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News für den 26. Oktober 2023

Razzia beim Deutschen Eishockey-Bund: Ermittlungen gegen ehemaligen Präsidenten Reindl

Ermittler haben heute Räumlichkeiten des Deutschen Eishockey Bundes DEB und des ehemaligen Präsidenten Franz Reindl aus Garmisch-Partenkirchen durchsucht. Laut Medienberichten gehe es um den Anfangsverdacht der Untreue. Die „Augsburger Allgemeine“ und der „Spiegel“ hatten recherchiert und anschließend öffentlich gemacht, dass Reindl in mögliche Interessenkonflikte verwickelt sei – und zwar bei der Vermarktung der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittle demnach seit Anfang 2022 in diesem Fall.

Jetzt wurden also Büros des DEB e.V. in München und Privaträume von Franz Reindl durchsucht. Der Garmisch-Partenkirchner sei der einzige Beschuldigte – es gilt die Unschuldsvermutung.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, München
Themen: München, Staatsanwaltschaft, Garmisch-Partenkirchen, Sport, Eishockey

Hochwasserschutz Kanker steht vor Abschluss

Vor knapp 20 Jahren wurde es als das größte Wildbach-Projekt Bayerns bezeichnet. Jetzt stehen die Hochwasserschutzmaßnahmen der Kanker in Garmisch-Partenkirchen vor dem Abschluss.

Das Bauwerk befinde sich in den letzten Zügen, teilt das Wasserwirtschaftsamt Weilheim gegenüber Radio Oberland mit. Spätestens im November sollten auch die letzten Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen sein, heißt es. Damit gehen jahrelange Bauarbeiten zu Ende. Rund 45 Millionen Euro wurden in den Hochwasserschutz investiert. Entstanden sind unter anderem ein Rückhaltebecken beim Klinikum und ein Wildholzrechen. Außerdem wurde der Wamberger Graben ausgebaut und ein Rückhaltesystem eingebaut. Im kommenden Frühjahr soll das Projekt mit einem kleinen Fest eingeweiht werden.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Wie geht es weiter mit dem Bau des B 2-Tunnels in Starnberg?

Um diese Frage dreht sich eine öffentliche Informationsveranstaltung des Vereins Umweltbewusste Verkehrsentlastung Starnberg am Abend. Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Projekt ab Jahresende seinen aktuellen Leiter Herwig Ludwig verlieren wird. Dieser wechselt vom staatlichen Bauamt Weilheim zur Landeshauptstadt München. Ein Nachfolger wird derzeit gesucht.

Betroffene Orte: Starnberg

Braucht Garmisch-Partenkirchen Wasserstellen für durstige Einheimische und Gäste?

Die SPD-Fraktion findet schon und stellte heute Abend einen entsprechenden Antrag im Sozialausschuss. Das Aufstellen von Trinkwasserbrunnen solle geprüft werden, heißt es. Außerdem sollen Brunne, die bereits Trinkwasserqualität haben, künftig mit einem Hinweisschild gekennzeichnet werden. Ebenfalls Thema in der Sitzung heute Abend: die Sperrung bestimmter Skipisten im Classic-Gebiet in der kommenden Skisaison. Zum Beispiel für aufsteigende Skitourengeher oder Schneeschuhwanderer. 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Stadt Penzberg findet alternativen Standort für Flüchtlingsunterkunft

Nein zur Unterbringung von Asylbewerbern in den alten Turnhallen der Bürgermeister-Prandl-Schule in Penzberg. Das war die klare Meinung bei einer Informationsveranstaltung vor zwei Wochen.

Jetzt konnte die Stadt einen alternativen Standort für eine Notunterkunft finden, teilte Bürgermeister Stefan Korpan mit. Nach einer Besichtigung mit Vertretern des Landratsamtes Weilheim-Schongau steht fest, dass die Unterkunft auf einer unbebauten Fläche im Gewerbebiet Nonnenwald errichtet werden kann. Geplant ist eine Thermohalle. Heute Nachmittag informiert die Stadt über die Pläne. Bereits in wenigen Wochen soll die Unterkunft auch schon bezogen werden. Und die Schul-Sporthallen der Penzberger Schule bleiben frei.

