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News für den 18. September 2025

Schwerer Unfall in Söcking - Mann wird von Auto erfasst

Bei einem Unfall im Starnberger Ortsteil Söcking ist ein 75-jähriger Mann am Mittag schwer verletzt worden. Laut Polizei war eine 73-jährige aus Gilching in der Riedeselstraße aus bislang ungeklärter Ursache in einer langgezogenen Linkskurve nach links von der Straße abgekommen. Der Starnberger stand neben seinem geparkten Auto, als er von dem Wagen erfasst wurde. Er schlug mit dem Kopf auf der Frontscheibe des Fahrzeugs auf und erlitt schwerste Verletzungen. Der betroffene Bereich der Riedeselstraße ist derzeit gesperrt, die Sperrung dauert voraussichtlich bis in den Abend an.

Betroffene Orte: Starnberg
Themen: Söcking, Verkehr, Unfall

Steuererklärung kann sich auch für Azubis lohnen

Nach dem Ausbildungsstart Anfang September, dürfen sich tausende Azubis langsam aber sicher auf das erste wohl verdiente Gehalt freuen. Was viele von ihnen nicht wissen. Auch in den Lehrjahren kann sich eine Steuererklärung lohnen, sagt Steffen Gall von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe. Zum Beispiel Lehrgangs-, Studien- oder Prüfungsgebühren, Kosten für Lernmittel oder auch einfach Fahrtkosten können wir grundsätzlich steuerlich geltend machen, so der Experte. Also, am besten jetzt schon alle Rechnungen und Belege für die Steuererklärung sammeln. Es kann sich wortwörtlich auszahlen.

Themen: Beruf, Ausbildung

Tödlicher Unfall bei Wolfratshausen - LKW nimmt Motorradfahrer die Vorfahrt

Ein tödlicher Unfall sorgt seit heute Vormittag für massive Verkehrseinschränkungen bei Wolfratshausen. Ein Lastwagen hatte laut Polizei die Autobahn A 95, von Garmisch-Partenkirchen kommend, verlassen und wollte nach links in Richtung Münsing abbiegen. Dabei übersah der Fahrer einen von links kommenden 52-Jährigen aus dem Landkreis Starnberg auf seinem Motorrad. Der Biker schoss in die Seite des LKWs, wurde darunter eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Er wurde zunächst schwer verletzt in eine Klinik gefahren, wo er aber wenig später starb. Der Bereich bleibt voraussichtlich noch bis in den Abend rein vollgesperrt. Ein Gutachten ist angeordnet worden.

Betroffene Orte: Wolfratshausen, Münsing

Europäische Mobilitätswoche: Radl-Rallye durch Garmisch-Partenkirchen | Bustraining für Senioren in Landsberg

Radl-Rallye durch Garmisch-Partenkirchen. Seit Anfang der Woche läuft die Europäische Mobilitätswoche, an der sich auch etliche Kommunen aus dem Oberland beteiligen. Ein Highlight in diesem Jahr steigt heute im Werdenfelser Land. Unter dem Titel „Radl-Rallye – Entdeckt Garmisch-Partenkirchen auf zwei Rädern“ findet eine Mitmach-Aktion für Groß und Klein statt. Startschuss ist um 15 Uhr am Richard-Strauss-Platz.

An der Aktionswoche nimmt auch der Landkreis Landsberg am Lech teil unter anderem mit einem wichtigen Angebot für ältere Menschen. Busfahren im alter wird nicht leichter. In den Bus einsteigen – festhalten – hinsetzen, das alles kann zu einer großen Herausforderung werden. Vor allem mit Rollstuhl, Rollator oder einfach eingeschränkter Beweglichkeit ist Busfahren oft schwierig. Im Rahmen der Mobilitätswoche findet deshalb heute ein Bustraining für Senioren statt – und zwar kostenlos. Treffpunkt ist um 14:15 Uhr an der Kfz-Zulassungsstelle des Landratsamtes.

Während der europaweiten Mobilitätswoche wollen Städte und Gemeinden ihren Bürgerinnen und Bürgern innovative Verkehrslösungen vorstellen und eine nachhaltige Fortbewegung im Alltag fördern.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech

Polizei warnt im Tölzer Land vor Schockanrufen - informiert eure Angehörigen

Die Polizei warnt im Bereich Bad Tölz und Umgebung vor Schockanrufen. Betrüger versuchen laut den Beamten aktuell mit Telefonanrufen und frei erfundenen Schockgeschichten ältere Menschen zur Herausgabe ihrer Ersparnisse und Wertgegenstände aufzufordern. Der dringende Appell der Polizei: informiert eure Angehörigen über die Gefahr.

