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News für den 12. September 2025

Deutsche Bahn streicht wohl Alpen-Fernzüge - Murnaus Bürgermeister Beuting kritisiert das Vorgehen

Im Oberland sorgt die Deutsche Bahn für Ärger: Ab Ende September wird der Fernzug ICE „Karwendel“ von Berlin nach Garmisch-Partenkirchen gestrichen – im Dezember soll die Verbindung „Wetterstein“ aus Hamburg folgen, berichter der Münchner Merkur. Beide Züge machten bisher unter anderem Halt in Murnau. Bürgermeister Rolf Beuting kritisiert die Entscheidung scharf: Sie sei ohne Vorwarnung gefallen und ein Schlag ins Gesicht für die Region. Betroffene Kommunen sollen in keiner Form eingebunden gewesen sein. Der Wegfall treffe nicht nur Pendler, sondern auch den Tourismus im Werdenfelser Land. Beuting fordert Transparenz und den Erhalt der Fernverbindungen.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Murnau a. Staffelsee

Bergwacht-Zentrum Bad Tölz: Erste Transportdrohne für Rettungseinsätze in Deutschland vorgestellt

Im Oberland hebt die Bergwacht Bayern zu einem neuen Kapitel ab: Im Bergwacht-Zentrum in Bad Tölz ist gestern die erste Transportdrohne für Rettungseinsätze in Deutschland vorgestellt worden. „Carry“ heißt das Modell – es kann bis zu 30 Kilo Last tragen und diese per Winde auch direkt aus der Luft absetzen. Die Bergwacht will die Drohne künftig in der Bergrettung, aber auch im Katastrophenschutz einsetzen. In den kommenden Monaten werden in verschiedenen Szenarien die Möglichkeiten und Grenzen von den Drohnenpiloten der Bergwacht aus ganz Bayern gemeinsam mit anderen Einsatzorganisationen und den Hubschrauberbetreibern erprobt. Die Transportdrohne ist aktuell in Penzberg stationiert.

Betroffene Orte: Bad Tölz, Penzberg

Bad Tölz: Freibadsaison im "Oach" endet mit Hundeschwimmen

Im Naturfreibad Eichmühle in Bad Tölz steigt am Sonntag der letzte Badetag. Mittlerweile gehört dieser Traditionell unseren Vierbeiern. Das dritte Jahr in Folge nehmen zum Abschluss der Freibadsaison Hunde das Schwimmbecken ein. Für Herrchen und Frauchen gibt es Infostände, die beispielsweise alle Fragen rund um das Thema Hundeerziehung beantworten sollen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist eine gültige Tollwutimpfung und eine bestehende Hundehalterhaftpflichtversicherung. Der Eintritt beträgt 3,- Euro pro Hund, Begleitpersonen sind auf Spendenbasis. Die Eintrittsgelder kommen den beiden beteiligten Vereinen zugute. Das Hundeschwimmen findet nur bei einigermaßen trockener Witterung statt. Sollten sich die Wetterprognosen deutlich verschlechtern, erfolgt die Absage über die sozialen Medien der Stadtwerke.

Betroffene Orte: Bad Tölz

6. Peißenberger Entenrennen steht an

Auf die Plätze fertig los! Am Stammerbach in Peißenberg steigt am Sontag die 6. Auflage des Peißenberger Entenrennens. Um 14:00 Uhr fällt für alle angemeldeten Gummienten der Startschuss. Kein Teilnehmer geht leer aus. Auf jeden wartet laut Veranstalter ein Preis. 

Entenausgabe und Startnummernvergabe:

Die Gummienten und Startnummern können an den beiden Samstagen vor dem Rennen abgeholt und bemalt werden:

Samstag, 13. September 2025 - von 10 bis 14 Uhr am Parkplatz Rigi-Center (am Eierautomaten)

Außerdem sind am Tag des Rennens ab 11 Uhr Startnummern und Enten in der Stammerstraße erhältlich.

Neben dem Entenrennen erwartet die Besucher Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie kalte Getränke. Jeder Teilnehmer, der am Renntag persönlich anwesend ist, erhält einen Preis! Der Hauptgewinn ist ein Kinderfahrrad!

