau nächste Woche Teil. Das sagte eine Sprecherin der Bundesregierung. Bundeskanzler Olaf Scholz habe den ukrainischen Präsidenten eingeladen am 27. Juni virtuell am Treffen teilzunehmen, so die Sprecherin weiter. Selenskyj hatte daraufhin dann am Mittwoch die Einladung angenommen. Zudem sagte er auch zu einer Teilnahme am Nato-Gipfel Ende Juni zu.
Heute hat sich im Tunnel Farchant ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Wie die Polizei jetzt mitteilt, befuhr gegen 10:45 ein 44-jähriger Dachauer den Tunnel mit seinem Auto in Fahrtrichtung München. Dort kollidierte er mit seinem Fahrzeug zunächst mit der linken Tunnelwand, fuhr dann nach rechts und blieb gut 60 Meter weiter am rechten Fahrbahnrand stehen. Der 44-jährige musste vor Ort durch die herbeigerufenen Einsatzkräfte wiederbelebt werden. Daraufhin wurde er ins Unfallklinikum Murnau gebracht. Ob der Mann überleben wird, ist derzeit noch unklar. Als Unfallursache kommt möglicherweise ein medizinisches Problem des Mannes in Betracht. Der Tunnel war mehrere Stunden komplett gesperrt.
Falscher Sprengstoffalarm an der Grenze Mittenwald-Scharnitz
An der Grenze zwischen Mittenwald und Scharnitz hat es heute einen falschen Sprengstoffalarm gegeben. Wie die Bundespolizei berichtet, hatte ein Sprengstoffhund um kurz vor 12 bei der Kontrolle eines PKWs angeschlagen. Sofort wurde der Grenzübergang und damit die Bundesstraße in beide Richtungen gesperrt. Die eintreffenden Spezialkräfte der Polizei konnten dann aber nach gründlicher Überprüfung des Fahrzeugs zum Glück Entwarnung geben. Insgesamt war die grenze gut 2,5 Stunden gesperrt.
Weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Oberland
Im April hat es in Bayern wieder mehr Verkehrsunfälle mit Personenschaden gegeben als noch im Vorjahresmonat. Im Oberland zeigt sich aber ein anderer Trend. Waren es im April 2021 noch 160 Unfälle in den fünf Oberland-Landkreisen, waren es 2022 156. Und damit sogar etwas weniger. Die meisten davon passierten im Übrigen im Landkreis Weilheim-Schongau. Hier kam es zu 39 Unfällen mit Personenschaden.
Der Freistaat Bayern investiert weiter kräftig in den Katastrophenschutz. Im Rahmen eines Sonderinvestitionsprogramms hat der Freistaat 19 Sonderfahrzeuge im Wert von fast 1,6 Millionen Euro für die Wasserrettung beschafft. „Rechtzeitig zum bevorstehenden G7-Gipfel auf Schloss Elmau stehen bereits heute die ersten fünf für die Wasserwacht Bayern zur Verfügung“, so Innenminister Herrmann. Die Fahrzeuge sollen vor allem bei Hochwasser- und Starkregenlagen zum Einsatz kommen.
Genau zwei Wochen nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen ist die Lok, und damit der letzte Teil der Bahn geborgen worden. Das hat die Deutsche Bahn auf Radio Oberland Nachfrage bestätigt. Aktuell befindet sich der Triebwagen in Farchant – von hier aus soll demnächst der Weitertransport nach München starten. Wann das der Fall sein wird, ist aber noch unklar. Auch wann mit den Instandsetzungsarbeiten begonnen werden kann, ist noch nicht sicher. Dazu müssen die ermittelnden Behörden die Genehmigung erteilen. Die Soko Zug der Kripo Weilheim hat derweil zahlreiche Gegenstände an der Unglücksstelle sichergestellt. Bei rund 70 Gegenständen konnte bislang noch kein Eigentümer ermittelt werden. Die Fundsachen wurden der Fundstelle der Deutschen Bahn am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen übergeben.
