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News für den 09. Juni 2022

TSV Herrsching: Die Volleyballer spielen in europäischem Wettbewerb

Die Volleyballer vom TSV Herrsching starten in der kommenden Saison zum ersten Mal international. Bis zu dieser Woche mussten sich die interessierten Clubs beim europäischen Volleyballverband melden und Herrsching hat durch die Absage einiger ursprünglich berechtigter Clubs die Chance bekommen. Ob Herrsching im dritthöchsten oder direkt im zweithöchsten europäischen Wettbewerb startet, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise das Embargo für russische Vereine.

 

Betroffene Orte: Herrsching a. Ammersee
Themen: Herrsching, Volleyball

Städtebauprogramm: Viel Geld für Kommunen im Oberland

Der Freistaat unterstützt in diesem Jahr etliche Kommunen in Bayern im Rahmen des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms. Darunter befinden sich aus dem Oberland unter anderem Bernried, Oberhausen, Penzberg, Tutzing und Weilheim. Die größte Förderung bekommen Grainau mit 600.000 Euro und Utting am Ammersee mit rund 1,1 Millionen Euro für die Ortskerne. Das Geld komme insbesondere kleineren Kommunen zugute, um ihre Ortskerne zu erhalten und zu stärken, heißt es in einer Mitteilung.

Betroffene Orte: Grainau, Utting am Ammersee, Bernried am Starnberger See, Tutzing, Oberhausen, Weilheim i. OB, Penzberg
Themen: Bernried, Grainau, Oberhausen, Penzberg, Tutzing, Utting, Weilheim

Königsdorf: 15.000 Euro Schaden bei Dachstuhlbrand

In Königsdorf hat heute Morgen der Dachstuhl eines Aussiedlerhofs gebrannt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei geriet beim Anschüren des Backofens das Dachgebälk in Brand. Die Flammen griffen anschließend auf den restlichen Gebäudetrakt über. Die Feuerwehr konnte aber verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Verletzt wurde niemand. Der Schaden liegt bei über 15.000 Euro. Als Brandursache vermutet die Polizei Funkenflug. Die B11 war während der Löscharbeiten halbseitig gesperrt.  

 

Betroffene Orte: Königsdorf
Themen: Königsdorf, Feuerwehr, Brand

Live-Ticker: Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen

+++ Donnerstag, der 9. Juni +++

UPDATE 13:30 - Ermittlungen nach Zugunglück dauern an

Die Ermittlungen an der Unfallstelle des tödlichen Zugunglücks von Garmisch-Partenkirchen ziehen sich hin. Mit den Instandsetzungsarbeiten konnte auch am Donnerstag zunächst nicht begonnen werden: «Noch immer ist die Unfallstelle nicht freigegeben, weil noch Begutachtungen stattfinden», sagte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. Die fast 50 Mitarbeiter umfassende Soko «Zug» arbeite weiter auf Hochtouren. Es müsse abgewartet werden, «bis irgendwann die Experten sagen: Wir haben jetzt alles untersucht».

Dem Vernehmen nach könnten die Arbeiten bis nach dem G7-Gipfel Ende Juni dauern. Allerdings macht die Bahn hierzu keine Angaben.

 

+++ Mittwoch, der 8. Juni +++

UPDATE 16:05 - Gedenkgottesdienst und Trauerbeflaggung

Mit einem ökumenischen Trauergottesdienst soll am Samstag in Garmisch-Partenkirchen an die Opfer des Zugunglücks gedacht werden. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der evangelischen Regionalbischof Christian Kopp wollen den Gottesdienst gemeinsam mit Hinterbliebenen, Überlebenden und Angehörigen, Rettungs- und Hilfskräften sowie weiteren Gläubigen feiern. Das teilten das Erzbistum München und Freising und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern jetzt gemeinsam mit.

Auch Vertreter der Staatsregierung und weitere Vertreter der Politik werden erwartet. Da unter den Opfer zwei Frauen sind, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen waren, werden im Rahmen des Gottesdienstes auch Gebete in ukrainischer Sprache vorgetragen.