Betroffene Orte: Penzberg

Fristverlängerung für Unwetter-Härtefallfond

Wer im Oberland im Sommer vom Hagelunwetter betroffen war, hat länger Zeit finanzielle Unterstützung zu beantragen. Die Frist der Härtefall-Regelung wurde bis zum 31. März 2024 verlängert, heißt es beim Finanzministerium. Ursprünglich hätten die Anträge bis zum 31. Oktober gestellt sein müssen. Ministerpräsident Söder hatte den Betroffenen im Sommer finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt.

"Rettet Berta" - Böbing in Weilheim-Schongau setzt ein Zeichen zu geplantem Tierschutzgesetz

„Rettet Berta vor dem Schlachthof und Kleinbauern vor dem Aus! Unter diesem Motto finden Bayernweit am Wochenende verschiedene Aktionen statt. Auch bei uns im Oberland. In Böbing im Landkreis Weilheim-Schongau wird schon am heutigen Nachmittag ein Zeichen gesetzt.

Die Demonstrierenden wollen sich mit dieser Aktion gegen das geplante Tierschutzgesetz von Bundeslandwirtschafminister Cem Özdemir wehren. Demnach soll es künftig generell verboten sein, Tiere angebunden oder anderweitig fixiert zu halten. Laut dem Bayerischen Bauernverband hätte das fatale Folgen gerade für alle kleinen Bauernhöfe und Milchviehhalter. Davon betroffen auch die Kombinationshaltung, bei der sich Rinder zeitweise auf Almen, Alpen und Weiden sowie in Laufhöfen oder Strohboxen bewegen können. Da ein Um- oder Neubau der Ställe oftmals nicht möglich sei, bliebe vielen betroffenen dann nur noch die Aufgabe der Viehhaltung. Darunter würde dann auch die Biodiversität leiden.

Betroffene Orte: Böbing

Baustellen im Oberland werden verlängert

Wer auf der B11 Walchensee-Wallgau und der B23 bei Griesen unterwegs ist braucht noch länger Geduld. Auf beiden Bundesstraßen gibt es eine halbseitige Sperrung wegen Felssicherungsarbeiten. Wie das Staatliche Bauamt Weilheim mitteilt, dauern die Arbeiten länger als geplant. Die halbseitige Sperrung der B11 zwischen Walchensee und Wallgau bleibt demnach bis zum 17. November bestehen. Auf der B23 zwischen Griesen und Österreich kommt es bis zum 10. November zu Behinderungen.

Betroffene Orte: Wallgau, Walchensee, Griesen

A95: Einfahrt Wolfratshausen eine Woche gesperrt

Diesen Termin sollten sich Autofahrer auf der A95 schon mal vormerken. In der kommenden Woche ist die Einfahrt der Anschlussstelle Wolfratshausen Richtung Garmisch-Partenkirchen gesperrt. Das teilt die „Autobahn Südbayern GmbH“ mit. Grund ist die Sanierung der Fahrbahn. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Gesperrt ist die Einfahrt vom 30. Oktober ab 7 Uhr bis Samstag 4. November um 18 Uhr.

Betroffene Orte: Wolfratshausen
Themen: Garmisch-Partenkirchen, Wolfratshausen, Verkehr, Autobahn, A95

Vermisstenfall "Eva-Maria Disch": Polizei bekommt Hinweise nach ZDF-Sendung

Nachdem der Vermisstenfall Eva-Maria Disch aus Kochel Teil der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ gewesen ist, sind bei der Kripo Weilheim dazu neue Hinweise eingegangen. Das sagte ein Sprecher gegenüber Radio Oberland. Seit der Ausstrahlung gestern Abend, seien einige Hinweise reingekommen. Eine Zahl nannte der Sprecher nicht. Diese werden nun überprüft. Eine ganz heiße Spur scheine aber nicht dabei zu sein. Eva Maria Disch war im Oktober 2016 unter mysteriösen und bisher ungeklärten Umständen verschwunden.

Betroffene Orte: Kochel a. See
Themen: Kochel, Polizei, Vermisst, Sonstiges, Vermisste

Neuschwanstein: Mordanklage gegen Touristen nach Gewalttat

Diese Tat hat auch im Oberland für Entsetzen gesorgt. Vor vier Monaten kam es in der Nähe von Schloss Neuschwanstein bei Schwangau zu einem Gewaltverbrechen an zwei Touristinnen. Jetzt ist Anklage gegen einen 31-Jährigen erhoben worden. Dem US-Amerikaner werde Mord und versuchter Mord vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Kempten mit. Der Mann soll im Juni zwei junge Frauen an der Marienbrücke in eine Schlucht gestoßen haben. Eine 21-Jährige starb, ihre Begleiterin wurde schwer verletzt.

Betroffene Orte: Schwangau
Themen: Freizeit, Tourismus

Weilheim: Stadtrat gibt grünes Licht für neue Asyl-Unterkunft

Der Weg für eine neue Asyl-Unterkunft in Weilheim ist frei. Der Stadtrat hat den Plänen für ein Holzcontainer-Dorf am Leprosenweg zugestimmt. Geplant ist eine Unterkunft für 120 Asylbewerber und Kriegsgeflüchtete. Stehen soll die neue Anlage im Herbst 2024. Sie ersetzt die aktuellen Wohncontainer, die in die Jahre gekommen sind. Sie sollen abgerissen werden. Während der Übergangsphase sollen die Bewohner am Leprosenweg in eine Anlage beim Trifthof verlegt werden.

Betroffene Orte: Weilheim i. OB
Themen: Asylbewerber, Weilheim, Politik, Asyl, Stadtrat, Flüchtlinge

Saulgrub: Skirennfahrer Gratz freut sich auf "erstes Saison-Highlight"

Für einen unserer Oberland-Athleten wird es am Wochenende wieder ernst. Der Saulgruber Skirennfahrer Fabian Gratz geht zum Weltcup Saison-Auftakt im österreichischen Sölden an den Start. Dort darf er am Rettenbachferner im Riesenslalom ran. Für den 26-Jährigen etwas ganz Besonderes. Das erste Rennen der Saison sei immer ein Highlight, sagte er im Radio Oberland Interview. Der Riesenslalom findet am kommenden Sonntag statt. Der 1. Lauf beginnt um 10 Uhr.

Betroffene Orte: Saulgrub
Themen: Saulgrub, Sport, Ski, Weltcup

NS-Straßennamen: In Herrsching sollen Bürger mitentscheiden

Straßennamen mit Bezug zum Nationalsozialismus sind zuletzt Thema im Herrschinger Gemeinderat gewesen. Jetzt sollen die Bürgerinnen und Bürger selbst mithelfen, wie in Zukunft damit umgegangen werden soll. Bis Ende Februar können Meinungen, Vorschläge und Anregungen, einschließlich einer möglichen Namensänderung der Gemeinde mitgeteilt werden, heißt es. Im Frühjahr 2024 soll sich der Gemeinderat nach Auswertung der Einreichungen mit dem weiteren Vorgehen zu dieser Thematik auseinandersetzen.

Betroffene Orte: Herrsching a. Ammersee
Themen: Herrsching, Politik, Gemeinderat

Murnau: Landtagsabgeordneter fordert Fristverlängerung für Unwetter-Härtefallfond

Ende Oktober läuft die Frist für den Härtefallfond in den Landkreisen Tölz und Garmisch-Partenkirchen ab. Bis zum 31. Oktober können Privatpersonen staatliche Hilfen beantragen, die durch das Hagelunwetter im August in existenzielle Not geraten sind. Die Frist soll nun aber verlängert werden. Zumindest wenn es nach Grünen-Landtagsabgeordneten Andreas Krahl aus Murnau geht. Er bat Staatsminister Füracker in einem Schreiben, die Antragsfrist für Hilfen aus dem Härtefallfond zu verlängern. Und zwar bis zum Ende des Jahres. Das würde Betroffenen mehr Zeit verschaffen und weniger Stress bedeuten, heißt es in dem Schreiben.

Betroffene Orte: Murnau a. Staffelsee, Bad Bayersoien
Themen: Bad Bayersoien, Murnau, Politik, Landtag, Unwetter

Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft: Oberland als Wirtschaftsstandort in Gefahr

Der Wirtschaftsstandort Oberbayern ist in Gefahr. Davon betroffen auch das Oberland. Darüber informierte jetzt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft im Rahmen eines Gespräches unteranderem mit Unternehmern aus Schongau und Wolfratshausen. Diese stünden vor konjunkturellen und enormen strukturellen Herausforderungen, heißt es. Andreas Huber von der Vereinigung teilte mit, dass Firmen statt hierzulande in Betriebe aus mittel- und osteuropäischen Ländern oder Asien investieren. Das führe zu einer schleichenden De-Industrialisierung. Beispielsweise weil sich die Standortbedingungen für Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert haben.

Betroffene Orte: Schongau, Wolfratshausen
Themen: Schongau, Wolfratshausen, Wirtschaft