Hotline der Deutschen Bahn 030/586020909 (Servicezeiten: Montag bis Samstag 8 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags 10 bis 20 Uhr)
Agentur für Arbeit Weilheim schließt Geschäftsstelle über G7-Gipfel
Der G7-Gipfel hat große Auswirkungen auf den Alltag vieler Menschen hier im Oberland. Jetzt hat auch die Agentur für Arbeit Garmisch-Partenkirchen Einschränkungen bekanntgegeben. Die Geschäftsstelle in der Charmonixstraße ist nämlich vom 24. bis 28. Juni ganztägig geschlossen. Gleiches gilt auch für das Jobcenter in der Marktgemeinde. Die Mitarbeiter sind aber trotzdem telefonisch zu den normalen Öffnungszeiten für alle Anfragen erreichbar.
Bad Kohlgrub: 66-Jähriger findet Handgranate im Garten
In Bad Kohlgrub ist gestern eine Handgranate aufgetaucht. Das teilt die Polizei jetzt mit. Am Abend hat ein 66-jähriger Einwohner den Beamten gemeldet, dass er in seinem Garten den Explosionskörper gefunden hat. Anschließend wurde das Sprengkommando verständigt und die Granate fachgerecht entsorgt.
Heute findet in Unterammergau erneut ein Friedensmarsch statt. Hierbei soll ein sichtbares Zeichen gegen Krieg und für den Frieden weltweit gesetzt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind hierzu eingeladen. Treffpunkt ist um 19 Uhr am Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche, hier werden dann an alle Teilnehmer Friedenslichter verteilt. Anschließend geht es dann in Richtung Kappelkirche.
G7-Gegner geben weitere Infos zu Protesten bekannt
Mitte der Woche hat das Aktionsbündnis „Stop G7 Elmau“ die Genehmigung für das geplante Protestcamp in Garmisch-Partenkirchen erhalten. Jetzt gibt es weitere Informationen zu den geplanten Protesten. Die Großdemonstration am 26. Juni beginnt in Garmisch-Partenkirchen – genauer gesagt um 13 Uhr am Bahnhofsplatz. Anschließend ziehen die Teilnehmer durch die Innenstadt. Beim für den 27. Juni geplante Sternmarsch mussten sich die Demonstranten auf einen Kompromiss einigen: Ursprünglich wollten 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Zaun in den Sicherheitsbereich gehen, um dort in Sicht- und Hörweite zu demonstrieren. Der Kompromiss sieht jetzt vor, das die 50 Personen mit Polizeibussen zu einem Ort in 500 Metern Entfernung zum Schloss gefahren werden. Hier dürfen sie dann eine halbstündige Kundgebung abhalten.
Beeinträchtigungen im S-Bahn Verkehr bei Herrsching
Auf der Linie S 8 der S-Bahn kommt es von heute bis Montag zu Fahrplanänderungen mit Ausfällen und Verspätungen. Betroffen ist dabei der Abschnitt zwischen Westkreuz und Herrsching jeweils in der Nacht von 23:50 Uhr bis 03:30 Uhr. Hintergrund der Fahrplanabweichungen sind Arbeiten am Stellwerk. Ab Donnerstag nächster Woche gibt es dann bereits die nächsten Störungen im Betrieb.
Nicht nur in Peiting: Bademeister werden dringend gesucht
Mit steigenden Temperaturen zieht es auch immer mehr Menschen im Oberland zum Baden. Allerdings fehlen dieses Jahr viele Bademeister. Zu spüren bekommen hat das schon der Markt Peiting.Hier muss das Wellenfreibad in dieser Saison deswegen geschlossen bleiben. Der Mangel ist aber in ganz Bayern zu spüren. Im Freistaat werden nämlich händeringend Bademeister gesucht. Das hat der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister in Bayern jetzt mitgeteilt. Der Mangel sei groß, sagt Landesvorsitzender Ralf Großmann. Viele hätten sich in der Corona-Hochphase neue Jobs gesucht. Außerdem sei wegen der Bezahlung und der Arbeitszeiten am Wochenende und in den Ferien der Beruf schon vorher immer unattraktiver geworden.