Aus Anlass des Gottesdienstes hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder einer Mitteilung zufolge für Samstag Trauerbeflaggung aller staatlichen Dienstgebäude in Bayern angeordnet. Auch unter anderem Gemeinden, Landkreise und Bezirke bat er, so zu verfahren.

 

UPDATE 13:15 - B2 und Farchanter Tunnel werden für Verkehr freigegeben

Fünf Tage nach dem Zugunglück in Grainau sind die Bundesstraße 2 und der Farchanter Tunnel in Kürze wieder befahrbar. Die Verkehrssperren entlang der viel befahrenen Route in der Ferienregion würden aufgehoben, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit. In Fahrtrichtung Süden waren Bundesstraße sowie der Tunnel Farchant bereits wieder für den Verkehr freigegeben. Nach Norden in Richtung München werde mit der Aufhebung der Sperre im Laufe des Nachmittags gerechnet.

 

+++ Dienstag, der 7. Juni +++

UPDATE 11:45 - Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein

Die Staatsanwaltschaft München II hat nach dem Zugunglück ein Ermittlungsverfahren gegen drei Personen wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Bei den Beschuldigten handele es sich um Mitarbeiter der Deutschen Bahn, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei dem Unglück waren fünf Menschen ums Leben gekommen.

 

UPDATE 09:30 - A95 wieder geöffnet

In Folge der Aufräumarbeiten wurde der Verkehr auf der A95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen frühzeitig auf Höhe der Abzweigung Sindelsdorf von der Straße abgeleitet. Im Laufe des Vormittags wird die Autobahn aber bis zum Autobahnende bei Eschenlohe wieder freigegeben. Immer noch betroffen von den Aufräumarbeiten, ist jedoch auch weiterhin der Tunnel Farchant. 

 

+++ Montag, der 6. Juni +++

UPDATE 19:00 - Bahn plante laut Bericht Schienenerneuerung

Bei den Ermittlungen zur Ursache des tödlichen Zugunglücks von Garmisch-Partenkirchen rücken die Schienen und Fahrgestelle ins Zentrum der Ermittlungen. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte heute, dass die Unfallursache «mit dem Schwerpunkt in Richtung technische Defekte gesucht» werde. Fahrgestelle von Waggons seien bereits sichergestellt worden, «und es wird im Moment auch überlegt, inwieweit einzelne Schienen oder Schwellen sichergestellt werden müssen. Auf jeden Fall werden die im Moment peinlichst genau untersucht und vermessen». So der Minister weiter. 

Nach einem Bericht der Zeitung «Die Welt» plante die Deutsche Bahn auf der Unglücksstrecke in Kürze Sanierungsarbeiten an den Gleisen. Demnach sollten vom 25. Juni bis 9. Juli zwischen Oberau und Garmisch-Partenkirchen eine nächtliche Gleislageberichtigung und Schienenerneuerungen stattfinden. Die Deutsche Bahn habe auf Fragen der «Welt» dazu mitgeteilt, aufgrund der laufenden Ermittlungen könne sie sich hierzu derzeit nicht äußern.

 

UPDATE 17:25 - Zwei Ukrainerinnen unter Todesopfern

Unter den vier beim Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen getöteten Frauen sind auch zwei Mütter aus der Ukraine, die mit ihren Kindern nach Bayern geflüchtet waren. Das fünfte Todesopfer sei ein 14-Jähriger aus der Region. Das sagte heute der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Eine Person schwebe weiterhin in Lebensgefahr. Die Unfallursache werde «mit dem Schwerpunkt in Richtung technische Defekte gesucht», sagte Herrmann. Ein unmittelbarer Fehler des Fahrpersonals sei im Moment nicht ersichtlich.
 

