Nach Bombendrohung und stundenlanger Sperrung - Oktoberfest in München wieder geöffnet
Ein Mittwoch den wir und vor allem die Stadt München wohl nicht so schnell vergessen werden. Eine Bombendrohung hat heute stundelang das größte Volksfest der Welt lahmgelegt. Statt Menschenmengen in Dirndl und Lederhosen gab es gähnende Leere, Absperrungen, sowie Polizisten und Hunde, die die Theresienwiese nach Sprengstoff absuchten. Auslöser war ein Großeinsatz der Polizei im Münchener Norden am Morgen. Ein Mann hatte ein Haus mit Sprengfallen versehen und angezündet. Er starb später an einem nahegelegenen See. Der Mann hatte ein Schreiben bei sich, in dem er eine Bombendrohung gegen die Wiesn aussprach. Stadt und Polizei reagierten umgehend: Die Wiesn blieb bis zum Abend für mehrere Stunden geschlossen, aus ganz Bayern wurden Sprengstoff-Spürhunde gebracht. Inzwischen ist das Gelände wieder geöffnet und das Wiesn-Treiben wieder in vollem Gange.
+++ Update 15:45 Uhr +++
Das Oktoberfest macht heute doch noch auf! Nach der Schließung wegen einer Bombendrohung wird die Wiesn um 17.30 Uhr wieder geöffnet. Das teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter auf Instagram mit.
+++ Update 15:00 Uhr +++
Das Gelände des Oktoberfests wird aktuell weiter abgesucht. Dafür werden Spürhunde aus ganz Bayern eingesetzt. Außerhalb des Geländes besteht laut Bürgermeister Dieter Reiter kein Grund zur Sorge. Die Bedrohung richtet sich ausschließlich gegen die Theresienwiese, so der Rathauschef. Alle anderen Veranstaltungen können unverändert stattfinden. Ob die Wiesn heute nochmal eröffnet werden kann, sei noch unklar, so Reiter. Dafür müsse das abschließende Ergebnis abgewartet werden.
+++ Update 14:30 Uhr +++
Die Polizei hat für 15 Uhr eine Pressekonferenz an der Theresienwiese angekündigt. Bis dahin soll auch entschieden werden, ob das Oktoberfest heute noch geöffnet werden kann, heißt es.
+++ Update 14:00 Uhr +++
Nach einer Sprengstoffdrohung gegen das Oktoberfest wird das Gelände derzeit abgesucht - und das könnte dauern. Um das komplette Areal abzusuchen, braucht es möglichst viele Sprengstoffhunde. Denn die Tiere müssen das Gelände mehrfach absuchen, heißt es aus Sicherheitskreisen. Nach aktuellem Stand bleibt die Wiesn bis mindestens 17 Uhr gesperrt. Falls das Absuchen bis dahin nicht abgeschlossen ist, müsse die Sperrung gegebenenfalls verlängert werden.
+++ Update 12:30 Uhr +++
Die Polizei hat mittlerweile bestätigt, dass es sich bei dem Toten, der nach dem Brand im Münchner Norden gefunden worden war, um den mutmaßlichen Täter handelt.
Um kurz vor 12:00 Uhr sollen schwer bewaffnete Polizisten des SEK Südbayern die Wohnung des Tatverdächtigen in Starnberg gestürmt haben. Vorher musste sichergestellt werden, dass es keine Sprengfallen gibt, schreibt die BILD.
+++ Update 11:00 Uhr +++
Die integrierte Leistelle München hat eine amtliche Warnung vor „extremer Gefahr“ ausgerufen – benachrichtigt wurden Bürgerinnen und Bürger in München über ihr Smartphone und zwar per Cell Braodcast.
+++ Update 10:50 Uhr +++
Nach einer Explosion und einem Toten im Münchner Norden prüft die Polizei eigenen Angaben zufolge auch einen Zusammenhang mit der Antifa. Auf der Website indymedia.org wurde am frühen Morgen ein Text gepostet mit dem Titel «Antifa heißt Angriff». Darin hieß es: «In den frühen Morgenstunden haben wir im Münchner Norden einige Luxuskarren abgefackelt und Hausbesuche abgestattet. Zudem ging für einen Fascho sein Morgenspaziergang nicht besonders gut aus.»
Der Polizei sei das bekannt und sie prüfe wie bei allen anderen Hinweisen auch hier einen Zusammenhang, teilte ein Polizeisprecher mit.
+++ Update 09:40 Uhr +++
Nach dem Brand in einem Münchner Wohnhaus vermutet die Polizei Brandstiftung mit familiärem Hintergrund. In der Nähe am Lerchenauer See wurde eine Leiche gefunden. Spezialkräfte sind im Einsatz, da im Haus Sprengfallen entdeckt wurden. Das Oktoberfest bleibt heute bis mindestens 17 Uhr gesperrt, nachdem eine verifizierte Sprengstoffdrohung einging. Laut Oberbürgermeister Reiter gibt es einen Zusammenhang mit der Explosion in der Lerchenau und einen Brief des mutmaßlichen Täters.
+++ Update 09:30 Uhr +++
Aktuell ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Mögliche Zusammenhänge mit anderen Orten in München werden geprüft, darunter aucht die Theresienwiese.
Aus diesem Grund verzögert sich die Öffnung des Festgeländes.
+++ Update 09:10 Uhr +++
Update der Polizei:
"Nach aktuellem Kenntnisstand wurde das Wohngebäude im Rahmen eines Familienstreits vorsätzlich in Brand gesetzt.
Der aufgefundene Verletzte ist zwischenzeitlich verstorben.
Eine weitere Person wird vermisst, von welcher keine Gefahr ausgeht.
Im betroffenen Gebäude wurden außerdem Sprengfallen festgestellt. Zur Entschärfung wurden Spezialkräfte hinzugezogen."
+++ Ursprüngliche Meldung +++
Im Münchner Norden läuft seit den frühen Morgenstunden ein Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Genauer gesagt in der Lerchenauer Straße. Wie die Lage aktuell ist – haben wir für euch bei der Polizei nachgefragt:
„Ein Einfamilienhaus brennt in der Glockenblumenstraße. Außerdem haben wir mehrere PKWS im Umkreis festgestellt, die auch gebrannt haben und mittlerweile wieder gelöscht sind. Im Bereich der Lerchenauer Straße wurde eine schwerverletzte Person aufgefunden, die möglicherweise in Tatzusammenhang steht.“
Der Bereich zwischen Lerchenauer und Moosacher Straße bleibt voraussichtlich noch länger gesperrt und sollte aktuell gemieden werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht. Außerdem konnte kein Zusammenhang zwischen der Tat und dem Oktoberfest festgestellt werden.