Radio Oberland Newsreader

Die täglichen News zusammengefasst für Lesbarkeit und Accessibility.

News für den 13. August 2025

Weilheim-Schongau: Gartenbau-Wucher - Unseriöse Firma versucht Kunden abzuzocken

Ein unseriöses Gartenbau-Unternehmen wollte im Bereich Weilheim Kunden mit überhöhten Preisen abzocken. Jetzt ermittelt die Polizei. Laut den Beamten war ein älteres Ehepaar durch eine Postwurfsendung auf den Betrieb aufmerksam geworden und beauftragte diesen mit der Sanierung ihrer Terrasse. Bereits am ersten Arbeitstag wurde eine Anzahlung im vierstelligen Bereich in bar gefordert. Auch in den folgenden Tagen wurden hohe Bargeldsumme gefordert. Glücklicherweise schaltete sich der Sohn des Ehepaares ein und verständigte die Polizei. Die Ermittlungen laufen. Die Beamten suchen jetzt Zeugen, die möglicherweise ebenfalls ein unseriöses Angebot erhalten haben.

 

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei nachfolgende Tipps:

 

  • Verlangen Sie einen ordentlichen Kostenvoranschlag, aus dem die einzelnen geplanten Arbeiten und der Preis hervorgehen sowie überprüfbare Angaben zur ausführenden Firma. Oft treten „Falsche Handwerker“ mit professionellen Flyern und Webseiten auf. Finden Sie darauf Schreibfehler, kann dies in Indiz für „Falsche Handwerker“ sein.
  • Holen Sie weitere Vergleichsangebote von örtlichen Firmen ein.
  • Bestehen Sie auf einen ordentlichen, schriftlichen Vertrag. Lassen Sie sich nicht zu einer Vertragsunterzeichnung drängen, auch nicht durch möglicherweise schon begonnene Arbeiten, die nicht abgesprochen waren.
  • Prüfen Sie alle Angebote und die Vertragsbedingungen in Ruhe und ob diese mit den Absprachen übereinstimmen.
  • Ziehen Sie den Rat von Vertrauenspersonen (z.B. Nachbarn oder Angehörige) hinzu, wenn Sie sich unsicher sind und verschieben Sie eine Vertragsunterzeichnung auf einen anderen Termin.
  • Konsultieren Sie bei Vertragsunstimmigkeiten die Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt
  • Leisten Sie keine (Bar-)Zahlungen im Voraus und lassen Sie sich auch nicht auf nachträglich erhöhte Preise ein.
  • Verständigen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter der Rufnummer 110.
Themen: LK Weilheim-Schongau, Polizei, Delikt, Betrug

Hohe Temperaturen im Oberland - Mietminderung bei zu großer Hitze?

Der Sommer ist zurück im Oberland und damit auch Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke. Das macht so manche Wohnungen zum Ofen. Aber was, wenn die eigene Wohnung heißläuft? Kann da bei der Miete was gemacht werden, Stichwort: Mietminderung? Wir haben bei Rechtsschutzexpertin Jennifer Kallweit nachgefragt.

„Beträgt die Außentemperatur mehr als 32 Grad muss in den Innenbereichen gewährleistet werden, dass der Temperaturunterschied mindestens 6 Grad beträgt. Das heißt bei 40 Grad Außentemperatur, darf sich die Wohnung auf 34 Grad erwärmen. Ob jedoch tatsächlich ein Minderungsanspruch besteht ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich“  

Wichtig: Nicht gleich mit Klage drohen, rät die Expertin. Solltet ihr in so einer Situation sein, auf jeden Fall erstmal das Gespräch mit eurem Vermieter suchen.

Themen: Oberland

Exhibitionist in Altenstadt unterwegs

In der Burglachbergstraße in Altenstadt war am Dienstag ein Exhibitionist unterwegs. Laut Polizei zog ein 39-Jähriger vor zwei Frauen seine Hose nach unten und stellte sich nackt vor diese. Dabei suchte der Mann den Blickkontakt zu den beiden Frauen. Bei einer anschließenden Fahndung konnte der Mann im Ortsgebiet von Altenstadt geschnappt werden. Gegen ihn wird nun wegen exhibitionistischer Handlungen ermittelt.