UPDATE 15:45 - Waggonteile werden in Kieswerk begutachtet

Weitere Wagenteile des Unglückszugs von Garmisch-Partenkirchen sind abtransportiert und in einem Kieswerk in der Nähe zur Begutachtung gelagert worden. Die Aufräumarbeiten dauern auch zur Stunde weiter an. Die Wagen werden per Kran angehoben, auf eine Straße gehievt - und dort von einem Bagger zerteilt. Nur so können sie mit Tiefladern transportiert werden.
 

UPDATE 09:05 - Gedenkgottesdienst geplant

Inzwischen sind weitere Waggons für den Abtransport vorbereitet worden. An der Unglücksstelle ist ein weiterer zerteilter Wagen zu sehen. Am Freitagmittag war der Zug entgleist - fünf Menschen kamen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt. Um die entgleisten Wagen über die Straße abtransportieren zu können, müssen sie zerlegt werden. Die Kirchen planen für dem 11. Juni einen Gedenkgottesdienst. Schon heute Abend soll es ein ökumenisches Gebet in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Garmisch-Partenkirchen geben.

 

UPDATE 06:40 - Vorbereitungen für weiteren Abtransport

Mit großen, schweren Geräten arbeiten die Einsatzkräfte heute weiter an der Unfallstelle des Zugunglücks von Garmisch-Partenkirchen. Die Aufräumarbeiten sind aufwendig - Kräne hieven die entgleisten Wagen auf die Straße. Dann werden sie zerlegt und mit Tiefladern abtransportiert. 
 

+++ Sonntag, der 5. Juni +++

UPDATE 19:05 - Aufräumarbeiten bis Montagfrüh unterbrochen

Die Einsatzkräfte haben die Aufräumarbeiten am Sonntagabend unterbrochen. Am Montag soll es weitergehen. Die Unglücksstelle sei «gesichert, abgesperrt und bewacht», sagte ein Sprecher der Polizei. Am Pfingstmontag in der Früh werde weitergearbeitet. Die Aufräumarbeiten sind aufwändig - Kräne hieven die entgleisten Wagen auf eine Straße, dann werden sie zerlegt und mit Tiefladern abtransportiert.
 

UPDATE 15:50 - Alle Vermisstenfälle geklärt

Nach dem Zugunglück hat die Polizei die letzten offenen Vermisstenfälle klären können. Mittlerweile wisse man von allen Menschen, die seit Freitagnachmittag als vermisst gemeldet worden waren, wo sie sind. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd jetzt mit. Am Samstagmittag galten noch sieben Menschen als vermisst.
 

UPDATE 12:00 - Identifizierung der Todesopfer weitestgehend abgeschlossen

Nach Angaben der Polizei ist die Identifizierung der fünf Todesopfer weitgehend abgeschlossen. Demnach handelt es sich um drei Frauen im Alter von 32, 39 und 70 Jahren sowie nach bisherigen Erkenntnissen um eine 51-Jährige. Das fünfte, erst gestern geborgene Opfer sei ein Junge im Teenageralter. Das hat die Polizei jetzt mitgeteilt. Von den mehr als 40 Verletzten befinde sich eine Person noch in kritischem Zustand.

Die Unglücksursache ist weiterhin unklar. Eine Soko «Zug» arbeite aktuell daran, den Hergang zu rekonstruieren. Die Leitung liege bei der Staatsanwaltschaft München II. Unterstützt werden die Ermittler von Sachverständigen.

 

UPDATE 10:20 - 30 Soldaten helfen bei Rettung - Statement der Bundeswehr

Innerhalb von nur einer Stunde konnten die meisten Zuginsassen gerettet werden – und einen maßgeblichen Anteil daran hat auch die Bundeswehr. Zunächst hieß es, dass 15 Soldaten an Bord des verunglückten Zuges waren und den Notruf absetzen. Wie die Bundeswehr jetzt mitteilt, waren es sogar 30 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Mittenwald. Sie nahmen Kontakt zu den Rettungskräften außerhalb der Regionalbahn auf, halfen dabei, alle Passagiere zu evakuieren und schlugen Fenster ein. Diese Hilfsbereitschaft wussten auch die Einsatzleitungen von Feuerwehr und Polizei zu schätzen.