Verhaltenstipps der Polizei:

  • Lasst euch nicht unter Druck setzen und legt im Zweifel einfach auf.
  • Sprecht immer mit nahestehenden Personen oder Familienangehörigen über ungewöhnliche Telefonanrufe.
  • Geht nicht ans Telefon, wenn die Nummer unterdrückt oder euch nicht bekannt ist. Lasst den Anrufenden auf Ihren Anrufbeantworter sprechen und vergewissert euch im Zweifel über den Notruf 110 in Ruhe, ob es mit dem Anruf seine Richtigkeit haben kann.
  • Macht keine Angaben über finanzielle Verhältnisse am Telefon.
  • Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden euch niemals telefonisch um die Aushändigung von Bargeldbeträgen oder Wertsachen bitten.
  • Die Übergabe eines Vermögensbetrages oder einer angeblichen „Kaution“ schützt keinesfalls vor Strafverfolgung, noch ist eine ärztliche Behandlung von einer vorherigen Geldzahlung abhängig.
  • Übergebt grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellt auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Lasst grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

Betroffene Orte: Bad Tölz

Freilaufende Hunde sorgen aktuell in Starnberg für Ärger

Eigentlich gilt an der Seepromenade eine Leinenpflicht. Viele Besitzer der Vierbeiner lassen ihre Tiere trotzdem unangeleint.

Sehr zum Ärger der Kommune. Ein Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs war zuletzt beispielsweise bei Pflegearbeiten an der Promenade von einem Hund angegriffen worden, heißt es von der Stadt. Außerdem wird immer häufiger Hundekot in Blumenbeeten und auf Wiesen gemeldet. Die Stadt Starnberg appelliert deshalb an alle Hundehalter, ihre Tiere an der Leine zu führen und das große Geschäft ihrer Hunde in den dafür vorgesehenen Tüten zu entfernen und zu entsorgen.

Betroffene Orte: Starnberg

App gegen Onlinesucht für Kinder und Jugendliche - bewussterer Umgang mit Sozialen Medien

Sieben Stunden täglich verbringen Jugendliche in Deutschland an diversen Bildschirmen. Ein neues Projekt soll gegen Onlinesucht helfen – passenderweise auch übers Handy per App. Sie heißt „freii“ (mit Doppel-i) und stellt den Jugendlichen jeden Tag kurze Aufgaben, die bei einem bewussteren Umgang mit TikTok, Instagram und Co helfen sollen. Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Bad Tölz, Wolfratshausen, Starnberg, Landsberg am Lech

Münchner Polizei hat diesjähriges Sicherheitskonzept für die Wiesn vorgestellt

Noch zweimal schlafen, dann startet die Wiesn. Jetzt hat die Münchner Polizei das diesjährige Sicherheitskonzept für das größte Volksfest der Welt vorgestellt. Neu ist heuer, dass ab 17 Uhr rund um die Theresienwiese keine E-Scooter mehr ausgeliehen werden dürfen, außerdem wurde das Messerverbot auch auf das Umfeld des Festgeländes ausgeweitet. Wer heimlich unter Dirndl fotografiert, kann mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden.

Betroffene Orte: München

Teil der Mond Mission "Artemis 2" werden

Voraussichtlich im April 2026 startet die Mond-Mission „Artemis 2“ – hört sich kurios an, aber wenn ihr Teil dieser Geschichte werden wollt, habt ihr jetzt die Möglichkeit dazu. Ihr könnt zumindest euren Namen auf die große Reise schicken. Auf einer Webseite der US-Raumfahrtbehörde NASA können wir noch bis zum 21. Januar 2026 unseren Namen eingeben und bekommen dann eine Art virtuelle Bordkarte. Die Namen werden nach NASA-Angaben gesammelt und sollen auf einer Speicherkarte Richtung Mond fliegen. Voraussichtlich im kommenden April soll die «Orion»-Kapsel rund zehn Tage lang mit vier Astronauten an Bord um den Mond fliegen. Die Mission wurde allerdings schon mehrfach verschoben.

