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News für den 22. August 2025

Nicht zu leichtsinnig behandeln - Ministerin Kaniber wünscht sich mehr Unterstützung für die Landwirtschaft

Sie sorgen dafür das die Regale in unseren Supermärkten gefüllt sind und wir genug zu essen haben – unsere Landwirte. Gerade mit Blick auf die vielen Krisen, die es aktuell in der Welt gibt, darf die Landwirtschaft nicht zu leichtsinnig behandelt werden, sagt Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, im exklusiven Radio Oberland-Interview.

„Die Landwirte in Bayern, in Deutschland, in Europa und der Welt sind das wichtigste Gut, was wir haben. Weil wir haben Kriege, wir haben Handelskriege aber wir haben vor allem auch die Klimakrise. Und deswegen sollten wir denen, die tatsächlich noch in Gunstlagen arbeiten und wirtschaften können auch das Werkzeug in die Hand geben und sagen bitte schaut drauf das wir genug Lebensmittel haben.“

Und deswegen auch die Bitte der Ministerin an jeden Einzelnen beim Einkauf auf Regionalität zu achten. Um den Landwirten aus unserer Heimat Rückenwind zu geben, so die Ministerin.

Themen: Michaela Kaniber, Landwirtschaft

Nach mehrjähriger Pause - Ochsenrennen in Haunshofen

Ausnahmezustand in Haunshofen. Nach achtjähriger Pause steigt am Wochenende die zehnte Ausgabe des traditionsreichen Ochsenrennens. Seit genau 40 Jahren messen sich alle vier Jahre die Kolosse in der Rennarena.  2021 fiel der Wettbewerb wegen Corona aus. Bei gutem Wetter werden um die zehntausend Zuschauer erwartet. Wichtig zu wissen: Es nehmen nur gesunde, amtsärztlich untersuchte Ochsen, die für das Rennen trainiert wurden, teil. Alle Infos zu dem Spektakel findet ihr bei uns im Netz unter Events.

Themen: Event, Oberland, Haunshofen

Tigermücke weiter auf dem Vormarsch - Möglicher Überträger gefährlicher Krankheiten

Sie ist nur wenige Millimeter klein, kann uns aber gefährlich werden. Die „Asiatische Tigermücke“ ist weiter auf dem Vormarsch. Während es im Oberland weiterhin keine offizielle Sichtung gibt, ist sie in Teilen Münchens schon heimisch. Besonders gefährlich: sie ist potenzieller Überträger der „Tigermücken-Krankheit“, dem Chikungunya-Fieber. Camilla Rothe vom Tropeninstitut in München.

„Die Mücke hat die Fähigkeit, wenn zum Beispiel jemand mit einer fieberhaften Tropenerkrankung in ein Gebiet mit Tigermücken zurückkäme, diese Erkrankung potenziell weiterzutragen. Das also Menschen plötzlich Tropenerkrankungen bekommen, die selber gar nicht verreist sind.“

In diesem Jahr gab es schon mehrere Ausbrüche der „Tigermücken-Krankheit“ in französischen Überseegebieten, sagt Rothe.

Themen: Gesundheit, Natur, Mücken

Eishockey-Oberliga: Tölzer Löwen starten in Testspielserie zur neuen Spielzeit

Der FC Bayern eröffnet heute Abend gegen RB Leipzig die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Ganz so weit ist die Eishockey-Oberliga noch nicht. Für die Tölzer Löwen startet heute aber die Testspielserie zur neuen Spielzeit. Die Fans können sich freuen auf neue Gesichter, neue Trikots und die Rückkehr der Eishockey-Atmosphäre im Tölzer Land. Zu Gast sind die Zeller Eisbären – der amtierende Meister der AlpsHockeyLeague. Bully ist in Tölz um 19:30 Uhr.

Betroffene Orte: Bad Tölz

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen reformiert "Schuleingangsuntersuchung"

Für viele Kinder im Oberland beginnt nach den Sommerferien mit der Einschulung ein neuer Lebensabschnitt. Vor diesem großen Ereignis steht für die künftigen ABC-Schützen die sogenannte Schuleingangsuntersuchung an. Im Landkreis Bad Tölz – Wolfratshausen wurde dieser Vorgang reformiert und findet ab jetzt ein Jahr früher statt. Das soll die Chancengleichheit verbessern, so das Landratsamt. Mit der Untersuchung soll sichergestellt werden, dass die Kinder optimal auf den Schulstart vorbereitet sind.