Betroffene Orte: Altenstadt
Themen: Altenstadt, Polizei, Delikt, Exhibitionist

Gauting: Riesige Dieselspur sorgt für Verkehrsbehinderungen

Eine mehrere hundert Meter lange rutschige Dieselspur hat in Gauting für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Offenbar wegen eines technischen Defekts verlor ein Autofahrer gestern Vormittag Diesel. Die Fahrbahn musste anschließend durch die Feuerwehr und von Mitarbeitern des Bauhofs gereinigt werden.

Betroffene Orte: Gauting
Themen: Feuerwehr, Gauting, Verkehr

Ehemaliger Leiter der Pfarrgemeinschaft Starnberg tödlich verunglückt

Trauer bei der Pfarrgemeinschaft Starnberg. Ihr ehemaliger Leiter Dekan Werner Haas ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Laut Polizei war der 60-Jährige in der Nacht auf Dienstag leblos in einer Wiese entdeckt worden. Er war zuvor wohl ohne Fremdeinwirkung mit seinem E-Bike verunglückt. Zuletzt war Haas Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Pfronten-Nesselwang und Dekan von Marktoberdorf. Von 2006 bis 2017 leitete er die Pfarrgemeinschaft Starnberg.

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: Starnberg, Fahrrad, E-Bike, Unfall

Zugspitze hat seit wenigen Wochen zweites Gipfelkreuz – erstes steht seit genau 174 Jahren

Seit wenigen Wochen hat die Zugspitze ein zweites Gipfelkreuz. Im Inneren der Bergstation. Vor genau 174 Jahren wurde das erste Gipfelkreuz aufgestellt. Im August 1851. Damals wurde das mehr als 130 Kilogramm schwere Kreuz von knapp 30 Männern hochgetragen. 1933 wurde das Gipfelkreuz aufgrund von Witterung und Beschuss im zweiten Weltkrieg abgebaut und durch ein neues Gipfelkreuz ausgetauscht. Über die Jahre wurde das Kreuz aufgrund von starken Winden und Blitzeinschlägen repariert und im Zuge der Bauarbeiten der Seilbahn Zugspitze neu vergoldet. 

Betroffene Orte: Grainau
Themen: Zugspitze

Tirol will noch stärkere Jagd auf den Wolf machen

Der Wolf ist auch bei uns im Oberland ein Streitthema. Die einen sehen ihn als wichtigen Teil der Natur, die anderen sehen ihn als Gefahr für Nutztier und Mensch. Bei unseren Nachbarn in Tirol soll die Jagd auf den Wolf weiter ausgeweitet werden. Regierungschef Mattle fordert jährliche Abschussquoten und will den neuen rechtlichen Spielraum beim Umgang mit Problemwölfen voll nutzen. Ziel sei der Schutz der rund 2.000 Almen im Land. In Österreich leben derzeit etwa 100 Wölfe, die meisten in Kärnten und Tirol. 

Betroffene Orte: Innsbruck
Themen: Österreich, Tirol, Natur, Wolf

Meinungsmittwoch: Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16?

Ein Verbot der Social-Media-Plattformen für Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren. Der Vorschlag des Grünen-Politikers Özdemir schlägt hohe Wellen. Medienpädagogen und Kinderhilfswerk lehnen solche Verbote ab: die Verbotsdebatte berücksichtige weder die aktuellen technischen Rahmenbedingungen noch die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Dieses Thema beschäftigt uns am heutigen Meinungsmittwoch auch bei Radio Oberland. Jetzt seid ihr gefragt. Was haltet ihr von einem solchen Verbot? Schickt uns gerne eine Nachricht oder ruft an unter der: 

08841 48 778 250 

 