Auch Brigadegeneral Maik Keller lobt die Soldaten: „Ich bin unglaublich stolz auf die Leistung meiner Truppe vor Ort. Einige waren selber leicht verletzt und haben dennoch unmittelbar geholfen. Hier zeigt sich die professionelle Ausbildung und große Belastbarkeit der Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23. Unsere Gedanken sind jetzt aber in erster Linie bei den Opfern und den Verletzten dieses furchtbaren Unglücks und deren Familien“.

Von den Gebirgssoldaten wurden einige leicht verletzt – einer musste wiederum mit Brüchen in das Krankenhaus Garmisch-Partenkirchen gebracht werden. Eine befürchtete Wirbelsäulenverletzung stellte sich bei einem weiteren Soldaten glücklicherweise als nicht kritisch heraus.

 

UPDATE 09:50 - 250 Tonnen Spezialkran kommt zum Einsatz

Zwei Tage nach dem Zugunglück gehen die Aufräumarbeiten weiter. Jetzt soll ein 250 Tonnen schwerer Spezialkran zum Einsatz kommen. Dieser soll unter anderem die Lok wieder auf das Gleis heben. Außerdem soll der umgestürzte Waggon, welcher gestern auf die B2 gehoben wurde, abtransportiert werden. Das sagte ein Polizeisprecher. Dafür müsse der Waggon möglicherweise in zwei Teile geteilt werden. Die Arbeiten dürften einige Zeit dauern.

 

+++ Samstag, der 4. Juni +++

UPDATE 21:35 - DB rät weiterhin von Reisen in Richtung Garmisch-Partenkirchen ab

Nach dem Zugunglück laufen vor Ort weiterhin Bergungs- und Ermittlungsarbeiten. Sobald die Unfallstelle freigegeben ist, beginnen die Aufräumarbeiten. „Eine vollständige und abschließende Begutachtung aller entstandenen Schäden sowie deren Instandsetzung sind erst nach Abschluss der Zugbergung möglich. Eine Prognose, wann die Strecke wieder freigegeben werden kann, ist daher derzeit noch nicht möglich“, so die Deutsche Bahn.

Die Ursachen des Unfalls sind weiterhin unklar. Die Deutsche Bahn unterstütze aber die Ermittlungen zur Unfallursache vollumfänglich.

Der Streckenabschnitt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberau ist weiterhin gesperrt. Züge aus Richtung München wenden in Oberau. Aus Richtung Mittenwald wenden die Züge in Garmisch-Partenkirchen. Die Deutsche Bahn rät aktuell von Reisen in Richtung Garmisch-Partenkirchen ab.

 

UPDATE 18:50 - Etwa sieben Menschen aktuell noch vermisst

Die Einsatzkräfte suchen weiter nach Vermissten. Aktuell geht die Polizei nicht davon aus, weitere Opfer unter den Trümmern zu finden. Völlig ausgeschlossen sei das aber weiterhin nicht. Etwa sieben Menschen werden noch vermisst. Man hofft, dass sie anderweitig unterwegs waren und sich noch melden oder sich unter den Verletzten im Krankenhaus befinden.

 

UPDATE 17:40 - Wichtige Telefonnummern im Überblick

Im Oberland und in ganz Deutschland ist das Entsetzen über das Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen, und damit mitten in unserer Heimat, groß.

Sollten Sie mit diesem tragischen Ereignis und den Bildern, die es in unseren Köpfen hinterlässt, allein nicht zurechtkommen, haben wir hier für Sie ein paar Telefonnummern, die Ihnen weiterhelfen können.