Betroffene Orte: Bad Tölz, Wolfratshausen

Postbank-Wohnatlas zeigt: Kauf von Neubauwohnungen in Garmisch-Partenkirchen im bundesweiten Vergleich enorm teuer

Wer in Garmisch-Partenkirchen eine Neubauwohnung kaufen will, muss tief in die Tasche greifen. Laut Postbank-Wohnatlas zahlen Käufer im mittleren Preissegment im Schnitt gut 400.000 Euro mehr als für eine vergleichbare Bestandswohnung – einer der höchsten Aufschläge in ganz Deutschland. Im Luxussegment liegt der Aufpreis bei rund 356.000 Euro. Gründe sind knappes Bauland und hohe Baukosten. Expertinnen und Experten raten, beim Kauf genau auf den Zustand und mögliche Sanierungskosten zu achten.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen

Wolfratshausen macht den Weg frei für Igel

Habt ihr noch alle Latten am Zaun? Oder schon Platz gemacht für Igel? – Die Stadt Wolfratshausen ruft zum Wettbewerb „Weg frei für Igel“ auf. Ziel ist es, Zäune igelfreundlich zu gestalten, denn dichte Mauern und Metallzäune werden für die kleinen Tiere oft zur tödlichen Falle. Alle Bürgerinnen und Bürger können Fotos von ihren kreativen Durchlässen einreichen. Die Idee: Igel sollen nachts sicher durch die Gärten wandern können, ohne auf Straßen ausweichen zu müssen. Eine Jury bewertet Zweckmäßigkeit und Gestaltung – die drei besten Beiträge werden prämiert. Einsendeschluss ist Ende Oktober.

Hier gibts alle Infos 

Betroffene Orte: Wolfratshausen

Bundesweites E-Bike Ranking: Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bayernweit unter den Top-10

Knapp ein Drittel aller Menschen in Bayern besitzen ein E-Bike oder Pedelec. Nach einem Anstieg um 3,7 Punkte seit dem Vorjahr liegt der Freistaat mit derzeit gut 30 Prozent bundesweit auf Rang drei - hinter Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Das teilte der Energieversorger Eon auf Basis einer Umfrage in München mit. Im Landkreisweiten Vergleich innerhalb Bayerns hat es Bad Tölz-Wolfratshausen in die Top-10 geschafft. Mit einer Besitzquote von 36,2 Prozent liegt der Kreis auf Platz acht.

Betroffene Orte: Bad Tölz, Wolfratshausen

Polizeihubschrauber kreist nachts über Starnberg - Vermisstensuche mit gutem Ende

Über Starnberg ist heute Nacht ein Polizeihubschrauber gekreist. Der Grund: es lief eine Vermisstensuche nach einem Senior. Der ältere Mann hatte laut Polizei im Laufe des Tages sein Wohnhaus in Pöcking verlassen und war zu Fuß unterwegs. Wegen gesundheitlicher Probleme galt er als besonders gefährdet. Unmittelbar nach der Meldung, die am späten Abend einging, wurde eine umfangreiche Suchaktion eingeleitet. Kurz vor 22 Uhr die erlösende Nachricht: Der Mann konnte wohlbehalten angetroffen werden.

Betroffene Orte: Pöcking, Starnberg

Autobahn A95: Großweil wird zu Aquaplaning-Unfall-Hotspot - Motorrollerfahrer verliert sein Leben

Starkregen hat gestern Abend bei Großweil zu schweren Unfällen auf der A95 geführt. Mehrere Fahrzeuge gerieten ins Schleudern und landeten in der Leitplanke. Besonders tragisch: Ein Motorrollerfahrer verlor nach einem Zusammenstoß mit einem Auto sein Leben. Die Autobahn blieb stundenlang gesperrt. Die Polizei warnt erneut: Die Geschwindigkeit unbedingt den Wetter- und Sichtverhältnissen anzupassen.

Betroffene Orte: Großweil

Oberland startet in Wespen-Hochsaison

Wenn wir uns im Spätsommer draußen aufhalten, sind sie eigentlich treue Begleiter und Plagegeister: Wespen. Dieses Jahr sind sie gefühlt noch nicht so aufdringlich wie in der Vergangenheit. Jetzt ab Mitte August bis in den Herbst hinein ist allerdings der Höhepunkt der Wespenzeit. Wir haben dann das Gefühl, dass auf einmal total viele Wespen unterwegs sind, aber eigentlich sind sie einfach nur sichtbarer als zuvor, sagt Franziska Back vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz Bayern.

„Der Grund ist, dass es im August beziehungsweise September irgendwann keine Larven mehr gibt, weil die Wespenkönigin stirbt. Die Larven produzieren vorher aber immer eine Art Zuckersaft, von dem sich die Arbeiterinnen ernähren. Wenn die Larven weg sind, gibt es auch diesen Saft nicht mehr und dann nerven uns die Wespen am Ende am Esstisch, weil sie was Süßes wollen. Uns kommt es dann vor, als wären auf einmal viel mehr Wespen da als zuvor.“

Grundsätzlich sind die Tiere übrigens nicht aggressiv. Mit Ruhe und Umsicht lässt sich das Miteinander von Mensch und Wespe gut regeln. Während in anderen Teilen Deutschlands schon jetzt von einer echten Plage gesprochen wird, lassen die Tiere uns hier in der Region aber noch in Ruhe. 2025 ist weder ein herausragend gutes noch ein katastrophales Jahr für Wespen, so Franziska Back: 

„Wespen mögen es grundsätzlich eher warm und trocken – diese Bedingungen waren ja zeitenweise auch gegeben - aber wir hatten auch immer wieder längere Perioden mit wirklich starken Regenfällen und das dürfte sich eher negativ auf die Wespenmenge ausgewirkt haben.“

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Bad Tölz, Wolfratshausen, Starnberg, Landsberg am Lech