Wasserrettungsübung aus der Luft heute am Walchensee
Wenn Sie heute am Walchensee einen Hubschrauber kreisen sehen, können Sie ganz beruhigt bleiben. Denn die ADAC Luftrettung führt heute zusammen mit der Wasserwacht eine Wasserrettungsübung durch. Diese wird voraussichtlich ein bis zwei Stunden andauern. Bei der Übung wird die Rettung einer ertrinkenden Person mittels Hubschrauberwinde simuliert. Beginn der Übung ist um 13 Uhr.
Gemeinden des Blauen Landes präsentieren "Verkehrsschilder der Gerechtigkeit"
Anlässlich des G7-Gipfels auf Schloss Elmau präsentieren die Gemeinden des Blauen Landes heute das Projekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ des Künstlers Johannes Volkmann. Bei der Kunstaktion werden in 9 Gemeinden des Blauen Landes darunter Ohlstadt und Riegsee, 24 „Verkehrsschilder“ zum Thema Gerechtigkeit aufgestellt. Die Verkehrsschilder sehen auf den ersten Blick aus wie ganz gewöhnliche aus, dabei setzt sich aber jedes Schild mittels Symbol für eine friedliche und menschengerechte Gesellschaft ein. Die jeweiligen Motive wurden dabei von Kindern aus acht Nationen gestaltet. Heute findet in Murnau die Auftaktveranstaltung des Projekts an. Mit dabei sind auch die Bürgermeister mehrerer Gemeinden.
G7-Gipfel: Engerer Sicherheitsbereich wird am Sonntag geschlossen
In knapp einer Woche treffen sich die Regierungschefs der G7-Länder zum Gipfel auf Schloss Elmau. Doch bereits ab diesem Wochenende müssen sich die Menschen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen auf die ersten Sperrungen einstellen. Von 6 Uhr diesen Sonntag bis zum 28. Juni um 24 Uhr, werde „im Umgriff des Schlosses Elmau, auf den Gebieten der Gemeinde Krün, des Marktes Mittenwald und des Marktes Garmisch-Partenkirchen ein Sicherheitsbereich eingeführt“. So heißt es in einer Allgemeinverfügung, die am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Der Zutritt zu diesem Bereich ist am Sonntag demnach für unbefugte grundsätzlich verboten. Betroffen von der Sperrung sind größtenteils Waldgebiete mit Wanderwegen und Forststraßen.
Seeprozession auf Staffelsee wegen Gewitter gekürzt
Tausende Menschen haben gestern wieder den Feiertag Fronleichnam begangen. So fand – nach zwei Jahren coronabedingter Pause – die Seeprozession auf dem Staffelsee statt. Komplett reibungslos verlief der Festzug aber trotzdem nicht. Wegen eines aufziehenden Gewitters musste das Programm leicht verkürzt werden und die Boote vorzeitig zurück ans Ufer. Gefeiert wird Fronleichnam bereits seit dem 13. Jahrhundert. Die erste Prozession im heutigen Bayern dürfte es 1286 in Benediktbeuern gegeben haben.
B472: Sperre zwischen Burggen und Rettenbach verlängert
Eigentlich hätten die Bauarbeiten an der B 472 zwischen Rettenbach und Burggen heute abgeschlossen werden sollen. Witterungsbedingt muss die Vollsperrung aber noch bis voraussichtlich den 23. Juni verlängert werden. Hintergrund der Bauarbeiten ist eine Erneuerung des Fahrbahnbelages auf einer Länge von rund sechs Kilometern. Das Staatliche Bauamt Weilheim bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis.