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News für den 28. Juni 2023
Kirchenaustritte im Oberland: Fast 80.000 Menschen kehren Bistümern Augsburg und München den Rücken
Die Zahl der Kirchenaustritte in Deutschland hat einen neuen Rekord erreicht. Mehr als eine halbe Million Katholiken haben der Kirche 2022 den Rücken zugekehrt. Das hat die Deutsche Bischofskonferenz heute mitgeteilt. Auch bei uns im Oberland liegt die Zahl der Austritte klar im fünfstelligen Bereich. So sind letztes Jahr im Bistum Augsburg über 30.000 Menschen ausgetreten – im Bistum München/Freising sogar fast 50.000. Einer der Gründe war wohl die Vorstellung eines Gutachtens zum Missbrauch im Erzbistum München und Freising im Januar. Aber auch die Diskussion um eine Mitschuld des inzwischen gestorbenen Papstes Benedikt XVI. Danach waren die Austrittszahlen förmlich explodiert.
Gestern Morgen hat es in einer Flüchtlingsunterkunft in Schongau in der Birkländer Straße gebrannt. Jemand hatte eine Pfanne mit Öl auf dem Herd vergessen, die sich entzündete. Anschließend versuchte die Person wohl, das heiße Öl mit Wasser zu löschen, was den Brand noch verstärkte. Der Sachschaden liegt bei rund 10.000 Euro, verletzt wurde niemand.
Wolf und Bär in Bayern: Unterstützung für bäuerliche Betriebe Thema bei Diskussionsrunde
Seit Monaten wird in Bayern und im Oberland über den Umgang mit Wolf und Bär diskutiert – immer wieder waren die Tiere zuletzt gesichtet worden. Wie in dieser Situation bäuerlichen Betrieben geholfen werden kann, ist heute Thema bei einer Veranstaltung der Freien Wähler in Bayrischzell. Mit dabei sind dann auch Garmisch-Partenkirchens Landrat Anton Speer und der Oberammergauer Landtagsabgeordnete Florian Streibl. Anschließend soll auch mit Interessenten diskutiert werden – los geht’s um 19 Uhr.
Zuletzt hatte die Bayerische Regierung bereits die Regularien zur Wolfsentnahme gelockert. Seit dem 1. Mai können Tiere, die sich auffällig verhalten leichter entnommen werden – inzwischen reicht nämlich ein einziger Riss.
Hundekot-Problem in Penzberg: Stadt ruft zu mehr Verantwortung auf
Bei der Stadtverwaltung Penzberg gehen immer wieder Beschwerden über Verunreinigungen durch Hundekot auf öffentlichen Flächen und landwirtschaftlich genutzten Grundstücken ein. Deshalb bittet die Stadt um mehr Verantwortung seitens der Tierbesitzer, den Hundekot einzusammeln und richtig zu entsorgen. Vor allem auf Kinderspiel- und Bolzplätzen sowie auf landwirtschaftlichen Flächen sind Hunde tabu. Verunreinigungen durch Kot sind nicht nur unschön anzusehen, sondern bergen auch ein Gesundheitsrisiko mit sich, so die Stadt. Auch für die Landwirte stellt der Hundekot ein großes Problem dar. Er kann beim Mähen ins Heu oder die Silage gelangen und wird dann von Rindern mitgefressen. So können sie sich mit Krankheiten anstecken.
Bislang ist es eine gelungene Saison für die Königsdorfer Segelflieger. Sie sind aktuell Tabellenführer bei den Junioren und in der Alpenliga. Am Samstag waren die Piloten auf dem Weg Richtung schwäbische Alb. Mit über 100 Geschwindigkeitspunkten war einer von ihnen der Schnellste. Die Saison geht noch bis Ende August.
Geretsrieder in Königsdorfer Weiher vor dem Ertrinken gerettet
Großeinsatz von Feuerwehr, Wasserwacht und Rettungshubschrauber heute Morgen an einem Kiesweiher im Königsdorfer Ortsteil Wiesen. Dort ist ein 80-Jähriger aus Geretsried-Stein vor dem Ertrinken gerettet worden. Der Mann war mit einem Bekannten beim Fischen, als sich seine ausgeworfene Angelrute selbstständig machte und auf dem Gewässer davonschwamm. Der Mann zog sich aus, sprang in den Weiher und schwamm der Angel nach. Dabei wurde er aus bisher unbekannten Gründen bewusstlos und drohte zu ertrinken. Ersthelfer konnten den 80-Jährigen an Land ziehen. Er wurde vom Rettungsdienst wiederbelebt und kam mit dem Hubschrauber in eine Klinik.
Tölzer Autowrack nach Jahrzehnten aus der Donau geborgen
Bei sogenannten Peilarbeiten in der Donau bei Thurnhof ist ein Autowrack gefunden und geborgen worden. Daran befand sich laut Polizeipräsidium Oberbayern Süd ein Kennzeichen aus Bad Tölz. Weil das Fahrzeug bereits stark verrostet war, gehen die Beamten davon aus, dass es bereits mehrere Jahrzehnte in der Donau lag. Da die Daten heutzutage allerdings nicht mehr so lange gespeichert werden, gestaltet sich die Suche nach einem möglichen Besitzer schwierig. Die Polizei hofft deshalb auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen roten zweitürer der Marke Auto Union. Es dürfte sich um das Modell „DKW F 102“, Baujahr ca. 1962-1964, gehandelt haben.