Betroffene Orte: Bad Tölz, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Landsberg am Lech, Starnberg
Themen: Oberland, Schule

Bundeswehr übt im Ammertal - Fallschirmspringer am Soilasee

Die Ammergauer Alpen werden zum Übungsplatz für die Bundeswehr. Rund um den Soilasee bei Oberammergau trainieren Soldaten der Luftlande- und Transportschule Altenstadt Fallschirmsprünge. Geübt wird heute und Morgen jeweils am Nachmittag. Im Einsatz sind auch ein Transportflugzeug und mehrere Fahrzeuge. Die Bundeswehr bittet die Bevölkerung, sich vom Übungsgelände fernzuhalten.

Betroffene Orte: Oberammergau
Themen: Bundeswehr, Altenstadt

Trockenheit und Sommerwetter sorgen für hohe Waldbrandgefahr im Oberland

Die vielen Regentage im Juli haben nicht ausgereicht: Im Oberland herrscht eine hohe Waldbrandgefahr. Dafür sorgt die aktuelle Hitzewelle. Besonders trocken ist es laut Deutschem Wetterdienst im Raum Altenstadt, Wielenbach, Bad Kohlgrub, Garmisch-Partenkirchen und Hohenpeißenberg. Dort herrscht ab heute die zweithöchste Warnstufe 4 von 5. 

Betroffene Orte: Altenstadt, Wielenbach, Bad Kohlgrub, Garmisch-Partenkirchen, Hohenpeißenberg
Themen: Waldbrandgefahr, Deutscher Wetterdienst

Kühle Orte gesucht - Landkreis Landsberg startet Wettbewerb

Sommerhitze im Oberland und die Sonne brennt herunter. Bei diesen Temperaturen sind kühle Orte gegen die Sommerhitze gefragt. Grünflächen mit Schatten, Orte am Wasser oder Kirchen. Der Landkreis Landsberg will jetzt eine interaktive Karte erstellen, die solche kühlen Rückzugsorte zeigt. Das Landratsamt ruft daher zu einem Wettbewerb auf. Wer Vorschläge und Tipps für kühle Plätze hat, kann diese bis Ende August online einreichen. 

Hier gibts weitere Infos. 

Betroffene Orte: Landsberg am Lech
Themen: LK Landsberg am Lech, Wetter

Kanada-Abenteuer beginnt - Thomas Müller bei Vancouver Whitecaps erwartet

Neuer Look, neuer Verein. Für den Pähler Thomas Müller geht das Abenteuer Kanada so richtig los. Zuletzt hat er sich vor seinem Abflug nach Vancouver mit Schnurrbart präsentiert. Heute zeigt er sich zum ersten Mal bei seinem neuen Arbeitgeber Vancouver Whitecaps. Morgen folgt für den ehemaligen FC Bayern Star die erste Trainingseinheit. Ob Müller künftig auch auf dem Platz Schnurrbart trägt, zeigt sich dann wohl spätestens am kommenden Sonntag, wenn Vancouver zu Hause auf Houston trifft. 

Betroffene Orte: Pähl, Vancouver
Themen: Person, Thomas Müller, Fußball

Fußball: Oberland-Derby in der Landesliga - Garmisch-Partenkirchen empfängt Murnau

Oberland-Derby in der Fußball-Landesliga. Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen empfängt am Abend den TSV Murnau im heimischen Stadion am Gröben. Der Tabellenvierzehnte trifft daheim auf den Tabellenzweiten. In der vergangenen Saison lockte das Duell der beiden Mannschaften um die 1.000 Zuschauer an. Auch für heute werden etliche Anhänger beider Teams und Fußballfans aus dem Oberland erwartet. Anstoß in Garmisch-Partenkirchen ist um 19:30 Uhr.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen
Themen: Garmisch-Partenkirchen, Murnau, Fußball

