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News für den 04. September 2025
Betriebsrat-Streit in Königsdorf - Fall heute vor dem Arbeitsgericht
Jetzt entscheidet das Gericht. In Königsdorf hat ein Unternehmen dem Betriebsratschef Hausverbot erteilt. Dagegen hat der Betriebsrat wiederum eine Einstweilige Verfügung beantragt. Darüber entscheidet heute das Arbeitsgericht München. Die Gewerkschaft IG Metall spricht von einem „Angriff auf alle Betriebsräte“ und warnt vor einem gefährlichen Präzedenzfall. Wenn das Schule mache, dann werde kein Arbeitgeber im Konfliktfall mehr verhandeln - sondern einfach Hausverbote verteilen.
Berg: Pilotprojekt zur Begrünung von Windrädern gestartet
Bayern soll mehr Windräder im Wald bekommen. Dafür muss aber Wald gerodet werden, was wiederum der Artenvielfalt schadet. Deswegen sollen an allen Standorten von Windenergie im bayerischen Staatswald Blühwiesen entstehen. Bei uns im Oberland läuft dazu jetzt ein Pilotprojekt, das deutschlandweit einzigartig ist. Wirtschaftsminister Aiwanger hat es gestern in Berg im Landkreis Starnberg vorgestellt. Das Ziel: Blüten statt Schotter. Billig ist die Maßnahme nicht, pro Standort kommen Kosten von bis zu 5.000 Euro auf den Freistaat zu, heißt es.
Es dauert noch etwas bis die Deutschen Ski-Adler wieder durchs Oberland fliegen. Aber wenn ihr bei der Vierschanzentournee dabei sein wollt, könnt ich euch schon jetzt Tickets sichern. Ab sofort startet der Vorverkauf für den Traditionswettbewerb. Für die Springen in Oberstdorf, Innsbruck und Bischofshofen sind direkt Einzelkarten für Wettkampf und Qualifikation erhältlich. In Garmisch-Partenkirchen gibt’s erstmal nur Kombitickets. Einzeltickets sind erst ab Mitte Oktober zu haben. Für Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen lassen sich über den Vorverkauf auch reduzierte Tickets für die Two-Nights-Tour der Frauen bestellen. Die Verantwortlichen des Skisprung-Highlights rechnen auch in diesem Winter mit gut gefüllten Stadien mit über 100.000 Zuschauern.
Der Protest gegen die geplante Gasförderung unweit des Ammersees reißt nicht ab. Seit August laufen in Reichling im Landkreis Landsberg Probebohrungen. Jetzt haben Aktivisten den Bohrturm geentert. Rund zehn Mitglieder der Gruppe „Ende Gelände“ sind heute Morgen auf den Turm geklettert, wo sie laut einer Sprecherin Banner anbrachten. Darauf war zu lesen „Gas ist Gift“ oder auch „Hubert Aiwanger - Wie verbohrt kann man sein? Gasausstieg jetzt - hier und weltweit“. In Zeiten des Klimawandels sei die Gasbohrung nicht zu akzeptieren. Dies wollten sie mit einer Aktion zivilen Ungehorsams zeigen, so die Sprecherin.
Wer wird das Tier des Jahres 2026? Darüber kann jetzt abgestimmt werden. Erstmals ist die Abstimmung dabei für alle möglich. „Wir wollen so noch mehr Menschen für heimische Wildtiere begeistern“, sagt Lea-Carina Hinrichs, Artenschützerin bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Zur Wahl stehen wie jedes Jahr drei Wildtiere. Der Goldschakal, der Rothirsch und das Hermelin. Wer volljährig und in Deutschland gemeldet ist, kann bis zum 2. Oktober abstimmen. Einen Link dazu findet Ihr bei uns im Netz.
Experten warnen - Immer mehr Kinder haben Entwicklungsstörungen
Probleme beim Sprechen oder auch bei simplen körperlichen Tätigkeiten wie einem Purzelbaum: Immer mehr Kinder in Bayern und damit auch im Oberland haben Entwicklungsstörungen. 2023 wurde bei 13 Prozent der Sechs- bis Zwölfjährigen eine Sprachentwicklungsstörung diagnostiziert – das sind sechs Prozent mehr als noch vor 20 Jahren. Das kann laut Experten Folgen fürs ganze Leben haben, zum Beispiel beim Lesen, Schreiben oder auch in sozialen Beziehungen. Ähnlich sieht’s bei der motorischen Entwicklung aus, auch hier haben Kinder mehr Probleme also noch vor ein paar Jahren. Die Studienmacher begründen das unter anderem damit, dass sich Kinder zu wenig bewegen, weil sie weniger draußen spielen als früher.
Einsatzreicher August - Bergwacht Grainau im Dauereinsatz
44 Einsätze an 22 Tagen. Hinter der Bergwacht Grainau liegt ein einsatzreicher August. Allein an einem Tag wurden die Retter achtmal hintereinander alarmiert. Der Einsatzhotspot war im letzten Monat der Höllentalferner. Nur hierhin mussten die Bergwachtler 19-mal ausrücken – oft wegen körperlicher bzw. psychischer Erschöpfung und weil einige mit der falschen Ausrüstung am Berg waren. Deswegen bitten die Retter nochmal darum sich über die aktuellen Tourenbedingungen zu informieren. Gerade der Höllentalferner bietet einige Herausforderungen. Durch die vielen Niederschläge diesen Sommer ist er nämlich steil und blank, heißt: es braucht unbedingt Steigeisen.
Benefizspiel für die Wiedereröffnung - Mittenwald kämpft um sein Eisstadion
Viele Eishallen im Oberland kämpfen ums Überleben oder sind schon dicht gemacht worden. Auch in Mittenwald sind seit 2023 die Lichter aus. Mit einem Eishockey-Benefizspiel heute Abend soll jetzt Geld für die Wiedereröffnung gesammelt werden Um 20 Uhr spielen der EV Mittenwald und Oberligist Rostock Piranhas im Olympia-Eissport-Zentrum in Garmisch-Partenkirchen gegeneinander. Die Chance auf eine Wiedereröffnung des Eisstadions hängt außerdem ganz entschieden davon ab ob es Fördermittel gibt, sagt Mittenwalds Bürgermeister Enrico Corongiu. Es braucht wohl eine Investition in 7-stelliger Höhe so der Bürgermeister.
Starnberg: Sperre der Oßwaldstraße - Zufahrt zum Klinikum bleibt gewährleistet
Autofahrer in Starnberg müssen sich heute auf Beeinträchtigungen einstellen. Wegen Arbeiten an einer Wasserleitung wird die Oßwaldstraße zwischen dem Mayda-Nehr-Weg und der Zeppelinpromenade in zwei Abschnitten gesperrt. Das hat die Stadt mitgeteilt. Die Zufahrt zum Klinikum bleibt aber durchgehend gewährleistet.
Ein ständiger Kampf um die Existenz - Fünf-Seen-Filmfestival in Starnberg geht in seine 19. Ausgabe
Kommende Woche ist es wieder soweit. Am Starnberger See startet das Fünf-Seen-Filmfestival. Das Festival-Motto in diesem Jahr: „Realations“. Zwischen dem 9. und 16. September werden rund 130 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt. In seinem 19. Jahr gilt das Fest als etabliert und renommiert - doch es muss kämpfen. Nach fast 20 Jahren seines Bestehens kämpft das Festival immer aufs Neue um seine Existenz. Fördergelder müssen jedes Jahr aufs Neue ausgehandelt werden, sagt der Leiter des Filmfestivals, Matthias Helwig. Und eine Erhöhung der Mittel sei nicht in Sicht.