Betroffene Orte: Peißenberg

Tag des offenen Denkmals - Oberland beteiligt sich

„Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ Am Sonntag ist wieder „Tag des offenen Denkmals“. Jedes Jahr nutzen europaweit rund 20 Millionen Menschen die Gelegenheit, mehr als 30.000 Denkmäler zu besichtigen – davon allein rund 4,5 Millionen in Deutschland. Ziel dieses besonderen Tages ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Auch im Oberland gibt es etliche Möglichkeiten historische Bauten zu besichtigen. 

Programm | Tag des offenen Denkmals®

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Bad Tölz, Wolfratshausen, Starnberg, Landsberg am Lech

Stadt Wolfratshausen richtet am Wochenende "Oberbayerischen Fischereitag" aus

Die Flößerstadt Wolfratshausen wird am morgigen Samstag zum Ausrichtungsort des diesjährigen Oberbayerischen Fischereitags. Seit Jahrzehnten ist er ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in Oberbayern.

Den Auftakt bildet das traditionelle Königsfischen in der Loisach, bei dem am Vormittag ermittelt wird, wer künftig die Königskette des Oberbayerischen Fischereiverbandes tragen wird. Zum anschließenden Festakt wird unter anderem Staatsminister Hubert Aiwanger in Wolfratshausen erwartet. Insgesamt rechnen die Organisatoren mit über 250 Funktionären, Vereinsvorsitzenden und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Betroffene Orte: Wolfratshausen

Eishockey-Oberliga: Letzten Vorbereitungsspiele stehen an

Der Countdown läuft. Die Saisonvorbereitung auf die Eishockey Oberliga geht in die finale Phase. Unter anderem für den SC Riessersee stehen am Wochenende die letzten Tests an. Heute Abend ist der SCR beim Altmeister EV Füssen zu Gast. Das letzte Testspiel für die Werdenfelser steigt am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen den Bayernligisten TEV Miesbach. Der EC Peiting gastiert heute in Schongau und am Sonntag in Erding.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Peiting

Oberleitungsschaden zwischen Tutzing und Kochel behoben

+++ Update - 10:25 Uhr +++

Die Reparatur an der Oberleitung zwischen Tutzing - Kochel ist beendet und der Zugverkehr wird wieder aufgenommen. 

+++ Ursprüngliche Meldung +++

Ein Oberleitungsschaden strapaziert so kurz vor dem Wochenende die Nerven vieler Bahnreisenden im Oberland. Zwischen Tutzing und Kochel sind zum jetzigen Zeitpunkt keine Zugfahrten möglich, teilt die Deutsche Bahn mit. Wir müssen mit Verspätungen und weiteren Zugausfällen auf der Strecke Starnberg / Tutzing – Kochel rechnen. Die Empfehlung der Bahn: vor Reiseantritt eure Verbindung unbedingt noch einmal überprüfen.

Betroffene Orte: Tutzing, Kochel a. See, Starnberg

Ettaler Berg: Vollsperrung wird am Abend aufgehoben

Teilweise Umwege von 45 Kilometern. Die letzten zwei Wochen ist der Ettaler Berg vollgesperrt gewesen. Heute Abend um 18:00 Uhr wird er wieder freigegeben. Ein Moment auf den Verkehrsteilnehmer sehnsüchtig hin fiebern. Für die nächsten zwei Wochen gilt er außerdem als Umleitung für die ab Montag gesperrte Strecke zwischen Grainau und Griesen. In dieser Zeit fahren in diesem Bereich tagsüber auch keine Züge. Im Anschluss wird der Ettaler Berg für voraussichtlich weitere vier Wochen halbseitig gesperrt.

Betroffene Orte: Ettal, Oberau

Tourismus im Tölzer Land stärker als vor Corona

Der Tourismus im Tölzer Land boomt mittlerweile mehr als vor Corona. Das zeigen Zahlen einer Studie, die das Landratsamt veröffentlicht hat. Im vergangenen Jahr erzielte der Tourismus demnach einen Umsatz von rund 377 Millionen Euro. Das sind 13 Prozent mehr als noch im Rekordjahr 2019. Rund die Hälfte der Umsätze stammt aus dem Tagestourismus. Auch als Arbeitgeber gewinnt der Sektor leicht an Bedeutung: 4.720 Vollzeitstellen hängen mittlerweile am Tourismus im Tölzer Land.