Telefonseelsorge: 0800 3 111 111

Nummer gegen Kummer: 116 111 (Kinder und Jugendtelefon)

Elterntelefon: 0800 111 0550

Zentrale Vermissten- und Hinweisstelle der Polizei: 0800/7766350

 

UPDATE 15:10 - Statement Bundesverkehrsminister Wissing und Bahnchef Lutz 

Bundesverkehrsminister Volker Wissing und Bahnchef Richard Lutz haben sich bestürzt über das Zugunglück gezeigt und eine umfangreiche Aufklärung zugesagt. Den Familien der Opfer sprachen beide bei einem Besuch am Unglücksort ihre Anteilnahme aus. Zugleich dankten sie den Rettungskräften - darunter viele Ehrenamtliche.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing: «Es ist ergreifend, hier zu stehen und zu sehen, welche dramatischen Ausmaße dieser Zugunfall genommen hat. Die Sache wird jetzt weiter aufgeklärt und umfangreich aufgearbeitet.» 

Noch während des Besuchs war aus den Trümmern ein fünftes Todesopfer geborgen worden. Lutz äußerte sich erschüttert, «weil hier Menschen gestorben sind, junge Menschen, die noch ein ganzes Leben vor sich hatten, Familien zerrissen wurden und auch viele Menschen verletzt, teils schwer verletzt wurden.»

Nach bisherigem Stand handelt es sich bei den Toten um vier Frauen und eine männliche Person - über das Alter der Opfer wurde offiziell nichts gesagt. Medienberichte, nach denen es sich bei dem fünften Toten um einen Schüler handelt, bestätigte die Polizei nicht. Neuen Zahlen zufolge wurden mehr als 40 Menschen verletzt, mehrere davon schwer.

 

UPDATE 14:30

Laut Polizei handelt es sich bei vier der Opfer gesichert um weibliche Personen. Zu den Identitäten gibt es bislang aber noch keine Erkenntnisse, die kriminalpolizeilichen Untersuchungen hierzu gestalten sich nach wie vor schwierig. Für die endgültige Bergung des Zuges werden voraussichtlich mehrere Tage notwendig sein. Zur Klärung des Unfallhergangs wurde bei der Kripo Weilheim inzwischen eine Sonderkommission eingerichtet.


UPDATE 14:00 - Fünftes Todesopfer geborgen

Einen Tag nach dem Zugunglück ist eine weitere Leiche geborgen worden. Die Zahl der Toten erhöhte sich damit auf fünf. Die Bergung der Toten war sehr schwierig, weil zunächst einer der umgestürzten und verkeilten Waggons angehoben werden musste. Erste Versuche dazu waren gescheitert.
 

UPDATE 11:30

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder war inzwischen vor Ort und hat sich ein Bild von der Lage gemacht. Söder zeigte sich betroffen: Wir hoffen sehr, dass es keine weiteren Todesfälle gibt.» Ein solches Unglück sei immer ein Schock und ein «Stich ins Herz». 

 

UPDATE 09:10

Mindestens drei Tote liegen derzeit noch unter den Trümmern der umgestürzten Waggons. Heute wird laut Polizeisprecher ein Bergekran, der bis zu 120 Tonnen heben kann, an der Unfallstelle erwartet. Derzeit kann noch nicht ausgeschlossen werden, ob noch weitere Opfer unter den Waggons liegen.

 

UPDATE 01:10

Noch am Abend hat die Bundesinnenministerin Nancy Faeser die Unglücksstelle besucht und sich ein Bild von der aktuellen Lage gemacht. Die SPD-Politikerin sagte, sie sei zutiefst erschüttert. Faeser sprach von einer furchtbaren Katastrophe. Zugleich würdigte sie die Leistung der rund 650 Einsatzkräfte.

 

UPDATE 00:30

Die genaue Opferzahl ist weiterhin unklar. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gebe es zwölf Vermisstenmeldungen, die noch nicht endgültig abgearbeitet werden konnten. Außerdem schloss er nicht aus, dass unter den entgleisten und umgestürzten Wagen noch weitere Tote liegen. 

Heute werden sich auch Ministerpräsident Markus Söder, der DB-Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Lutz und Bundesverkehrsminister Volker Wissing ein Bild von der Unglücksstelle machen.