Erfolgreiche Ausbildung in Starnberg - Neue Fischwirte starten ins Berufsleben

In Bayern gibt es immer weniger Fischwirte. Die gute Nachricht: 14 junge Menschen haben ihre Ausbildung in Starnberg jetzt erfolgreich abgeschlossen. Vor wenigen Tagen bekamen die Frauen und Männer am Institut für Fischerei ihre Zeugnisse und Urkunden. Die staatliche Einrichtung bildet Fischwirte aus ganz Süddeutschland, Österreich und der Schweiz aus. Als eines der wenigen Institute in ganz Deutschland. Die Zahl der Auszubildenden ist in den letzten Jahren in Starnberg stabil geblieben – doch auf niedrigem Niveau. 

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: Beruf, Ausbildung, LK Starnberg

Hitze am Arbeitsplatz: Was Beschäftigte jetzt wissen müssen

Die Sonne brennt aufs Oberland herunter - aber nicht zur Freude aller. Immer mehr Menschen melden sich bundesweit wegen der steigenden Temperaturen und daraus resultierenden gesundheitlichen Problemen mit der Hitze krank. Das zeigen aktuelle Zahlen der Krankenkasse IKK Südwest. Eine große Gefahr - etwa auf Baustellen: UV-Strahlung. Dazu Alois Keller von der IG BAU.

Keller: 
„Gegen die UV-Strahlung ist wichtig: Kopfbedeckung zu tragen – am besten mit Nackenschutz. Für die Augen, UV-Schutzbrillen. Für Stellen, die man nicht immer so im Blick hat, zum Beispiel die Ohren oder die Nase, aber auch die Lippen empfiehlt sich Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50, um auch die Gefahr vom hellen Hautkrebs und dunklen Hautkrebs zu verringern.“

Wie ernst ist die Lage aktuell auf den Baustellen im Oberland?

Keller:
„Sehr ernst. Die direkte Gefahr ist die Möglichkeit vom Hitzschlag oder Hitzeerschöpfung. Langfristig gesehen erhöht man das Risiko des hellen und dunklen Hautkrebs ganz stark. Bei so einer starken Hitze draußen arbeitet man auch wesentlich unkonzentrierter. Damit erhöht sich auch die Gefahr für Arbeitsunfälle.“

Welche Maßnahmen können getroffen werde, um sich vor der Hitze und den Sonnenstrahlen zu schützen?

Keller: 
„Auf der Baustelle kann UV-beständige, luftdurchlässige Kleidung getragen werden. Es gibt auch sogenannte Kühlkleidung, welche im Idealfall vom Arbeitgeber gestellt wird. Diese reduziert die Hitzebelastung für die Bauarbeiter und Bauarbeiterinnen noch weiter.“

Was ist sonst noch wichtig?

Keller: 
„Den Flüssigkeitsverlust bei großer Hitze auszugleichen, darum: Trinken, trinken, trinken. Die Bereitstellung von Trinkwasser ist auch Pflicht des Arbeitgebers.“

Auch Mitarbeitern in der Metallbranche macht die Hitzewelle aktuell zu schaffen, gibt Karl Musiol von der IG Metall zu. Wichtig zu wissen: Arbeitgeber sind verpflichtet gegen die Bedingungen Maßnahmen zu unternehmen, sagt Musiol im Radio Oberland Interview.

Musiol:
„Ab 26 Grad muss der Arbeitgeber für Abkühlung sorgen. Bei über 35 Grad in Räumen kann ohne Hitzeschutz nicht mehr gearbeitet werden. Ein neuer Trend in unseren Betrieben sind Kühlwesten. Diese Westen kühlen einen ganzen Tag um bis zu 12 Grad runter.“ 

Mitarbeiter können sich auch selbst schützen, indem trotz Hitze jede Stunde drei Minuten stoßgelüftet wird. Das vertreibt Viren und Bakterien in der Luft und schützt vor Sommergrippe, sagt Musiol.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz
Themen: Wetter, Deutscher Wetterdienst, Wirtschaft, IG Bau, IG Metall