Hier könnt ihr euern Namen hinterlegen, damit er mit auf den Mond fliegt.

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Bad Tölz, Wolfratshausen, Starnberg, Landsberg am Lech

80 verendetet Ziegen im Kreis Landsberg am Lech - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Was steckt hinter dem Tod von 80 Ziegen auf einem Hof im Landkreis Landsberg am Lech? Dieser Frage könnte bald vor Gericht nachgegangen werden. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat Anklage erhoben.

Dabei geht es um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, teilte eine Sprecherin des Amtsgerichts mit. Das Gericht muss jetzt entscheiden, ob es das Verfahren zur Hauptverhandlung zulässt. Anfang Mai waren nach einem Hinweis an das Veterinäramt 80 verendete Ziegen entdeckt worden – ersten Ermittlungen zufolge starben sie durch Vernachlässigung. 41 noch lebende Ziegen konnten damals gerettet und anderweitig untergebracht werden.

Betroffene Orte: Landsberg am Lech

"Kiwi-Tag" im Kloster Andechs

Traditionell ist der Donnerstag vor dem Münchner Oktoberfest der „Kiwi-Tag“ im Kloster Andechs. Das hat nichts mit der Frucht zu tun, sondern mit Wiesn Besuchern aus Australien und Neuseeland. Jahrelang pilgerten Tausende von ihnen zum Heiligen Berg in Andechs, um für die Wiesn zu trainieren. Heute ist es nach Angaben des Klosters ruhiger geworden. Trotzdem steht der Donnerstag vor dem Wiesn-Auftakt auch heuer wieder im Zeichen der „Kiwis“.

Betroffene Orte: Andechs

"Quagga-Muschel" - eine Gefahr für die Seen im Oberland

Sie besiedelt Schiffsrümpfe, verstopft die Trinkwasserversorgung und sorgt für hohe Kosten. Die Quagga-Muschel sorgt in einigen Seen in Bayern bereits für Ärger. Im Oberland ist die invasive Art noch nicht heimisch geworden. Warum da so ist, was die Muschel so gefährlich macht und wie wir mithelfen können, die Ausbreitung zu verhindern, darüber haben wir für euch mit Professor Herwig Stibor gesprochen, Leiter des Departments für Aquatische Ökologie der LMU München.

Was sind die Gründe dafür, dass die Quagga-Muschel im Oberland noch nicht präsent ist?

Professor Herwig Stibor von der LMU München:

„Sie ist in einem frühen Ausbreitungsstadium. Das heißt: etliche Seen hat sie noch nicht erreicht oder in diesen Seen sind die Umweltbedingungen für sie nicht optimal, dass sie sich dort etablieren kann“.

Wie wahrscheinlich ist es, dass sie auch bei uns auftaucht?

Professor Herwig Stibor von der LMU München:

„Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis sich die Quagga-Muschel zwischen Bodensee und Chiemsee ausbreiten wird. Je näher die Art kommt, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sie noch in anderen Seen auftauchen wird“.

Wie kann sie sich überhaupt verbreiten?

Professor Herwig Stibor von der LMU München:

„Sie verbreitet sich entweder über das Larvenstadium, das im Freiwasser ist und von See zu See transportiert wird, oder die ganz kleinen Muscheln haften sich an Oberflächen an und werden mit Booten weiter verbreitet“.

Was macht die Quagga-Muschel so gefährlich?

Professor Herwig Stibor von der LMU München:

„Sie hat eine sehr hohe Reproduktionsleistung und sie wachst in kurzer Zeit Strukturen im Wasser schnell zu. Ein anderes Problem ist, dass sie Plankton aus dem Wasser filtriert und als Nahrungskonkurrent Probleme machen kann“.

Wie können Wassersportler helfen, die Ausbreitung zu verhindern?

Professor Herwig Stibor von der LMU München:

„Wenn man den See wechselt, sollte man die Gerätschaften oberflächenreinigen, an denen sich die Quagga-Muschel anheften kann. Vor allem ist es wichtig, dass man alle Hohlräume, die Wasser halten können, direkt am See noch ausleert und reinigt“.

 

Betroffene Orte: Garmisch-Partenkirchen, Weilheim i. OB, Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech, Bad Tölz, Wolfratshausen