 

+++ Freitag, der 3. Juni +++

 

UPDATE 19:35  --- Umleitungen

Aufgrund der weiteren Bergungsarbeiten im Nachgang zum schweren Zugunglück im 
Gemeindegebiet des Marktes Garmisch-Partenkirchen ist es unumgänglich, den Verkehr bis zum 
Ende der Bergungsmaßnahmen, welche voraussichtlich bis Mitte nächster Woche andauern, 
großräumig umzuleiten. Dies betrifft hauptsächlich die Fahrtrichtung nach Süden.

- Der Fernverkehr wird bereits auf der A 95 auf Höhe Sindelsdorf ausgeleitet. 

- Ab dem 4. Juni 2022 wird der Verkehr aus Richtung Westen (Augsburg) von der B 17 
kommend über Kurzenried/Steingaden nach Füssen in Richtung Fernpass abgeleitet. 

- Der Verkehr aus der Richtung Mittenwald / Innsbruck wird vorübergehend bei Krün in
Richtung B 11 über Wallgau, Walchensee und Kochel abgeleitet. 

- Die Zufahrt zu den Passionsspielen in Oberammergau ist aus allen Richtungen möglich. 

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Verkehrsumleitungen zu beachten.

 

UPDATE 19:25 --- Statement der DB

Nach dem Unfall eines Regionalzugs am heutigen Mittag auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und München hat DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz den Verletzten und Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen: „Die Eisenbahnerfamilie und ich sind schockiert von dem schrecklichen Zugunglück. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Verletzten und ihren Familien. Selbstverständlich unterstützen wir die ermittelnden Behörden bei der Aufklärung der Unfallursache.“ 

Die DB hat eine Sonder-Hotline geschaltet unter: 0800 3 111 111.

Über die Ursachen des Unfalls kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Ermittlungen laufen. 

Der Streckenabschnitt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberau ist weiterhin gesperrt. Züge aus Richtung München wenden in Oberau. Aus Richtung Mittenwald wenden die Züge in Garmisch-Partenkirchen. Die DB rät aktuell von Reisen in Richtung Garmisch-Partenkirchen ab.

 

UPDATE 18:00

Drei der  vier Todesopfer des schweren Zugunglücks bei Garmisch-Partenkirchen müssen noch geborgen werden. Laut Innenminister Herrmann liegen drei der Todesopfer noch unter einem umgestürzten Waggon. Ein vierter Mensch sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

 

UPDATE 17:30

Nach dem Zugunglück mit vier Toten im Garmisch-Partenkirchener Ortsteil Burgrain, sind die Bergungsarbeiten abgeschlossen. Das hat die Polizei jetzt mitgeteilt.

 

UPDATE 16:35 --- Zentrale Hotline eingerichtet

Die Polizei hat die Telefonnummer einer Zentralen Vermissten- und Hinweisstelle bekanntgegeben. Wer jemanden vermisst oder auch Hinweise zur Aufklärung geben kann, darf unter folgender Nummer anrufen.

0800/7766350

 

UPDATE 16:15

Mehr als 500 Einsatzkäfte sind im Einsatz. Die Kripo ist zur Identifizeriung der Opfer vor Ort. Im Zug waren wohl auch Schülerinnen und Schüler, die entweder in die Obhut der Eltern übergeben wurden oder anderweitig betreut werden.

Außerdem waren auch geschätzt 12 bis 15 Personen der Bundeswehr Mittenwald an Bord, welche auch den Notruf abgesetzt haben.

 

UPDATE 15:40 

Bei dem schweren Zugunfall wurden 4 Personen tödlich verletzt und ca. 30 Zugfahrgäste verletzt, 15 davon so schwer, dass sie in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.

 

UPDATE 14:30

Inzwischen sind drei Tote, insgesamt 60 Verletzte und davon 16 Schwerverletzte bestätigt. Die Bahnstrecke zwischen München und Garmisch-Partenkirchen ist komplett gesperrt. Einen Ersatzverkehr plant die DB derzeit nicht mehr. 