Freilichtmuseum Glentleiten: Ausstellung „Die Bäuerin als Unternehmerin des Jahres“
Seit über 20 Jahren richtet das Bayerische Landwirtschaftsministerium den Wettbewerb „Die Bäuerin als Unternehmerin des Jahres“ aus – dieses Mal gibt es passend dazu eine Ausstellung bei uns im Oberland. Bis Ende Oktober ist sie im Freilichtmuseum Glentleiten zu Gast. Dabei werden unteranderem die ausgezeichneten Bäuerinnen vorgestellt. Eine der letzten Preisträgerinnen ist zum Beispiel eine singende Ziegenbäuerin aus der Oberpfalz. „Frauen hatten in der Landwirtschaft schon immer tragende Rollen“, meint Museumsdirektorin Dr. Julia Schulte to Bühne. „Wir werfen daher auch Schlaglichter auf die Biografien ausgewählter Frauen, die einst in unseren historischen Häusern gelebt und gearbeitet haben“, so die Direktorin weiter.
1. Platz für das Oberland beim Bezirkswettbewerb des Jugendrotkreuz
Am Wochenende hat der Bezirkswettbewerb des Jugendrotkreuz Oberbayern im Landkreis Freising stattgefunden. Für den Kreisverband Weilheim-Schongau gingen zwei Gruppen an den Start: Das Jugendrotkreuz Weilheim und die Wasserwacht Peiting-Schongau. Beide landeten in den Top drei und setzten sich gegen 15 Konkurrenten durch. Das Jugendrotkreuz Weilheim erreichte sogar Platz eins und qualifizierte sich so für den Landeswettbewerb in München.
Schwere Körperverletzung: 18-jährige Feuerwehrfrau in Wolfratshausen verletzt
Die Polizei Wolfratshausen ermittelt aktuell wegen schwerer Körperverletzung gegen einen 12-Jährigen. Die hat sich am „Tag der offenen Tür“ der Freiwilligen Feuerwehr am Sonntag ereignet.Dort wurde unter anderem eine „Fahrt mit dem Boot“ auf der Loisach angeboten. Als das unter dem Sebastianisteg durchfuhr, wurde eine 18-jährige Feuerwehrfrau mit einem vollgesaugten Schaumstoffball am Kopf getroffen. Der traf sie so stark, dass die junge Frau mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden musste. Geworfen hatte ein 12-jähriger Junge, gegen ihn wird nun ermittelt.
Tierschutzpreis geht an Heidi Rothwinkler aus dem Landkreis Weilheim-Schongau
Am Abend ist in München der Bayerische Tierschutzpreis überreicht worden – eine Preisträgerin kommt aus dem Oberland. Heidi Rothwinkler aus dem Landkreis Weilheim-Schongau darf sich über 6000 Euro Preisgeld freuen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat ihr die Auszeichnung überreicht. Demnach kümmere sich Heidi Rothwinkler seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich um kranke, hilfs- und pflegebedürftige Tiere. Sie ist eine von insgesamt drei Preisträgern.
Polizei warnt vor Schockanrufen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Immer wieder versuchen Trickbetrüger bei uns im Oberland an Bargeld oder Wertgegenstände zu kommen. So wohl auch jetzt wieder. Demnach kommt es gerade im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wieder vermehrt zu sogenannten Schockanrufen. Davor warnt das Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Die Beamten bitten darum, am Telefon niemals Auskünfte über das eigene Hab und Gut zu geben und im Zweifel einfach aufzulegen. Betroffene sollen die echte Polizei unter der Notrufnummer 110 über solche Betrugsanrufe informieren.
Wettkampf-Übung mit 20 Polizei-Teams in Garmisch-Partenkirchen
In Garmisch-Partenkirchen messen sich ab heute 20 Polizei-Teams aus ganz Deutschland – und zwar im Rahmen einer Wettkampf-Übung. Die Beamtinnen und Beamten werden zwei Tage lang an zehn Stationen ihr Können unter Beweis stellen. Gewertet wird die Schnelligkeit, aber auch die Umsetzung. In den letzten Jahren mussten die Teilnehmer im Wasser eine Person retten oder einen Verletzten über Hindernisse transportieren. Welche Aufgaben sie dieses Mal erwartet, ist aber noch geheim. Gefordert sei aber wieder hohe körperliche und psychische Belastbarkeit, so ein Sprecher.
Betriebe im Oberland sind zufrieden mit ihrem Standort
Wie zufrieden sind die Betriebe im Oberland mit ihrem Standort? Dazu hat die Industrie und Handelskammer für München und Oberbayern bereits zum vierten Mal eine Umfrage durchgeführt.Die Unternehmen in den Landkreises Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen haben jeweils die Gesamtnote 2,0 erhalten. Vier von fünf Unternehmen bewerten ihre jeweiligen Wirtschaftsstandorte mit „sehr gut“ oder „gut“. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen erhielt die Gesamtnote 2,1. Er verbessert sich damit gegenüber der letzten Umfrage 2019 leicht, damals war es eine 2,2. Besonders zufrieden sind die Betriebe im Oberland unter anderem mit der medizinischen Versorgung oder dem Sport- und Freizeitangebot.