 

Betroffene Orte: Bad Tölz, Wolfratshausen

Peiting veröffentlicht "Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept"

In Peiting setzt man sich mit der Zukunft auseinander. Seit mehreren Jahren wird an einem „Integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept“ gearbeitet, das einen groben Fahrplan für die kommenden 10 - 15 Jahre der Ortsentwicklung vor allem im Zentrum des Orts an der Peitnach, Lech und Ammer geben soll. Seit dieser Woche ist der gesamte Abschlussbericht öffentlich. Er umfasst über 200 Seiten. Ein übersichtliches Faltprospekt mit den wichtigsten Punkten ist im Rathaus und der Touristinfo erhältlich. Einen Link zu dem Konzept findet ihr hier.

 

Betroffene Orte: Peiting

Kommunalwahl 2026 - in genau einem halben Jahr wird es ernst

In sechs Monaten wird gewählt im Oberland. Am 8. März 2026 entscheidet sich, wer künftig im Rathaus sitzt und wer auf dem Chef-Sessel im Landratsamt. Ein halbes Jahr vor der Kommunalwahl haben wir für euch mit Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch gesprochen, der Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Was den Parteien vor der Wahl zu schaffen macht, wann der Wahlkampf an Fahrt aufnehmen dürfte und warum die Kommunalwahl immer für Überraschungen gut ist, erfahrt ihr im Interview.

Die Kommunalwahl ist aktuell noch kaum Thema in der Region – woran liegt das?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

„Die Parteien haben zum Teil noch nicht mal alle Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt. Und ich gehe davon aus, dass das im Grunde erst im Januar dann wirklich bei uns allen im Bewusstsein ankommt, dass diese Kommunalwahlen stattfinden werden“.

Besonders dann, wenn die ersten Plakate hängen oder?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

„Weil man eben mit Namen vertraut wird, weil man Namen Gesichter zuordnen kann, und dann kommt es so langsam ins Bewusstsein, wer für welche Partei antritt. Und das zu wissen, ist ja gerade für die Kommunalwahl etwas ganz Wichtiges, wo es ja ganz stark um Personen und um Persönlichkeiten geht“.

Welche Themen werden den Wahlkampf am stärksten prägen?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

„Da spielen Verkehrs- und Infrastrukturthemen eine wichtige Rolle, durchaus auch die Schulpolitik. Und dann geht es auch um die Frage, naja, wie klappt eigentlich die Integration von Flüchtlingen vor Ort, wenn überall das Geld fehlt? Die Knappheit der Finanzen, das wird schon ein Thema sein“.

Kommunalwahlen bieten immer wieder Überraschungen – warum ist das so?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

„Weil die Leute ein neues Gesicht sehen wollen, ohne eine inhaltlich wirkliche Begründung zu haben, warum sie eigentlich mit dem Amtsinhaber unzufrieden sind. Also insofern, in Sicherheit kann sich heutzutage niemand mehr wiegen, weil da ganz schnell dann womöglich auch etwas in den digitalen Netzwerken skandalisiert wird“.

Parteien haben teilweise Schwierigkeiten Kandidierende zu finden – woran liegt das?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

„Wenn wir womöglich nicht mal zur Wahl gehen, uns nicht für die Kommunalpolitik interessieren, aber trotzdem ganz gern jemanden beschimpfen, sei es online oder manchmal auch persönlich, dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn es irgendwann mal keine guten Stadträte, Gemeinderäte, Bürgermeister und Landräte mehr gibt“.

Wird es bei der Kommunalwahl ein ähnliches Ergebnis geben wie bei der Bundestagswahl oder greifen da andere Mechanismen?

Politikwissenschaftlerin Dr. Ursula Münch:

„Auf kommunaler Ebene sind andere Mechanismen wichtig. Also, da ist dann das Ausprobieren nicht nur mit Blick auf Personen etwas größer, sondern da wählt man unter Umständen eine ganz winzige neue Partei, eine Wählervereinigung, die es ja auf Landes- oder auf Bundesebene überhaupt nicht gibt“.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Bad Tölz, Wolfratshausen, Starnberg, Landsberg am Lech