 

Wegen eines Zugunglücks läuft in Garmisch-Partenkirchen ein Großeinsatz aller verfügbaren Rettungskräfte aus der Region. Ein Regionalzug ist Höhe des Kreisverkehrs Richtung Farchant entgleist.
Laut ersten Informationen der Polizei sollen Waggons teilweise auf der der Seite liegen. Wieviele Fahrgäste wie schwer verletzt worden sind ist noch unklar. Die Bahnstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberau ist gesperrt. Die Deutsche Bahn plant gerade einen Ersatzverkehr.

Themen: Burgrain, GarmischPartenkirchen, Zug, Unfall

Murnau-Werdenfelser Rind gefährdet

Der Förderverein zum Erhalt des Murnau-Werdenfelser Rind sorgt sich aufgrund von Plänen der Bundesregierung um die Existenz kleinstbäuerliche Betriebe. Bis 2030 will das Bundeslandwirtschaftsministerium die Anbindehaltung von Rindern auslaufen lassen. Der Förderverein befürchtet, dass davon auch die sogenannte Kombinationshaltung betroffen sein könnte, also die Haltung der Tiere im Sommer auf der Weide und im Winter angebunden im Stall. Für Kleinstbauern mit nur wenigen Tieren würde ein Verbot dieser Haltungsform das Ende ihres Betriebs bedeuten. Denn der Umbau ihrer Ställe ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern in vielen Dörfern auch aus Platzgründen nicht möglich. Das Murnau-Werdenfelser Rind ist das bayerische Urvieh und eine vom Aussterben akut bedrohte Haustierrasse. Das Ende der Kombihaltung würde den Erhalt der Rasse erneut gefährden.

Betroffene Orte: Murnau a. Staffelsee

Brauereimitarbeiter im Oberland bekommen mehr Geld

Mitarbeiter von Brauereien im Oberland dürfen sich über mehr Lohn freuen. Unter anderem in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau steigen rückwirkend zum März die Tarif-Einkommen in Brauereien um 4,1 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit und ruft die Beschäftigten dazu auf, ihre aktuelle Lohnabrechnung zu prüfen. Laut Statistischem Bundesamt sind Bayerns Brauereien besser durch die Corona-Pandemie gekommen als in anderen Bundesländern. Während der Bierabsatz bundesweit sank, verzeichnete der Freistaat einen Zuwachs.

 

Themen: Jobs, Landkreis GarmischPartenkirchen, Landkreis WeilheimSchongau

Arrestzellen im Garmisch-Partenkirchner Skistadion

Im Skistadion in Garmisch-Partenkirchen landen normalerweise Skispringer. Während des G7 Gipfels landen mutmaßliche Straftäter dort aber in Sammelstellen. Dazu hat die Polizei in den vergangenen Wochen zahlreiche Container aufgebaut. Festgenommene Personen sollen hier vorübergehend untergebracht werden. In die rund 190 Container werden außerdem Richter und Polizisten einziehen. Der Verwahr- und Bürokomplex ist nun weitgehend aufgebaut und wird heute bei einem Vor-Ort-Termin zum ersten Mal vorgestellt.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen
Themen: Gefängnis

Schwarzbauten in Wolfratshausen werden wohl abgerissen

Im Wolfratshauser Stadtteil Weidach sollen drei Häuser Schwarzbauten sein. Jetzt hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass es keine Baugenehmigung für die bereits errichteten Einfamilienhäuser geben soll. Der Eigentümer der Schwarzbauten muss deshalb spätestens im Herbst mit dem Schlimmsten rechnen – dem Abriss seiner Häuser, so der Merkur. Kommt der Bauherr der Abrissforderung bis 1. Oktober nicht nach wird es durch das Kreisbauamt eine Beseitigungsanordnung geben.

Betroffene Orte: Wolfratshausen
Themen: Baugebiet

G7-Karawane zieht durch Deutschland

Noch bis zum 27. Juni findet eine internationalistische Karawane für globale Gerechtigkeit und zur Mobilisierung gegen den G7-Gipfel in Bayern Ende Juni statt. Das hat das Bündnis „Stop G7 Elmau“ jetzt mitgeteilt. Bei der Karawane reisen AktivistInnen unter anderem aus Mexiko, Honduras, Namibia und Palästina nach Deutschland, um mehr Gehör und Sichtbarkeit für ihre Kämpfe zu schaffen, heißt es in einer Mitteilung. Durch Veranstaltungen und persönliche Treffen im Zuge der Karawane werden Kritik an der strukturellen Ausbeutung und den daraus resultierenden Krisen sichtbarer gemacht. "Wir sehen den G7 als Teil des Problems und nicht der Lösung“, heißt es weiter. Die Karawane ist vom 22. Bis zum 25. Juni in München, danach geht es weiter nach Garmisch-Partenkirchen.

 

Mehr Infos:

G7-Mobi-Rundreise | Stop G7 Elmau (stop-g7-elmau.info)

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, München
Themen: G7Gipfel

Etliche RichterInnen, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte für G7 im Oberland

Beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Krün werden mehr als zwei Dutzend Staatsanwälte und Richter vor Ort sein. Im Schichtbetrieb sollen mehr als 25 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte rund um die Uhr im Einsatz sein. Daneben werden in Garmisch-Partenkirchen zwischen vier und sieben Richterinnen und Richter durchgehend vor Ort sein, wie das Justizministerium mitteilte. «Polizei und Justiz bereiten sich sehr sorgfältig auf das Treffen in Elmau vor», sagte Justizminister Georg Eisenreich. Der G7 Gipfel findet vom 26. bis zum 28. Juni statt.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Krunkel
Themen: G7Gipfel

Polizei führt Regeln für Murnauer Schweinebucht ein

Party, Musik und Alkohol. Die Murnauer Schweinebucht ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt bei Jugendlichen. Oft wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Zum Leidwesen zahlreicher Anwohner. In letzter Zeit ist es vermehrt zu Ruhestörungen gekommen. Helfen soll nun ein Stufenplan, den die Beteiligten zusammen mit der Polizei bei einem runden Tisch entwickelt haben. Es soll nicht direkt alles verboten werden. Man wolle erstmal nach einer bestimmten Zeit Musikboxen und Alkohol verbieten, so die Polizei. Sollten die Maßnahmen nicht greifen, könnten später in einer weiteren Stufe auch Bußgelder fällig werden.

Betroffene Orte: Murnau a. Staffelsee
Themen: Staffelsee

„PeitingMobil“ startet

Die Gemeinde Peiting setzt in Sachen Mobilität künftig auf drei Elektroautos. Die sollen ab Juli dieses Jahres im Ortsgebiet unterwegs sein. „PeitingMobil“ nennt sich das Projekt. Das erste E-Auto ist mittlerweile in der Marktgemeinde angekommen, teilte Bürgermeister Peter Ostenrieder mit. Die beiden weiteren werden in den kommenden Wochen erwartet. Zudem soll es noch in diesem Herbst eine Schnellladestation mit 150 kW geben, wie sie ach von Autobahnen her bekannt sind. Das E-Auto-Konzept in Peiting hätte bereits Anfang des Jahres starten sollen. Wegen Lieferverzögerungen wurde der Starttermin aber in den Sommer verschoben.

Betroffene Orte: Peiting
Themen: Mobilität

Penzberg: Bürgerbahnhof nimmt konkrete Formen an

In Penzberg feilt eine Initiative bereits seit mehreren Jahren an der Idee eines Bürgerbahnhofs. Dabei soll der Bahnhof in ein Areal mit Brauerei, Gastronomie und Bühne verwandelt werden. Zuletzt gerieten die Pläne auch wegen Corona ins Stocken. Zum Stadtfest Ende Juni nimmt der Bürgerbahnhof jetzt aber konkrete Formen an. Im Rahmen der dreitätigen Feierlichkeiten wird die Wartehalle für kulturelle Aktivitäten der Penzberger Vereine genutzt. Das Stadtfest findet vom 24. bis 26. Juni statt.

Betroffene Orte: Penzberg
Themen: Bahnhof